We Need to Talk About Kevin

   Kinostart: 16.08.2012

We Need to Talk About Kevin: Drama um eine Frau, die damit zurechtkommen muss, dass ihr Teenagersohn ein Amokläufer ist.

zum Trailer

We Need to Talk About Kevin im Stream

weitere Anbieter und mehr Informationen

Filmhandlung und Hintergrund

Drama um eine Frau, die damit zurechtkommen muss, dass ihr Teenagersohn ein Amokläufer ist.

Als sich die Geburt ihres Sohnes ankündigt, ziehen Eva und ihr Mann von New York in die Vorstadt, wirken wie eine Vorzeigefamilie. Von Anfang an wehrt sich das Schreikind gegen Zuneigung, verwüstet sein Zimmer und spielt später die Eltern gegeneinander aus. Als Sechzehnjähriger richtet er in der Schule ein Blutbad an. Während der Vater und die jüngere Tochter wegziehen, bleibt Eva vor Ort, erleidet Demütigungen und Aggressionen. Auch im neuen Job holen sie die Schrecken der Vergangenheit wieder ein.

Eine junge Mutter zweifelt an sich, weil sie ihren Sohn nicht wirklich lieben kann, bis ihr dafür triftige Gründe klar werden. Intensive Romanverfilmung mit Tilda Swinton, die als zweifelnde Mutter zu großer Form aufläuft.

Bilderstrecke starten(16 Bilder)
Alle Bilder und Videos zu We Need to Talk About Kevin

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

5,0
1 Bewertung
5Sterne
 
(1)
4Sterne
 
(0)
3Sterne
 
(0)
2Sterne
 
(0)
1Stern
 
(0)

Wie bewertest du den Film?

Kritikerrezensionen

    1. "We need to talk about Kevin" ist Lynne Ramsays Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Lionel Shriver und kam in den USA schon vor geraumer Zeit in die Kinos. Erst jetzt wird der düstere Streifen auch dem deutschen Publikum präsentiert. Zuerst mutet der Film wie ein typisches Sozialdrama an, wird dann aber zusehends bedrückender und mündet in einem furiosen Finale, welches schockierender kaum sein könnte.

      Wer Shrivers Roman kennt, der weiß, was ihm hier blüht. "We need to talk about Kevin" ist kein seichtes Familiendrama, keine Geschichte über einen einfach rebellierenden Teenager und ein Happy End sollte man besser auch nicht erwarten. Stattdessen ist es so, dass sich die wahre Wucht des Films erst gegen Ende entfaltet. Von Anfang an präsentiert Regisseurin Ramsay eine bedrückende Atmosphäre, eine Familie, bei der man regelrecht dankbar ist, nicht Teil ihrer zu sein. Immer wieder werden Fragen á la "Nature v. Nurture" aufgeworfen. Ist Kevin wirklich so böse geboren? Oder hat die Unfähigkeit seiner Mutter, den Sohn zu lieben, ihn erst zu dem gemacht, was er ist?

      Eva befindet sich in einem ständigen Konflikt. Sie kann ihr Neugeborenes nicht lieben, fühlt eine ständige Distanz und empfand die Schwangerschaft schon eher als Fremdkörper als als Wunder. Ein bohrender Presslufthammer auf der Straße wird von ihr als wohltuend wahrgenommen, damit sie Kevins unentwegtes Geschrei einmal ausblenden kann. Schon im Kleinkindalter scheint Kevin seine Mutter ständig zu terrorisieren. Während er bei Franklin lacht und kuschelt, ist er seiner Mutter gegenüber aggressiv, abweisend oder gleichgültig. Hauptsache dagegen. Ganz bewusst macht er in Windeln bis er sechs ist, um seiner Mutter die Entlastung des auf Toilette Gehens nicht zu Gönnen. Was ihr lieb und teuer ist, zerstört er mutwillig. Als Schwester Celia (Ashley Gerasimovich) auf die Welt kommt, wird Muttersein für Eva zu einer gänzlich neuen Erfahrung. Das liebenswerte, sanfte und gutmütige Mädchen hat nichts gemein mit ihren boshaften Bruder. Aber mit ihrer Geburt beginnt auch eine Zeit der Angst für Eva. Angst davor, dass Kevin seinen Hass zukünftig auch an der kleinen Schwester auslassen könnte.

      Überhaupt schwankt Eva stets zwischen Sorge, Wut und Schuldgefühlen. Nie ist sie sich sicher, ob sie dazu beigetragen hat, Kevin zu dem Monster zu machen, das er ist. Auch für den Zuschauer wird diese Frage niemals aufgelöst. Als Kevins Fehlverhalten in einer unvorstellbaren Tat endet, ist selbst Eva schockiert. Geahnt hatte sie vieles, aber dieses wohl nicht. Und auch Kevin, der im Teenageralter von einem überagenden Ezra Miller ("Californication") dargestellt wird, gibt nur wenige Einblicke in seine Gedankenwelt. Ramsay liefert keine Entschuldigungen, keine Erklärungen. Stattdessen ein erdrückendes Portrait eines soziopathischen Jungen, dessen Handlungen wohl auch gar nicht wirklich erklärt werden können. Große dramatische Inszenierungen bleiben aus. Im Independent-Kino angesiedelt werden hier stattdessen eiskalt Szenen gezeigt, die schockieren und auf merkwürdige Art und Weise packen und faszinieren. Und dabei bleibt Ramsay stehts nah am Buch, vieles wurde direkt von der Romanseite übernommen.

      Was den Film neben seiner schockierenden Geschichte ausmacht, ist nicht nur Tilda Swintons ("The Beach", "Moonrise Kingdom") Schauspieleistung, sondern vor allem auch die aller drei Kevin Darsteller. Ob es nun Ezra Miller ist, oder die Kinderdarsteller Jasper Newell und Rock Duer, die die kleinen Versionen des Jungen spielen, alle drei machen ihre Sache außerordentlich gut.

      Ein Film, den man nicht verpassen, auf den man aber vorbereitet sein sollte.

      Fazit: "We need to talk about Kevin" ist ein überaus sehenswerter Film mit beeindruckenden Bildern und Schauspielern, aber alles andere als leichte Kost. Popcornkino ist definitiv etwas anderes.
    2. We Need to Talk About Kevin: Drama um eine Frau, die damit zurechtkommen muss, dass ihr Teenagersohn ein Amokläufer ist.

      Tilda Swinton überzeugt in dieser bewegenden Romanverfilmung als Mutter eines Massenmörders und stellt sich ohne Wenn und Aber der Schuldfrage.

      Was geht in einem Jugendlichen vor, der Gleichaltrige bei einem Amoklauf sinnlos tötet? Was habe ich als Mutter falsch gemacht? Ist mein Kind ein Monster? Welche Verantwortung trage ich? Fragen, die sich Tilda Swinton als Eva Katchadourian täglich stellt. Für ihren Sohn Kevin hat sie Karriereambitionen aufgeben und ist mit ihrem Mann von New York in die Vorstadt gezogen, aber schon von Anfang an verhält sich das Schreikind auffällig, wehrt sich gegen Zärtlichkeit und Zuneigung, ein richtig böser Bube, der sein Zimmer verwüstet und die Eltern gegeneinander aufhetzt und manipuliert. Mit 16 Jahren richtet er ein Blutbad in der Schule an, nicht mit einer Pumpgun, sondern mit Pfeil und Bogen - wie einer, der wie selbstverständlich auf die Jagd geht und Wild niederstreckt. Während ihr Mann mit der Tochter einen Neuanfang fernab des Geschehen beginnt, bleibt sie vor Ort, erträgt Demütigungen, Aggressionen und Vorwürfe. Auch ihr neuer Job schützt nicht vor den schrecklichen Erinnerungen.

      Nach neun Jahren Pause kehrt Lynne Ramsey („Ratcatcher“, „Morvern Callar“) auf die Leinwand zurück und führt nicht nur ihre Protagonistin, sondern auch den Zuschauer durch die Hölle. Was als scheinbar übliches Sozialdrama beginnt, endet in einer Tragödie biblischen Ausmaßes. Oscar-Preisträgerin Swinton geht in ihrer Rigorosität der Darstellung als Mutter, die sich mit der Wahnsinnstat ihres Sohnes auseinandersetzen und Trauerarbeit leisten muss, an die Grenzen. Eine Performance, die ihr den Europäischen Filmpreis einbrachte. Mal wird sie auf der Straße geohrfeigt, ihr Haus und Auto mit roter Farbe beschmiert oder sie durchlebt das Grauen in Albträumen. Rückblenden zeichnen die Stationen der Familiengeschichte bis zur finalen Katastrophe auf, fordern Aufmerksamkeit. Der assoziative Schnitt (Joe Bini) spielt mit Gegensätzen - da geht die schwangere Eva einen Flur entlang umgeben von netten Mädchen in Ballettröckchen, im Gegenschnitt sieht man die leid gebeugte Mutter Jahre später schweren Schrittes auf dem Flur des Gefängnisses. In Ramseys expressiver Bildsprache dient die Farbe rot in allen Nuancen als Leitmotiv, schon in der ersten Einstellung dominieren rote zermatschte Tomaten über sich windenden Körpern in einer Traumsequenz, später findet sich die Farbe im Kleid wider und setzt über den Film hinweg immer wieder Akzente. „We have to talk about Kevin“ ist eine psychische und physische Zumutung, ist hart und kompromisslos. Aber einfach grandios. mk.

    News und Stories

    • Ezra Miller spielt The Flash - Kinofilm kommt 2018

      Warner/DC drückt nun mächtig auf die Tube. Gleich nach der Bekanntgabe, dass Man of Steel-Regisseur Zack Snyder 2017 auch Justice League Part One inszenieren wird, wurde auch ein The Flash-Kinofilm für 2018 angekündigt. Die Hauptrolle in der Comic-Adaption von The Flash - hierzulande auch als "Roter Blitz" bekannt - wird der 22-jährige Jungstar Ezra Miller (We Need to Talk About Kevin, Vielleicht lieber morgen),...

      Kino.de Redaktion  
    • Natalie Portman im Wilden Westen

      Was macht eigentlich die schöne und talentierte Natalie Portman? Nach ihrem Megaerfolg in Black Swan, als sie für ihre Performance einer Ballerina, die sich buchstäblich in den Wahnsinn tanzt, mit Preisen nur so überhäuft wurde, war sie in den Kinos nur in sehr viel leichterer Filmkost zu sehen. Dabei machte sie aber in den Genres Fantasy-Action (Thor) und Beziehungskomödie (Freundschaft plus) eine gleichermaßen...

      Kino.de Redaktion  
    • Nominierungen für den SAG Awards 2012

      Einen Tag vor der Bekanntgabe der Golden Globes Nominierten werden in Los Angeles die Schauspieler für ihre darstellerische Leistungen mit dem SAG Awards nominiert. Die US-amerikanische Schauspielergewerkschaft Screen Actors Guild haben in der Kategorie der Besten Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio als J. Edgar Hoover in „J. Edgar“, George Clooney („The Descendants“), Demian Bichir („A Better Life“), Jean Dujardin („...

      Ehemalige BEM-Accounts  

    Kommentare

    1. Startseite
    2. Alle Filme
    3. We Need to Talk About Kevin