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Verhüllter Reichstag 1971 - 1995

Kinostart: 04.09.1997

Filmhandlung und Hintergrund

Dokumentation über die vom Kunst-Event zum Medienspektakel mutierte Reichstagsverhüllung in Berlin.

Nach fast 20 Jahren gelang es dem Künstlerpaar Christo und Jeanne-Claude durch intensive Lobbyarbeit, ihre Idee vom verhüllten Reichstag zu verwirklichen. Das Kunst-Event im Sommer 1995 erlangte mit mehr als fünf Mio. Besuchern eine bis dato in Deutschland unbekannte Popularität und löste eine leidenschaftliche politische und ästhetische Debatte aus.

Mehr als fünf Millionen Besucher fanden im Sommer 1995 ihren Weg nach Berlin, um das Ereignis des verhüllten Reichtages auf sich wirken zu lassen. Ob Volksfest, Medienspektakel oder visionäre Kunst - dieser aufwendige Dokumentarfilm beleuchtet alle Aspekte von Christos und Jeanne-Claudes Verhüllungswerk.

Darsteller und Crew

  • Michael Hammon
    Michael Hammon
    Infos zum Star
  • Christo
    Christo
  • Jeanne-Claude
    Jeanne-Claude
  • Jörg Daniel Hissen
    Jörg Daniel Hissen
  • Wolfram Hissen
    Wolfram Hissen
  • Albert Maysles
    Albert Maysles
  • Jörg Widmer
    Jörg Widmer
  • Eric Turpin
    Eric Turpin
  • Dirk Grau
    Dirk Grau
  • Götz Filenius
    Götz Filenius

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Verhüllter Reichstag 1971 - 1995: Dokumentation über die vom Kunst-Event zum Medienspektakel mutierte Reichstagsverhüllung in Berlin.

    Mehr als zwanzig Jahre kämpfte Christo um sein Lieblingsprojekt: Den Berliner Reichstag unter silbrig-glänzender Folie verschwinden zu lassen. Als es im Sommer 1995 endlich soweit war, strömten Millionen zum „Wrapped Reichstag“ und feierten das futuristische Spektakel. Mit außergewöhnlichen Bildern haben die Filmemacher Wolfram und Jörg Daniel Hissens dieses Ereignis festgehalten und zu einem Film montiert, dessen Schönheit Christos Vision nachhaltig der Vergänglichkeit entreißt.

    Wie im Flug gleitet die Kamera über die glitzernden Flächen. Tanzt auf Simsen und Giebeln, taucht ein in das wogende Menschenmeer. Und wieder auf, wenn Sonne, Mond und Wolken das bizarre Tuchgebirge tönen. Beobachtet aber auch die Fassadenkletterer, wie sie das gleißende Gewebe mit blauen Seilen vertäuen, blickt auf Christo und Jeanne-Claude, wie sie zwischen Bangen und Hoffen hin- und hergerissen werden. Und kreist immer wieder um das gefesselte Symbol deutscher Macht und Umnachtung, ein Augenblick stillen Innehaltens, ehe die Bautrupps des neuen Bundestages ihr Werk beginnen.

    Bis zu diesem Zeitpunkt ist allerdings bereits eine gute Stunde zurückgelegt, in der das jahrelange Ringen um das Projekt nachgezeichnet ist. Christos Besuche bei Politikern und Lobbyisten sind ebenso auf Zelluloid festgehalten wie die hitzige öffentliche Debatte, in der über die Verhüllung gestritten wurde. Kursorisch schildert der Film auch, wie das Werk technisch realisiert wurde, begegnet den Menschen, die an seiner Entstehung beteiligt waren. Unter der Hand entsteht ein aufschlußreiches zeitgeschichtliches Mosaik, in das vom Geist der alten Bundesrepublik mehr eingeflossen ist als schillernde Oberfläche. Die gelungene Mischung aus Impressionen und Fakten ist durchaus angetan, in Verbindung mit dem Signet „Von Christo autorisiert“ mehr als ein kunstinteressiertes Publikum anzusprechen.

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