Unstoppable - Außer Kontrolle

  1. Ø 0
   2010
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Filmhandlung und Hintergrund

Unstoppable - Außer Kontrolle: Atemlose Nonstop-Action von Tony Scott, in der Denzel Washington und Chris Pine einen außer Kontrolle geratenen Zug stoppen müssen, bevor es zur Katastrophe kommt.

„Das Biest“ ist los. Das ist Spitzname einer mächtigen, außer Kontrolle geratenen Lokomotive, die eine gefährliche Ladung mit giftigen Substanzen transportiert, mit Höchsttempo durch das Land rast und alles aus dem Weg räumt, was sich ihr entgegenstellt. Um eine sichere Katastrophe in einem dicht besiedelten Gebiet zu verhindern, ersinnen ein erfahrener Ingenieur und ein junger Lokführer einen irrwitzigen Plan, wie sie das Biest bezwingen können.

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Kritikerrezensionen

  • Trotz reichlich bekannter Grundidee ein unglaubliches Spannungsmonstrum, für das es eigentlich eine Rezeptpflicht geben müsste.
  • Tony Scott bleibt seinem Lieblingsschauspieler Denzel Washington treu. In ihrem fünften gemeinsamen Film in den letzten 15 Jahren geht es wie schon in ihrer letzten Zusammenarbeit, „Die Entführung der U-Bahn Pelham 123“, um einen außer Kontrolle geratenen Zug, mit dem feinen, aber entscheidenden Unterschied, dass Washingtons Gegenspieler diesmal kein Bösewicht, sondern der in der Tradition von „Runaway Train“ dahinratternde Zug selbst ist – und er mit Chris Pine einen charismatischen Partner an der Seite hat. Ein explosiver Nonstop-Action-Event.
  • Ein Actionfilm ohne Schießerei und Autojagden, dafür mit einem führerlosen Güterzug, der auf seinem Gleis dahinrattert, bis er entweder entgleist oder gestoppt wird – kann das spannend sein? Regisseur Tony Scott sorgt dafür, dass die Antwort für „Unstoppable – Ausser Kontrolle“ eindeutig Ja lautet. Die Geschichte an sich ist so wenig raffiniert wie der tumb rollende Koloss auf den Schienen, aber ihre Wirkung nimmt verblüffende Ausmaße an. Die massive Kraft, die ein solcher Zug symbolisiert, wird entsprechend ins Bild gesetzt. Auch emotional setzt die Inszenierung auf Zusammenballung, indem sie verschiedene Schauplätze vernetzt, an denen Helfer und Beobachter postiert sind.

    Die Geschichte spielt in einer Industrieregion im Osten der USA, die ihre besten Zeiten hinter sich hat. Die Arbeiter, die an zwei verschiedenen Rangierbahnhöfen an einem Oktobermorgen ihren Dienst beginnen, gehören einer gesellschaftlichen Schicht an, die sich keinen Illusionen über die Zukunft macht. Der von Denzel Washington gespielte Frank Barnes zum Beispiel, der seit 28 Jahren dabei ist, hat längst mitbekommen, dass die Eisenbahngesellschaften Leute wie ihn einsparen wollen, indem sie jüngere Kräfte einstellen. Seinen neuen Kollegen Will Colson, den Chris Pine darstellt, heißt er deswegen nicht gerade willkommen. Bei manchen Arbeitern wird die gedrückte Stimmung durch private Probleme verstärkt. Die Nachlässigkeit eines Rangierers, die nur wenige Momente dauert, kommt da so unscheinbar daher, als könnte sie jeden Tag passieren.

    Auch wenn man hoffen darf, dass Güterzüge, die solches Gefahrgut transportieren, in der Regel besser bewacht werden, hier ist die Lok 777 mit ihren Waggons nur ein Objekt, das mal eben auf ein anderes Gleis soll. Aber der Koloss nimmt aus Schrittgeschwindigkeit so schnell Fahrt auf, dass der nebenher laufende Arbeiter nicht mehr aufspringen kann. Die von Rosario Dawson gespielte Rangiermeisterin Connie Hooper beginnt ihren Dienst, als der Zug das Gelände schon verlassen hat. Sie will ihn zum Entgleisen bringen, solange er noch durch ländlichen Raum fährt, doch ihr Vorgesetzter ist dagegen. Die Versuche, den Zug umzuleiten, abzubremsen und einen Mann aus einem Hubschrauber auf die Lok abzuseilen, scheitern.

    Das ist die Stunde der einsamen Helden, der Freiwilligen, die ihr Leben riskieren, um eine Katastrophe zu verhindern. Frank und Will nehmen diese Rollen gegen Widerstand von oben ein und legen ihre anfänglichen Schwierigkeiten beiseite. Dabei feiert der Film nicht plakativ übertrieben das individuelle Heldentum, er rückt vielmehr wieder ins Bewusstsein, dass es verantwortungsvolles Handeln unabhängig von Hierarchiestufen gibt und Einzelpersonen in einer hochtechnisierten Welt auch im positiven Sinn eine größere Rolle spielen, als man gemeinhin annimmt.

    Der Kampf des Menschen gegen den stählernen Riesen, der mit 70 km/h Kurs auf eine fatale Kurve in der Stadt Stanton nimmt, ist weitgehend ohne digitale Effekte, mit reellen Stunts inszeniert. Nur so vermittelt sich die zerstörerische Wucht des Güterzuges, seine mechanische Wirkung, die Personen wie Ameisen zu zermalmen droht. Das einzige Zugeständnis an die modernen Zeiten, das sich der Film gestattet, trägt er allerdings dick auf: Die mediale Öffentlichkeit ist allgegenwärtig, das ganze Land sitzt vor dem Fernseher, um die Fahrt live mitzuerleben, natürlich auch Franks Töchter, Wills Ehefrau. Hubschrauber fliegen die ganze Zeit neben der Lok her, um sie zu filmen, sie können die Fahrt nicht stoppen, aber dafür sorgen, dass Frank und Will echte Filmhelden werden.

    Fazit: Sehr spannender Actionfilm, der den Kampf zweier Menschen gegen einen führerlosen Güterzug realistisch inszeniert.
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