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Waking Life

   Kinostart: 04.07.2002

Waking Life: Die Erlebnisse eines Jugendlichen auf einem nächtlichen Selbstfindungstrip werden durch nachträgliche Bearbeitung des live gefilmten Materials zu einer neuen Form des Animationsfilms.

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Filmhandlung und Hintergrund

Die Erlebnisse eines Jugendlichen auf einem nächtlichen Selbstfindungstrip werden durch nachträgliche Bearbeitung des live gefilmten Materials zu einer neuen Form des Animationsfilms.

Der Jugendliche Wiley Wiggins sucht auf einer langen, surrealen Reise durch die Nacht nach dem Sinn des Lebens. Dabei trifft er auf die verschiedensten Personen, alltägliche wie auch bekannte Persönlichkeiten (u.a. Steven Soderbergh). Mit ihnen räsoniert Wiley über Sein und Schein, wobei neben den bedeutendsten zeitgenössischen Philosophen auch Schriftsteller wie Thomas Mann oder der Sci-fi-Guru Philip K. Dick zitiert werden.

Richard Linklaters

Der Jugendliche Wiley Wiggins sucht auf einer langen, surrealen Reise durch die Nacht nach dem Sinn des Lebens. Dabei trifft er auf die verschiedensten Personen, alltägliche, wie auch zeitgenössische bekannte Persönlichkeiten, wie etwa Steven Soderbergh und räsoniert mit ihnen über Sein und Schein, Realität und Fiktion.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Waking Life: Die Erlebnisse eines Jugendlichen auf einem nächtlichen Selbstfindungstrip werden durch nachträgliche Bearbeitung des live gefilmten Materials zu einer neuen Form des Animationsfilms.

    Auf der diesjährigen Biennale war Richard Linklater gleich mit zwei Werken vertreten. Neben dem Video-Film „Tape“, der in der Experimental-Reihe nuovi territori gezeigt wurde, lief im Wettbewerbsprogramm „Waking Life“, der nun auf den 35. Internationalen Hofer Filmtagen seine Deutschland-Premiere erleben wird. Der Film schildert die nächtlichen Erlebnisse eines jugendlichen Helden, der sich auf einem Selbstfindungstrip befindet. Das Originelle daran: „Waking Life“ wurde zunächst mit realen Schauspielern gedreht und in der Postproduktion unter Leitung des Software-Magiers Bob Sabiston in einen höchst innovativen Zeichentrickfilm umgewandelt.

    Wegen Produktionen wie „Slacker“ oder „Suburbia“ gilt der aus Houston, Texas stammende Richard Linklater als einer der umstrittensten, aber auch populärsten Independent-Filmemacher der USA. Mit „Waking Life“ beschreitet der inzwischen 40-Jährige wieder Wege, die vor ihm noch niemand eingeschlagen hat. Bei diesem Projekt wurde zunächst nach dem Prinzip der so genannten kontrollierten Improvisation in 25 Tagen auf Mini-DV-Kameras mit kleiner Crew und echten Schauspielern, darunter auch Julie Delpy und Ethan Hawke, Linklaters Protagonisten aus „Before Sunrise“, gedreht. Nach dem Schnitt ließ der Regisseur und Drehbuchautor dann Bild für Bild von einem Team von 30 Künstlern unter der Federführung von Bob Sabiston nach deren Vorstellungen „anmalen“, sprich kreativ bearbeiten. Das gibt dem Film einen ganz eigenen, an ein lebendiges impressionistisches Gemälde erinnerndes Aussehen und stößt gleichzeitig das Tor auf dem Gebiet des Animationsfilms weit auf. Sogar Zeichentrick-Monopolist Disney interessierte sich schon für Sabistons kongeniale Computer-Software. Doch der Technik-Freak entschied sich gegen den Major und für ein Independent-Experiment, opferte ein ganzes Jahr, um in Linklaters zu einem Studio umfunktionierter Garage in Austin seine Mitarbeiter, die in drei Schichten an 16 Apple-Rechnern schufteten, zu überwachen.

    Während die Optik des mit einem Budget von rund einer Million Dollar erstaunlich preiswerten Films auf ganzer Linie zu überzeugen vermag - obwohl die stets wabernden Bilder das Auge auf Dauer ziemlich anstrengen - zählt die Geschichte zum Schwachpunkt von „Waking Life“. In deren Zentrum steht der jugendliche Held Wiley Wiggins, jener Schauspieler, der den Mitch Kramer in Linklaters „Dazed and Confused“ verkörperte. Dieser sucht auf einer langen, surrealen Reise durch die Nacht - träumt er oder wacht er? - nach dem Sinn des Lebens. Dabei trifft er auf die verschiedensten Personen, darunter auch Steven Soderbergh (!), und räsoniert über Sein und Schein, Realität und Fiktion, wobei neben den bedeutendsten zeitgenössischen Philosophen auch Schriftsteller wie Thomas Mann oder der Sci-fi-Guru Philip K. Dick zitiert werden. Für das breite US-Publikum mögen deren Thesen neu sein, Europäer wittern jedoch hinter Linklaters Story nichts anderes als eine intellektuell verbrämte Readers-Digest- bzw. Best-of-Version der Geistesgeschichte des 20. Jahrhunderts.

    „Waking Life“ ist ein typischer Festivalfilm - originell, überraschend und revolutionär. Dank der positiven Mundpropaganda, die er aus Venedig erhielt und in Hof noch bekommen wird, könnte aber auch ein regulärer Kinostart durchaus Früchte tragen. Allerdings wäre der Fox-Film bei einem Independent-Verleih, der ihn in den Programmkinos mit studentischem Umfeld platzieren müsste, wohl besser aufgehoben. lasso.

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