Trau' niemals deinem Schwiegersohn

  1. Ø 0
   2006
Trau' niemals deinem Schwiegersohn Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Trau' niemals deinem Schwiegersohn: TV-Komödie: Walter Sittler als Vater, der sich so gar nicht mit dem Auserwählten seiner Tochter anfreunden will.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Wer nicht gerade einen wirklich schlechten Tag hinter sich hat, wird diese Sat-1-Komödie mit einem breiten Grinsen im Gesicht beenden.

    Deshalb kann man sogar großzügig darüber hinwegsehen, dass sich der Film unverhohlen an dem Kinoknüller „Meine Braut, ihre Eltern und ich“ orientiert. Sogar der Arbeitstitel belegt die Verwandtschaft („Meine Tochter, ihr Freund und ich“), selbst wenn er verdeutlicht, dass hier nicht der Schwiegersohn im Zentrum steht. Aber das scheint bei Sat.1 Methode zu haben: Man lässt sich, wohlwollend formuliert, von populären Vorbildern inspirieren; „Ein Familienschreck kommt selten allein“ war zuletzt eine unverhohlene Variation des Hollywood-Films „Der Apartmentschreck“, und im Vorjahr war „Das Gespenst von Canterville“ sogar das erfolgreichste TV-Movie des Senders. Allerdings gibt es einen nicht unmaßgeblichen Aspekt, der Sat.1 (noch) vor der Kritikerschelte schützt: Die Geschichten sind nicht nur komplexer, sondern auch pointierter erzählt. Man muss Autorin Annette Simon und Regisseur Michael Kreihsl einfach attestieren, dass ihr Film unglaublich viel Spaß macht.

    Vielleicht liegt das auch am konsequenten Beibehalten der Perspektive, denn die Geschichte wird fast ausschließlich aus der Sicht des Schwiegervaters erzählt. Den wiederum stattet Walter Sittler mit so viel Würde aus, dass selbst die Slapstick-Szenen der Figur nichts anhaben können. König heißt der arme Mann sinnigerweise, ist Anwalt von Beruf und drauf und dran, seine Tochter zu verlieren. Dabei hat eigentlich Chris (Arne Lenk) das Mitgefühl verdient, denn Gerhard zieht alle Register, um den jungen Mann wieder aus der Familie zu ekeln.

    Kreihsl inszeniert gerade die komischen Momente mit eindrucksvollem Gespürs fürs richtige Timing. Andererseits hat Sittler mitten im Film eine lange melancholische Szene, die König endgültig sämtliche Sympathien sichert, als sich Gerhard, aus dem Schlafzimmer verbannt, den Erinnerungen an die unbeschwerte Kindheit seiner Tochter (passt famos in das Ensemble: Jana Klinge) hingibt. Den Rest besorgen die vielen hübschen Details am Rande, bei denen Gastdarsteller wie Bülent Sharif oder Oliver Wnuk in kleinen Rollen große Auftritte hinlegen. tpg.

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