Ungeküßt

   Kinostart: 18.11.1999

Filmhandlung und Hintergrund

Unbeschwerte Highschool-Komödie über eine junge Journalistin, die dazu verdammt wird, ein zweites Mal in die Schule zu gehen.

Die unbeholfene Josie arbeitet für eine Tageszeitung und wird von ihrem Chef wieder in die Schule geschickt, wo sie heiße Storys auftreiben soll. Ein Alptraum für Josie, die die Schule immer gehaßt hat und jetzt erneut von ihren Mitschülern als häßliches Entlein verlacht wird. Doch durch Eingreifen ihres coolen Bruders gelingt Josie der Abschluß an die In-Clique - und ein süßer Lehrer läßt romantische Gefühle in ihr aufkeimen.

Josie arbeitet bei einer Chicagoer Tageszeitung. Für ihre erste Undercover-Reportage wird die 25-Jährige von ihrem Boss zurück an die Schule geschickt, wo sie heiße Stories aufspüren soll. Das Problem dabei ist, dass Josies eigene Schulzeit die reine Hölle war. Jetzt will sie alles besser machen. Doch auch diesmal wird sie wegen ihrer ungeschickten Art und den unhippen Klamotten als unpopuläre Außenseiterin abgestempelt. Erst als sich ihr cooler Bruder Rob einschaltet, scheinen Josies Chancen, bei der In-Clique aufgenommen zu werden, zu steigen.

Für ihre erste Undercover-Reportage wird die 25-Jährige Journalistin Josie von ihrem Boss zurück an die Schule geschickt, wo sie heiße Stories aufspüren soll. Handwerklich solide inszeniert und konventionell fotografiert, bietet „Ungeküsst“ für Hauptdarstellerin Drew Barrymore Gelegenheit, als hässliches Entlein zu agieren und das eigene Image zu persiflieren.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ungeküßt: Unbeschwerte Highschool-Komödie über eine junge Journalistin, die dazu verdammt wird, ein zweites Mal in die Schule zu gehen.

    Mit Hits wie „Eine Hochzeit zum Verlieben“ und „Für immer und ewig“ etablierte sich Drew Barrymore dank ihres liebenswert-natürlichen Charmes als Everybody’s Darling. Trotz ihres jungen Alters bereits ein alter Hase im Hollywoodgeschäft, übt sich das ehemalige wild child für die romantische Komödie „Never Been Kissed“ nun erstmals auch als ausführende Produzentin. Ganz im Trend der aktuellen Highschool-Komödien wie „Eine wie keine“ oder „Varsity Blues“ liegend und ebenfalls an eine typische John-Hughes-Inszenierung der 80er Jahre erinnernd, konnte „Never Been Kissed“ das Interesse der Teens bei einem Startwochendeinspiel von 11,8 Mio. Dollar zwar nur in Maßen vom Sci-fi-Blockbuster „Matrix“ ablenken, positionierte sich dank seiner geringen Produktionskosten aber dennoch als veritabler Geldbote für Fox.

    Originalität hat diese „Aschenputtel“-Variante mit obligatorischer Botschaft von Nächstenliebe und Toleranz nicht im Sinn. Stattdessen verlassen sich die Filmemacher auf die erprobte Formel zahlloser Teeniekomödien. Die Affinität zu dem Oeuvre eines John Hughes („Breakfast Club - Der Frühstücksclub“) kommt nicht von ungefähr, da Regisseurin Raja Gosnell („Wieder allein zu Haus“) in enger Zusammenarbeit mit ihm für den Schnitt der beiden ersten „Kevin“-Teile verantwortlich zeichnete. Dankenswerterweise schwelgt sie nicht übertrieben in Hughes‘ patentierten Slapstick-Sadismus, doch muß Barrymores Figur im Namen des Humors in guter Hughes-Holzhammer-Manier zahlreiche grausame Demütigungen über sich ergehen lassen und schon mal unbeholfen gegen geschlossene Türen rennen.

    Aber ein bißchen passen die Unbeholfenheiten auch zu der 25jährigen Josie Gellar, die erfolgreich bei einer Chicagoer Tageszeitung arbeitete und im Leben noch nie geküßt wurde. Für ihre erste Undercover-Reportage wird sie von ihrem Boß (Garry Marshall) zurück in die Schule geschickt, wo sie heiße Stories aufspüren soll. Das Problem ist, daß Josies eigene Schulzeit die absolute Hölle war. Rückblanden zeigen sie mit Zahnspange, Pickeln und borstigen Besenhaaren als häßliches Entlein, daß am Abend ihres Abschlußballs von ihrem Schwarm eine furchtbare Entwürdigung erfährt. Ihre Rückkehr zur Penne bietet Josie nun also Gelegenheit, die Uhr zurückzudrehen und diesmal alles besser zu machen. Doch ihre trampelig-ungeschickte Art und ihre unhippen Klamotten (die schrillen Kostüme gehen auf das Konto von „Clueless - Was sonst“-Designerin Mona May) stempeln sie alsgleich als unpopuläre Außenseiterin ab, mit der sich lediglich die Brillenschlange Aldys (die niedliche Leelee Sobieski aus „Deep Impact“, die jede Szene spielend an sich reißt) anfreundet. Erst als Josies cooler Bruder Rob (David Arquette) sich einschaltet, gelingt Josie die Aufnahme in die In-Clique der Schule („Heathers“ und dessen Kopie „Jawbreaker“ lassen grüßen). Dann wäre da noch ihr schnuckeliger Englischlehrer Sam (Michael Vartan), doch ihrer aufkeimenden Romanze wird minimale Aufmerksamkeit gewidmet, da eine Schüler-Lehrer-Beziehung für eine brav-konservative Komödie wie diese wohl doch einen Tick zu unmoralisch wäre. Erst nach Josies flammender Offenbarungsrede bei der Prom, kommt es mit einem langen, leidenschaftlichen Kuß zum sirupsüßen Happy End.

    In den USA von einer massierten Trailer- und TV-Kampagne unterstützt und sehr clever zwischen Märchen und „Verrückt nach Mary“ als Must-see-movie plaziert, melkt Gosnell jede sich bietende Gelegenheit, Drew Barrymores properen Charme in den Mittelpunkt zu rücken. Und während die Starnymphen Gwyneth Paltrow und Cameron Diaz unerreichbare Sterne zum Anhimmeln bleiben, vermitteln Barrymores rosige Bäckchen und gewinnendes Lachen unmittelbare Komplizenschaft mit dem Zielpublikum: Nicht hübsch, aber attraktiv und auf unschuldige Weise sexy, ist sie die wohl schlagkräftigste Geheimwaffe unter Hollywoods Twens. „Never Been Kissed“ weiß das vortrefflich zu nutzen. ara.

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