Filmhandlung und Hintergrund

Witzig-melodramatische Liebesgeschichte, Roadmovie und Satire auf Weihnachtskonsum.

Die toughe Berliner Lokalfernsehmoderatorin Charlotte Becker will dem alljährlichen Weihnachtsstress entkommen und auf die Malediven fliegen. Sie verpaßt den Flug. Mitschuld daran hat Mauser, ein Vertreter mit Hang zum Chaos, der sie auch weiterhin verfolgt - im Zug nach München, beim Trampen, etc. Schließlich gerät das Duo auch noch in eine Autoverfolgungsjagd mit der Polizei.

Die erfolgreiche Radiomoderatorin Charlotte Becker ist ein Weihnachtsmuffel. Um dem verhaßten Trubel zu entkommen, plant sie einen Urlaub im sonnigen Süden. Als ihr Zug wegen einer Panne auf offener Strecke hält, schlägt sie sich mit dem ihr äußerst unsympathischen Handelsvertreter und Weihnachtsfan Fritz Mauser auf eigene Faust durch die tiefe Provinz. Von einer mißlichen Lage in die andere stolpernd, finden sich die beiden Streithähne schließlich in einer kargen Dorfpension wieder. Einige Flaschen Rotwein lockern die Stimmung…

Die taffe TV-Moderatorin Charlotte will dem Weihnachtsstress entkommen und in den Süden fliegen. Sie verpaßt den Flug und muß mit dem chaotischen Vertreter Mauser die Reise nach München fortsetzen. Witzig-melodramatische Liebesgeschichte, Roadmovie und Satire auf Weihnachtskonsum.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Weihnachtsfieber: Witzig-melodramatische Liebesgeschichte, Roadmovie und Satire auf Weihnachtskonsum.

    Ein frohes Fest dürfte das emsige Concorde-Team mit Paul Harathers Komödie „Weihnachtsfieber“ feiern können, wenn die Besucher des November-Starters ausgezählt sind: Bei der ersten Kinoproduktion von Hofmann & Voges kann ausgiebig gelacht und geweint werden, es menschelt an den richtigen Stellen, und die Hauptdarsteller Barbara Auer und Uwe Ochsenknecht zeigen schauspielerische Karriere-Höhen.

    Mit „Indien“-Regisseur Paul Harather haben die „Weihnachtsfieber“-Produzenten Mischa Hofmann und Philip Voges ins Schwarze getroffen: Der schräge Humor des Österreichers gibt dem Film, der stark an John Hughes‘ modernen US-Komödienklassiker „Ticket für Zwei“ (mit Steve Martin und John Candy in ihren stärksten Rollen) von 1981 erinnert, einen gelungen schrägen Schlag, der deutschen Komödien so oft fehlt. Die Mischung aus Harathers herrlichem Anarcho-Humor und der amerikanisch anmutenden Plotpoint-Perfektion, die vor allem im gelungenen Storybeat-Wechselbad von Lachern, ernsten Momenten und nachdenklich-tränigen Verschnaufspausen deutlich wird, unterscheidet „Weihnachtsfieber“ deutlich von der oft beklagten deutschen Massenware: Dies ist keine flache Plotte mit Slapstick und dummen Sprüchen, sondern durchdachte Komödien-Dramaturgie mit dreidimensionalen Figuren, die durch echte Probleme zu echten Lösungen gelangen. Auch ist dies kein verkapptes TV-Movie, sondern eine sichtbar auf Kinostandards angelegte Produktion: Handwerkliche Highlights wie Gernot Rolls Kamera und die Kostüme von Natascha Curtius-Noss verhelfen zum entscheidenden Sprung über das Mittelmaß.

    Die Glanzlichter liefern aber die beiden Hauptdarsteller in Rollen, die sie mit Bravour füllen: Barbara Auer als coole TV-Moderatorin im Erfolgsfrau-Kostümchen (die farbenfrohen Innenansichten ihrer schönen, heilen Wirkungsstätte lieferte Co-Produzent Pro Sieben) und Uwe Ochsenknecht - der hier seine karrieremachenden Idioten aus „Männer“ und „Schtonk!“ noch toppt - als köstlich depperter, aber höchst liebenswerter Verlierertyp, der anfangs nervt, dann aber schwer zu Herzen geht. Auers vermeintlich kaltschnäuziges TV-Frauchen ist auf der Flucht vor Weihnachten, Ochsenknechts vermeintlich spießiger Vertreter auf dem Weg ins weihnachtliche Familienglück. Daß sie nur vor Single-Depressionen flieht, ist klar - daß er auch nicht besser dran ist, ist der Twist, der dem unfreiwilligen, ungleichen Paar das Happy End ermöglicht. Klar, daß sie im Grunde weich und lieblich ist und er nicht so dumm und ungehobelt, wie er wirkt. Auf dem Weg zu dieser Erkenntnis müssen sie sich aber erst kennenlernen, angiften, anfreunden und verlieben - dabei unter anderem behindert von der Deutschen Bahn, einer Autopanne, einem Scheintoten und der Polizei - und am Ende hat man sie beide so ins Herz geschlossen, wie das bei guten Komödien eben sein muß. dd.

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