Trees Lounge

  1. Ø 0
   1996
Trees Lounge Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Trees Lounge: Humorvolles Porträt eines Long-Island-Verlierers von und mit Independent-Ikone Steve Buscemi.

Tommy, ein charmanter Trinker und Taugenichts, vertreibt sich seine Tage und Nächte damit, in der Bar Trees Lounge herumzuhängen, mit seinen Freunden zu zechen und One-Night-Stands aufzureißen. Tommys Leben ist völlig aus den Fugen geraten, er hat seinen Job und seine Freundin verloren. Erst nach einer mißglückten Romanze mit der minderjährigen Debbie sieht er die Notwendigkeit für einen Neuanfang.

Tommy ist ein Trinker und Taugenichts. Die meiste Zeit verbringt er in der Kneipe unter seiner Wohnung Trees Lounge. Dann verliebt er sich in ein minderjähriges Mädchen. Humorvolles Porträt eines Long-Island-Verlierers von und mit Independent-Ikone Steve Buscemi.

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Kritikerrezensionen

  • Steve Buscemi, der Schauspieler, ohne den nahezu kein zeitgenössischer Independent-Film auskommt, gibt mit „Trees Lounge“ sein Regiedebüt: Angelegt als sorgfältige Charakterstudie eines charmanten Trinkers und Taugenichts‘ wirft der Film ein helles, doch warmes Licht auf das Leben im Vorort-Milieu der New Yorker Arbeiterklasse.

    In Interviews in Cannes, wo „Trees Lounge“ dieses Jahr in der „Directors Fortnight“ gezeigt wurde, wollte Buscemi seinen Film vor allem als spekulative Autobiografie verstanden wissen; als Überlegung, welchen Lebensweg er wohl eingeschlagen hätte, wenn er Long Island nicht verlassen hätte, um Schauspieler zu werden. Wenn der Regisseur also die Figur des Tommy (gespielt von Buscemi selbst) als sein Alter ego bis in die Morgenstunden in der schäbigen Bar „Trees Lounge“ herumhängen läßt, beweist er neben einer gehörigen Portion Selbstironie vor allem einen scharfen Blick für die Menschen der amerikanischen Blue-Collar-Schicht. Das Trees Lounge ist Tommys zweites Zuhause. Hier schnorrt und flirtet er, der seinen Job als Automechaniker verloren hat, sich durch die Nächte, um die Tage in seinem heruntergekommenen Appartement gleich über der Bar zu verschlafen oder ziellos durchs Viertel zu streifen. Nach und nach wird sein Leben aufgeblättert, wird sein Freundeskreis vorgestellt: Da ist Mike (Mark Boone Jr.), der Geld hat, aber unter einer kaputten Ehe leidet, da ist sein bester Freund Rob (Anthony LaPaglia), der jetzt mit Tommys Ex-Freundin Theresa (Elizabeth Bracco) zusammen ist, die wiederum schwanger ist und nicht weiß, von wem. Und da ist die 17jährige Debbie („Kids“-Entdeckung Chloe Sevigny), die in Tommy verschossen ist und ihm nach einer gemeinsamen Nacht handfesten Ärger mit ihrem Vater (Danny Baldwin) einbrockt. Gemächlich begleitet die Kamera Tommy durch seine kleinen Abenteuer und Alkoholeskapaden, und Buscemis Vertrautheit mit seinem Milieu läßt die Szenen fast dokumentarisch wirken. Es dauert eine Weile, bis man sich an den spröden, sich fest auf das Improvisationstalent seiner Darsteller verlassenden Inszenierungsstil Buscemis gewöhnt hat. Doch aus dem Miteinander der Schauspieler – auch Stars wie Samuel L. Jackson oder Mimi Rogers geben sich in Kurzauftritten die Ehre – entspringt soviel herzlicher Humor und unprätentiöse Tragik, daß man dem Loser Tommy selbst in die finsterste Sackgasse seines Lebens folgen möchte. Buscemis größter Verdienst freilich ist, seinen Status als Kultstar aus den Werken von Independent-Epigonen wie Tarantino, Rodriguez oder den Coen-Brüdern völlig außen vor zu lassen und in seinem eigenen kleinen Film auf jede augenzwinkernde „Coolness“ zu verzichten. „Trees Lounge“ ist ein charmanter, von der Ernsthaftigkeit eines John Cassavetes beseelter Low-Budget-Film von der Art, wie sie auf Festivals und in Programmkinos verdientermaßen Anerkennung und Publikum finden. evo.

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