Tödliches Vertrauen

  1. Ø 5
   2002
Tödliches Vertrauen Poster

Filmhandlung und Hintergrund

Tödliches Vertrauen: Eine Forstarbeiterin stößt im Wald auf eine Frauenleiche und wird bald darauf selbst bedroht...

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Wuchtig wacht die Herkules-Statue über den Bergpark Wilhelmshöhe: unzweifelhafter Ausdruck eines puren Machtanspruchs, den einst der Landgraf von Kassel damit dokumentieren wollte. Jene Kammern im Berg, die der kühlen Lagerung von Wein und Lebensmitteln während der rauschenden Feste dienten, nutzt heute ein Serienmörder, der seit Jahren die Gegend in Angst und Schrecken versetzt: Hier hält er seine Opfer gefangen, bis er sie scheinbar laufen lässt und dann wie Wild zu Tode hetzt. Seine Machtlust stillt er zudem mit einer jungen Frau, die er schon seit eineinhalb Jahren in dem Verlies eingesperrt hält.

    „Tödliches Vertrauen“ ist der Titel dieses packenden ZDF-Thrillers, weil alle Opfer den Mörder anscheinend aus freien Stücken in den Wald begleitet haben. Geschickt gelingt es Regisseur Johannes Grieser und dem Drehbuchautor Timo Berndt erstaunlich lang, die Geschichte offen zu halten. Der Film beginnt mit dem ersten Arbeitstag einer Forstarbeiterin (Barbara Rudnik), die prompt auf eine neue Leiche stößt. Weil sich der zuständige Kommissar (Christian Redl) als zwar besessener, aber offenbar auch unfähiger Ermittler entpuppt, mischt sich Johanna Dorn mehr und mehr ein. Bestärkt wird sie von der Mutter jener Frau, die schon so lange verschwunden ist. Kommissar Tönning geht auf die wiederholte Bitte der Mutter um weitere Nachforschungen nicht ein, weil er glaubt, das Mädchen sei bloß abgehauen. Bald zeigt sich, dass Forstvorarbeiter Markwart (Thomas Sarbacher) ein etwas gestörtes Verhältnis zu Frauen hat; und im Wald kennt er sich zwangsläufig auch gut aus. Gemeinsam mit dem Rentner Kortens (Otto Sander), der einst das erste Opfer fand, ermittelt Johanna auf eigene Faust, nicht ahnend, dass sie dem Täter genau in die Arme läuft.

    Mit Kassel, der Heimatstadt der drei prominenten Hauptdarsteller wie auch von Produzent Hubertus Meyer-Burckhardt, hat die Geschichte den perfekten Drehort gefunden. Als Produktionshintergrund völlig unverbraucht, hat die nordhessische Stadt einige reizvolle Schauplätze zu bieten. Zum weitaus größten Teil jedoch spielt der Film natürlich im Wald, der ja nicht erst seit dem „Blair Witch Project“ ohnehin eine perfekte Gruselkulisse bietet. Noch mehr Genuss bereiten allerdings die von Berndt sorgfältig entwickelten Figuren, die ausnahmslos mehr sind, als sie zu sein scheinen; einzig der Kommissar bleibt bis zum Schluss die tragische Figur der Handlung. tpg.

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