Vater aus Liebe

  1. Ø 0
   2008
Vater aus Liebe Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Vater aus Liebe: TV-Familiendrama über das Thema, dass leibliche Verwandtschaft nicht das Maß aller Dinge sein sollte, wenn es um das Recht auf Liebe und Zuneigung geht.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Freitags im “Ersten” ist die Welt noch überschaubar. Es gibt gute Menschen und böse Menschen, aber am Ende wird alles gut. Weil die Drehbücher konsequent für Zuschauerinnen geschrieben sind, sind auch die Rollen klar verteilt: Meist müssen sich patente weibliche Hauptfiguren in einer feindlichen Männerwelt behaupten. In diesem Fall, der Titel signalisiert das bereits, liegen die Dinge etwas anders.

    Hier ist der Mann der Gute, und seine böse Ex macht ihm das Leben schwer. Opfer der Geschichte von Nicole Walter-Lingen ist das gemeinsame Kind: Die Eltern des kleinen Marco (Jonas Hämmerle als kulleräugiger Wuschelkopf) haben sich vor einiger Zeit getrennt, der Sohn ist bei der Mutter (Tina Ruland) geblieben. Aber Felix (Uwe Bohm) ist keiner dieser sprichwörtlichen abwesenden Väter. Er kümmert sich liebevoll um den Jungen. Dabei vergessen die beiden manchmal die Uhr, und deshalb muss Mutter Judith immer wieder schimpfen; aber vielleicht ist sie auch bloß eifersüchtig. Als Felix den Kleinen wieder mal zu spät heimbringt, rastet Judith aus und will ihm gerichtlich den Umgang mit Marco verbieten lassen. Dabei spielt sie einen Trumpf aus, der Felix den Boden unter den Füßen wegzieht: Ein Test beweist, dass er gar nicht Marcos leiblicher Vater ist.

    Weil dieser Konflikt für einen Freitagsfilm viel zu existenziell gewesen wäre, hat die Autorin flugs eine weitere Figur ersonnen, die dem kleinen Marco mütterlich zur Seite steht: Judiths beste Freundin Christine (Bettina Kupfer) ist eigentlich Anwältin für Wirtschaftsrecht, sattelt aber kurzfristig um, damit sie die zarte Kinderseele schützen kann. Dass sie dabei frohgemut ihre Kündigung in Kauf nimmt, belastet die Glaubwürdigkeit der Geschichte zwar enorm, aber die Wirtschaftsexpertin nimmt man Frau Kupfer ohnehin nicht ab. Um das Maß voll zu machen, kann Christine nebenbei auch noch eine alte Rechnung mit ihrem verwitweten Vater (Michael Degen) begleichen, der die Tochter seit dem frühen Tod der Mutter schmählich vernachlässigt hat.

    Man versteht zwar nicht so ganz, warum sich Judith, ihrem biblischen Vorbild folgend, derart unleidlich gegenüber dem einstigen Lebensgefährten verhält, denn eigentlich ist das Leben im beschaulichen Bergischen Land beinahe idyllisch; materielle Sorgen sind ihr aus unerfindlichen Gründen gänzlich fremd. Dafür ist es um so erfrischender, dass Autorin Walter-Lingen die Frauenfreundschaft nicht nibelungenhaft triumphieren lässt, zumal Uwe Bohm den Scheinvater als richtig guten Kinderkumpel spielt (Regie: Imogen Kimmel). Gegen Ende kommt der eine oder andere Sinneswandel dann zwar etwas plötzlich, aber ein versöhnlicher Schluss gehört nun mal zu den ehernen Prinzipien des Sendeplatzes. tpg.

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