Vielleicht, vielleicht auch nicht

  1. Ø 4
   2007
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Filmhandlung und Hintergrund

Vielleicht, vielleicht auch nicht: Romantische Komödie über einen Vater, der der Tochter sein früheres Beziehungsleben und damit das Scheitern seiner Ehe erklärt.

Mittdreißiger Will Hayes (Ryan Reynolds) vollzieht gerade die Scheidung, als seine zehnjährige Tochter Maya (Abigail Breslin) ihn Löcher in den Bauch über seine Vergangenheit fragt: 1992 zog er als Nachwuchspolitiker voller Ideale nach New York, um bei Clintons Wahlkampagne zu helfen. Drei Frauen kommen nun als Mayas Mutter in Betracht: Die anlehnungsbedürftige Emily (Elizabeth Banks), die langjährige Freundin April (Isla Fisher) und Journalistin Summer (Rachel Weisz).

Ein Daddy erzählt seinem Töchterchen das romantische Puzzle seines früheren Lebens, erfolglos bemüht, nicht jugendfreie Details darin auszusparen, was eine herzliche Komödie um drei gegen die Wand gefahrene Beziehungen und eine letzte Chance in Gang setzt.

Als die Beziehung ihrer Eltern vor dem Ende steht, will Tochter Maya unbedingt wissen, wie sie denn überhaupt begann. So lässt Vater Will die letzten 15 Jahre Revue passieren, erzählt mit veränderten Namen von den drei grundverschiedenen Frauen, die sein Herz eroberten. Am Ende der romantischen Rückblickstour wird Maya das Ende einer Beziehung akzeptieren und ihr Vater den Sprung in eine neue riskieren.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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  • „Wertvoll”

    Bei seiner Scheidung erzählt ein Vater seiner zehnjährigen Tochter - passend mittels Rückblenden dargeboten, die richtig Schwung in den Plot bringen - ein Liebesrätsel von den drei zentralen Frauen in seinem Leben. Gemeinsam begeben sie sich auf Ursachenforschung und entwickeln dabei mit vielen Wendungen eine Art Zukunftskonzept, das dem Publikum dankenswerterweise jedoch kein klassisches Happy End vorgibt. Eine tragfähige Love Story über die Zufälligkeit des Lebens mit stimmiger Besetzung und Humor, die auch in ihren nachdenklichen Momenten authentisch wirkt.

    Jurybegründung:

    Vorspann und Opening des Films stimmen in Split Screen-Technik auf eine vielfältige Großstadt-Story mit unerwarteten Wendungen ein. In einer Rahmenhandlung sehen wir Vater und Tochter in einem Dialog. Maya will genau wissen, wie es war, als ihre Eltern sich kennen lernten, und sie will herausfinden, warum sie sich nun trennen wollen. Ryan erzählt, ohne selbst wirklich zu verstehen, warum es so kam, aber die Intuition der Tochter verhilft ihm zu neuen Sichtweisen.

    Seine Erinnerungen setzen im Jahr 1992 ein. Nach dem College als Wahlkampfhelfer in der Mannschaft Clintons sah er sich einer großen beruflichen Zukunft entgegen gehen. Geschickt verknüpft der Film Zeitgeschehen mit privaten Entwicklungen, ohne dabei platte Parallelen zu ziehen. Wie der Wahlkampf hin- und her-, geht auch die Liebeserfahrung auf und ab. Drei Frauen nehmen zentrale Rollen ein, doch jede verschwindet scheinbar aus einem anderen Grund genau in dem Moment aus Ryans Leben, als er ihr einen Verlobungsring überreichen will. Obwohl Ryan seine Schilderungen verrätselt, stellt Maya fest, welche der Frauen denn wirklich an ihrem Dad interessiert ist. Und zwingt ihn schließlich, es auf der Stelle heraus zu finden.

    Immer wieder spielt bei seinen Erinnerungen auch das Tagesgeschehen eine Rolle, und so werden die drei Frauen spannend charakterisiert und unverwechselbar gemacht. Emily, die kühle Blonde, Ryans College-Liebe und Mutter von Maya, trifft ihre Entscheidungen unumstößlich. Summer, Journalistin und Geliebte eines anderen, liebt den Luxus und die politischen Wahrheiten, eine schwer zu vereinbarende Mischung, und schließlich April, exotisch und dennoch treu und ewig verliebt in Ryan, verkörpern reizvolle Gegensätze.

    Dem Film gelingt es über weite Strecken, unterhaltsam die Spannung zu halten, wenn auch die Typisierung früh auf das Happy End einstimmt. Im dritten Akt treten zum Bedauern der Jury die Verweise auf das Umfeld Ryans, das zuvor die Handlung bereichert hatte, immer weiter zurück. Das Happy End wird nicht mehr beeinträchtigt von Clintons Praktikantinnen-Krise - als Sieg der Selbsterkenntnis und des Durchhaltevermögens von Maya gefeiert - und flacht gegenüber den ersten beiden Akten in Tempo und Einfallsreichtum leider etwas ab.

    Dennoch eine liebenswürdige Komödie mit stimmiger Besetzung, die auch in ihren nachdenklichen Momenten authentisch wirkt.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Die romantische Komödie von Autor und Regisseur Adam Brooks begleitet einen jungen Mann über einen Zeitraum von 16 Jahren. Drei Frauen kreuzen immer wieder seinen Weg. Es dauert tatsächlich so lange, bis Will, im Gespräch mit seiner kleinen Tochter, erkennt, wie die Liebe aussieht. Dieses Auf und Ab in Retrospektiven, unterbrochen von kurzen Szenen in der Gegenwart, hat seinen Reiz. Wills Begeisterung für die fremde Stadt, die drei unterschiedlichen Frauencharaktere und das detailgenau eingefangene Lebensgefühl in New York runden das Vergnügen ab. Dennoch wollen sich die vielen hübschen Einfälle nicht so recht zu einer Zielgeraden fügen, und dem Film geht auch eine Portion Spritzigkeit ab.

    Will, gespielt von Ryan Reynolds, ist weder Charmeur, noch geistiger Überflieger, sondern der Typ mit dem gesunden Menschenverstand, der es in New York am Anfang schwer hat. Doch er tut sein Bestes, denn er hat berufliche Träume und begeistert sich für Clintons Wahlkampf. Auch ist er so schlagfertige Frauen wie Kollegin April und die Journalistin Summer nicht gewöhnt, findet sie aber sehr inspirierend. Summer, gespielt von Rachel Weisz, ist eine schillernde Persönlichkeit, die mit einem älteren Professor so freizügig und dekadent lebt, wie ein Provinzler sich die Großstädter eben vorstellt. Dem guten Will beschert sie allerdings einen Karriereknick.

    Die rothaarige April, gespielt von Isla Fisher, ist der platonische Kumpel, der Will mit witzigen Sticheleien herausfordert. Und die bodenständige Emily, gespielt von Elizabeth Banks, ist doch mehr als nur eine gute Freundin. Abigail Breslin als Tochter Maya ist seit ihrer köstlichen Rolle in „Little Miss Sunshine“ deutlich gewachsen. Die kindliche Pummeligkeit ist einer naseweisen, mädchenhaften Altklugheit gewichen, die die junge Schauspielerin auch wieder sympathisch und ohne Eitelkeit darstellen kann.

    Kameramann Florian Ballhaus fängt die Lichter der Großstadt in vielen Abendaufnahmen über regennassem Pflaster ein. In den urigen Bars, vor allem aber an den kleinen Ruhepolen draußen im lebhaften Treiben, auf einer Parkbank, dem Dach eines Wolkenkratzers, taucht man förmlich ein in den Flair der Stadt. An manchen Plätzen strahlt sie eine Kiez-Heimeligkeit aus, an anderen wirkt sie hässlich und abgenutzt, aber immer bleibt sie gewaltig groß mit ihrer einmaligen Skyline.

    Mit der Zeit rächt sich aber, dass der Film nicht so sehr an den Charakteren interessiert ist, wie am Einfangen des Lebensgefühls. Wenn zum Beispiel Summer und Will sich nach Jahren wieder begegnen, ist die Geschichte nicht mehr nahe genug an ihnen dran, um die Spannung zu halten, bringt für ihre Veränderung nicht mehr die gleiche Aufmerksamkeit auf wie für die Anfänge. So hinterlässt vor allem Will einen etwas farblosen Eindruck.

    Fazit: Will erzählt seiner Tochter, welche Frauen er einst in New York traf: romantische Komödie mit stimmungsvollen Details, die aber auf Kosten des roten Fadens gehen.
  • Charmante romantische Komödie über einen Vater, der seiner Tochter die bevorstehende Scheidung und sein vorausgehendes Liebesleben zu erklären versucht.

    So zögerlich wie der Filmtitel muss kein Fan von Liebesgeschichten in seiner Entertainment-Entscheidung sein. Denn ihn erwartet hier ein süßes, aber nicht auf den Magen schlagendes Arrangement von väterlicher Bindung und romantischer Beziehung. Mitverantwortlich dafür ist Abigail Breslin, ehemals „Little Miss Sunshine“ und aktuell Hollywoods favorisiertes Verkaufsmodell für die Kombination Kind, pflegeleicht, klug und liebenswert. Als elfjährige Maya ist sie auch Initiator einer Tour durch das Liebesleben ihres Vaters Will (Ryan Reynolds), der kurz vor seiner Scheidung der Tochter erklären soll, wie er und ihre Mutter zusammenfanden. Damit nicht nur Maya, sondern auch der Zuschauer bei Wills amourösen Ausführungen neugierig bleibt, verändert der Erzähler die Namen der drei Damen, die als Mayas Mutter in Frage kommen. Ein Liebesmysterium nennt es die Tochter – und aufgeklärt wird es in vielen Rückblenden, in denen Hauptfigur Will 15 Jahre seines Lebens Revue passieren lässt. Es beginnt 1992, als ein kleiner Provinzträumer in New York eintrifft, um an der Präsidentschaftskampagne für Bill Clinton mitzuarbeiten. Nur geographisch, nicht aber emotional zurückgelassen hat er seine Collegeliebe Emily, die er einmal heiraten möchte. Konkurrenz taucht auf in Gestalt einer selbstbewussten Journalistin, die noch mit ihrem Professor zusammenlebt, und in der frühlingsfrischen April aus dem Wahlbüro, die nicht Bill Clinton, sondern die Gitarrenrocker The Smiths verehrt und als Wirbelwind Wills Leben etwas entstaubt. Nur als beste Freundin allerdings, hinter deren Abgeklärtheit sich aber eine romantische Seele verbirgt, die nicht nur eine bestimmte Ausgabe eines Buchs (Charlotte Brontes „Jane Eyre“), sondern auch eines Mannes sucht. Auch wenn kein großer gedanklicher Kraftakt nötig ist, um die beste Kompatibilität unter den Figuren zu erkennen und die finale Mutterfrage durch Grundprinzipien der Vererbungslehre einzugrenzen, folgt man diesem sympathischen Hollywoodmärchen gerne, weil es weniger platt manipuliert als andere, prominente Titel aus der Herzblattfabrik von Working Title („Tatsächlich Liebe“, „Bridget Jones“). Die Bezüge zur Politik und zur Clinton-Mania bleiben letztlich nur Background-Deko, denn entscheidend für die Unterhaltungsqualität sind die gut harmonierenden Stars Abigail Breslin, Isla Fisher (als April) und Ryan Reynolds, die nie überdosierten Gefühle und nicht zuletzt die Magie von Manhattan. kob.

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