Die Eifelpraxis: Erste Hilfe aus Berlin

  

Filmhandlung und Hintergrund

Rebecca Immanuel in der Hauptrolle als Versorgungsassistentin in einer Landarztpraxis.

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Kritikerrezensionen

  • Die Eifelpraxis: Erste Hilfe aus Berlin: Rebecca Immanuel in der Hauptrolle als Versorgungsassistentin in einer Landarztpraxis.

    Vera Mundt, alleinerziehende Mutter, ist Krankenschwester aus Passion. Wegen der Kinder musste sie ihren Beruf aufgeben. Zuletzt hat sie sich mit Teilzeitjobs über Wasser gehalten, nun will sie zurück in die Festanstellung.

    Tatsächlich bekommt sie ein Angebot als Versorgungsassistentin eines Landarztes. Dafür muss sie allerdings mit ihren Kindern von Berlin in die Nähe der belgischen Grenze aufs Land ziehen. Für Vera ist das kein Problem, für Töchterchen Mia auch nicht, sie freut sich auf die Tiere; bloß der 16jährige Paul rebelliert. Auch sonst bedient sich Autorin Brigitte Müller („Der Bergdoktor“) diverser Versatzstücke: Selbstredend gibt es im neuen Haus, dessen Einrichtung ein Sammelsurium aus den Sechziger- und Siebzigerjahren ist, kein Internet. Außerdem muss sich Vera erst mal die Anerkennung ihres querschnittgelähmten neuen Chefs (Simon Schwarz) verdienen. Dafür ist Schulrektor Leon Ortmann (Janek Rieke) umso sympathischer.

    Im Grunde funktioniert „Die Eifelpraxis“ wie jede andere Arztserie: Rund um die zentralen Figuren werden diverse Erzählstränge geflochten, die je nach Geschick mehr oder minder plausibel miteinander verknüpft sind; so lassen sich auch unterschiedliche Tonarten kombinieren. Weil sich Vera nicht bloß als Servicekraft sieht, die einem Patienten den Verband wechselt und dann zum nächsten eilt, hinkt sie alsbald dem engen Zeitplan hinterher. Außerdem geht es natürlich um mehr als bloß um vordergründige Wehwehchen: Ein Bankdirektor (Max Herbrechter), der einen Autounfall hatte, entpuppt sich als lebensmüde, ein pensionierter Amtsrichter (Felix von Manteuffel) beschuldigt seine polnische Haushaltshilfe (Karolina Lodyga), ein wertvolles Buch gestohlen zu haben. Zu allem Überfluss geht ständig Veras Auto kaputt; vom Ärger mit dem renitenten Paul ganz zu schweigen.

    Das klingt alles etwas überfrachtet, aber Regisseurin Sibylle Tafel ist erfahren genug, um die verschiedenen Ebenen nicht episodisch aneinanderzureihen. Schon der fast verschwenderisch aufwändig gestaltete Einstieg, als Vera zum Vorspann innerhalb einer guten Minute in diversen gänzlich unterschiedlichen Jobs zu sehen ist, gibt einen Vorgeschmack auf die Komplexität des Films, selbst wenn die Umsetzung alles andere als originell ist; Veras Autofahrten durch die Eifel zum Beispiel legen die Vermutung nahe, dass Bildgestalter Thomas Etzold erstmals die Vorzüge einer Kameradrohne entdeckt hat. Immerhin sorgt er für Aufnahmen, die auch den regionalen Sparkassenkalender schmücken würden. Die Rureifel und gerade das belgische Grenzgebiet sind filmisch ohnehin noch weitgehend unerschlossen. Zumindest die Außenaufnahmen für „Eifelpraxis“ sind zu großen Teil in und um Monschau entstanden; das Städtchen war auch schon Schauplatz des Degeto-Films „Weihnachten für Einsteiger“ (2014). Ähnlich sehenswert sind die Leistungen der Darsteller. Rebecca Immanuel ist in ihrer Rolle als empathische Krankenschwester jederzeit glaubwürdig, und gerade die beiden filmisch noch unerfahrenen jungen Männer, Tom Böttcher (als Paul) und Sebastian Griegel (als Sohn des Bankdirektors), hat Tafel ausgezeichnet geführt. tpg.

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