Vom Suchen und Finden der Liebe

  1. Ø 2
   2004
Vom Suchen und Finden der Liebe Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Vom Suchen und Finden der Liebe: Märchenhafte romantische Komödie von Helmut Dietl um zwei Liebende, die selbst der Tod nicht trennen kann.

Der Komponist Mimi Nachtigal (Moritz Bleibtreu) und die Sängerin Venus Morgenstern (Alexandra Maria Lara) waren einst ein Herz und eine Seele. Doch nun, im verflixten siebten Jahr, beschließt man nach langem Streiten, einander endgültig das Nein-Wort zu geben. Bald darauf jedoch kommt die Reue, und weil Mimi gar so sehr unter dem Verlust leidet, nimmt er sich das Leben. Venus jedoch hat nicht die Absicht, sich damit so einfach abzufinden, und folgt dem toten Lover wie einst Orpheus in die Unterwelt.

Münchens Gesellschaftschronist numero uno, Helmut Dietl (“Rossini”), lädt ein zum fantastischen Liebesreigen mit heiterem Unterton. Stars wie Uwe Ochsenknecht, Anke Engelke, Heino Ferch, Justus von Dohnányi und Harald Schmidt ließen sich nicht lange bitten.

Komponist Mimi Nachtigal und Sängerin Venus Morgenstern verlieben sich, trennen sich aber nach sieben Jahren Streitereien wieder. Da wird ihnen bewusst, dass sie die große Liebe ihres Lebens verloren haben. Venus nimmt sich einen neuen Freund, Mimi das Leben. Aber selbst so kommen sie nicht voneinander los. Da steigt Venus in die Unterwelt hinab, um den Geliebten zurückzuholen.

Nach siebenjähriger turbulenter Beziehung trennen sich der Komponist Mimi Nachtigall und die Sängerin Venus Morgenstern endgültig. Schon bald wird beiden bewusst, dass sie damit vielleicht jeweils das Beste verloren haben, was sie je besaßen und suchen nun das Vergessen. Mimi im Freitod, Venus in einer neuen Beziehung. Doch auch mit dieser Lösung sind beide unglücklich. Denn ob im Dies- oder im Jenseits – sie gehören nun mal zusammen! Also macht sich Venus daran, in die Unterwelt hinabzusteigen und Mimi zurückzuholen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Was ist zu erwarten, wenn Helmut Dietl eine romantisch-märchenhafte Liebeskomödie ankündigt? Der Meister der Gesellschafts- und Mediensatire nimmt sich, nach seinen Erfolgen “Rossini” und “Schtonk!” und fünf Jahre nach “Late Show”, den ganz großen Themen an, der Liebe und dem Tod. Das fertige Werk zeigt sich als überraschend anderer Dietl-Film, der dennoch ganz seine Handschrift trägt – von der Perfektion jeder einzelnen Einstellung, den grandiosen Darstellerleistungen einer Riege von Deutschlands besten Schauspielern, der visuellen Opulenz bis zur unverwechselbaren Komik, die die Tragik der Geschichte immer wieder aufbricht.

    Dabei verlässt der Regisseur der “Münchner Geschichten” nicht nur sein angestammtes Terrain, um in Berlin, Griechenland und der Unterwelt neue Drehorte auszuloten – er begibt sich auch in die Schattenwelt der griechischen Mythologie. Sein “Suchen und Finden der Liebe”, nach “Kir Royal”, “Monaco Franze” und “Rossini” die vierte Zusammenarbeit mit “Parfüm”-Autor Patrick Süskind, besticht, wie nicht anders zu erwarten, auch durch die Prägnanz der Dialoge. Zwei Jahre dauerte die Arbeit am Drehbuch – da sitzt, anders als beim bisweilen improvisierten Geplapper anderer Produktionen, jedes Wort.

    Ein Erzähler (Sprecher: Elmar Wepper) kommentiert lakonisch das durch die Emotionen ins Strudeln geratene Leben zweier Paare und schlägt eine Brücke über einen Zeitraum von sieben Jahren hinweg.

    Am Anfang steht die überlebensgroße Liebe des erfolgreichen Komponisten Mimi Nachtigal (Moritz Bleibtreu) zu einer verunsicherten Gesangsschülerin (Alexandra Maria Lara, die beweist, dass sie auch betörend singen kann), der er den poetischen Namen Venus Morgenstern gibt und aus der er die erfolgreiche Interpretin seiner Lieder formt. Bei diesem Prozess des Biegens kommt irgendwann die Liebe abhanden. Nach einem letzten, öffentlich ausgetragenen Krach folgt die Trennung. Während Venus mit Hilfe eines neuen Mannes, dem Musikproduzenten Harry (Justus von Dohnányi) den alten zu vergessen sucht, verfällt Mimi in eine existenzielle Krise. Im Ferienhaus seiner Freunde Theo und Helena Stokowski (Uwe Ochsenknecht, Anke Engelke), einem Ort der Idylle in Griechenland, wo er einst mit seiner Liebsten glücklich war, setzt Mimi seinem Leben ein Ende. Doch im Jenseits geht der Liebeswahnsinn weiter, Mimi muss sich den immer dreister werdenden Nachstellungen des zweigeschlechtlichen Gottes Hermes Aphroditos (Heino Ferch) erwehren, der auch nicht davor zurückschreckt, in die Gestalt von Venus zu schlüpfen. Im Diesseits eilt Theo, ein Musikprofessor, auf die Insel. Untröstlich über den Verlust des Freundes gibt er sich der insgeheim seit langem begehrten Schäferin Kalypso hin. Seine erfolgreiche, sexuell vernachlässigte Frau Helena sucht unterdessen Kompensation im Bett eines Arztes für seelische Erkrankungen (Harald Schmidt), reist aber sofort nach Griechenland, als die Schreckensnachricht sie erreicht. Auf der Fähre trifft sie eine euphorische Venus, die sich entschlossen hat, zu Mimi zurückzukehren und nicht weiß, dass er nicht mehr am Leben ist. Beide Frauen kämpfen um ihre Liebe: die stolze Helena versucht, eine ménage à trois zu initiieren, während Venus durch einen Brunnen im Olivenhain in den Hades hinabsteigt, um ihren Geliebten zurückzuholen. Wie bei den mythologischen Vorbildern – nur begab sich dort Orpheus in die Unterwelt, um Eurydike zu befreien – überwindet ihre Liebe den Tod, wird ihnen eine zweite Chance auf Erden gewährt. Allerdings mit der bekannten Auflage: Zurückschauen verboten!

    So herzergreifend romantisch das eine Paar, so pragmatisch diszipliniert das andere – alle streben sie, mit herrlich ironischer Distanziertheit, nach dem Unerreichbaren. Der Regisseur, dessen Diana Film gemeinsam mit Fanes Film produzierte, wird einmal mehr seinem Ruf als Perfektionist gerecht, auch beim Einsatz aufwändiger Bluescreen- und Computertechnik. Sein sehr persönlicher Film über die Schwierigkeit des Suchens, Findens und Erhaltens der Liebe vor dem Hintergrund deren genereller Unmöglichkeit balanciert auf dem feinen Draht zwischen sentimentaler Melancholie und brüllender Komik. Auch wenn der Film seinen Macher als Skeptiker ausweist, der um die geringe Halbwertszeit der Liebe weiß, ist er doch ein Plädoyer dafür, das Unmögliche immer wieder zu versuchen. boe.

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