Tödlicher Umweg

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   2003
Tödlicher Umweg Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Tödlicher Umweg: Ein Schauspieler ist ohne sein Wissen Hauptdarsteller in einer mörderischen Reality-Show.

Schauspieler Adrian (Ken Duken) steht vor dem großen Karrieresprung. Doch ausgerechnet auf dem Weg zum Set seines ersten Hauptrollenengagements wird er auf abgelegener Piste unfreiwilliger Unfallzeuge. Seltsam übereifrige Provinzbüttel nötigen ihn zum Verbleib in einem einsamen Bergnest und eine schöne Frau mit diffuser Absicht nimmt den attraktiven Fremdling ins Visier. Als Adrian dann auch noch des Mordes verdächtigt wird, kann er bald kaum mehr zwischen Fiktion und Realität unterscheiden.

Von den Wonnen der schönen neuen Medienwelt erzählt der aus Österreich stammende Wahl-New-Yorker Curt M. Faudon in seinem Spielfilmdebüt. Ein Kleinod fürs Arthouse-Publikum.

Eine in Aussicht gestellte Hauptrolle lockt den jungen Schauspieler Adrian unter mysteriösen Umständen in ein einsames Bergdorf: Auf der Fahrt zu einem Casting wird er Zeuge eines Autounfalls, dann von der Polizei festgehalten und schließlich im nahen Dorf, in dem er Unterschlupf sucht, für einen Mörder gehalten – bis er wirklich einer zu werden droht.

Jungschauspieler Adrian lernt auf der Fahrt zum Casting irgendwo in den Alpen eine mysteriöse Blondine und deren eifersüchtigen Liebhaber kennen. Als er wegen eines Erdrutsches die Route ändern muss und in einem verschlafenen Bergdorf landet, trifft Adrian nicht nur erneut auf das ominöse Pärchen, sondern gerät auch noch unter Mordverdacht. Während der Polizist Karl immer mehr Beweise für die Schuld des Mimen findet, erkennt Adrian, dass man ihn als Marionette für ein teuflisches Spiel missbraucht. Oder…?

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Es muss nicht immer Komödie, Kinderfilm oder Zeichentrick aus deutschen Landen sein. Neben Mennan Yapos Thriller „Lautlos“ will im April auch die britisch-deutsch-österreichische Koproduktion „Tödlicher Umweg“ stattdessen mit Action und Nervenkitzel ein breites Publikum generieren. Die mit Jungmime Ken Duken, TV-Größe Sebastian Koch und Eva Hassmann („Otto – Der Katastrofenfilm“) interessant besetzte Mixtur aus Peter Weirs „Truman Show“ und David Finchers „The Game“ erreicht zwar nicht die Klasse ihrer Vorbilder, bietet aber durchaus ansprechende Unterhaltung der (manchmal unfreiwillig?) humorvollen und auch spannenden Art.

    Unter der Regie des in New York lebenden Österreichers Curt Faudon, der bisher als Macher von Dokumentationen wie „Überwintern – Ein anderes Tirol“ oder „Steiermark – Leben im Weinland“ in Erscheinung trat, darf Ken Duken („100 Pro“) sich selbst spielen – den aufstrebenden Jungschauspieler Adrian, der sich gerade auf einer Autofahrt von den österreichischen Alpen zu einem Casting nach München befindet. Nach einer seltsamen Begegnung mit einer mysteriösen Blondine (lebt von ihren physiognomischen Qualitäten: Eva Hassmann) und deren eifersüchtigen Liebhaber (wie gewohnt souverän: Sebastian Koch) sowie einer durch einen Bergrutsch verursachten Änderung des Routenplans landet Adrian schließlich in einem verschlafenen Bergdorf. Dort läuft er nicht nur dem ominösen Pärchen wieder über den Weg, sondern gerät auch noch unter Mordverdacht. Und während der Polizist Karl (August Schmölzer) immer mehr Beweise findet, die den jungen Schauspieler belasten, erkennt Adrian plötzlich, dass er lediglich als Marionette für ein teuflisches Spiel missbraucht wird. Oder ist es am Ende gar er selbst, der hier die Fäden zieht? Wer ist wirklich er selbst und wer spielt nur eine Rolle, wer hat die Macht und wer ist das Opfer? Jetzt gilt es für alle Beteiligten, die Grenzen zwischen Sein und Schein auszuloten.

    Im Gegensatz zur „Truman Show“, bei der der Zuschauer stets einen Informationsvorsprung gegenüber dem bedauernswerten Titelhelden besitzt, sieht sich der Betrachter bei „Tödlicher Umweg“ zunächst mit einem klassischen Krimistoff konfrontiert. Dessen Dramaturgie funktioniert indes nur bedingt, da etwaige Spannungsmomente durch hölzerne Dialoge und das manierierte Spiel der Darsteller – allen voran Ken Duken und Eva Hassmann – weitgehend eliminiert werden. Erst als das Publikum erfährt, dass hier in Wirklichkeit eine Reality-Show im großen Stil abgezogen wird, geraten die unfreiwillig komisch wirkenden Elemente in den Hintergrund und es kommt eine gewisse Spannung auf. Einige Spezialeffekte wurden für europäische Verhältnisse befriedigend inszeniert, wenn auch die Geräusche auf der Tonspur mehr implizieren als auf der Leinwand tatsächlich zu sehen ist. Adäquat unwirtlich die raue Bergwelt, für die Kärnten der ideale Schauplatz war, trefflich besetzt der sowohl im Kino („Das fliegende Klassenzimmer“) als auch im Fernsehen („Die Manns“) populäre wie erfolgreiche Sebastian Koch als zwielichtig-brutaler Strippenzieher, etwas übereifrig Ken Duken, dessen letzten beiden Arbeiten „Kiss & Run“ und „Nitschewo“ bis dato nicht ins Kino kamen, und reichlich überfordert Eva Hassmann, die hier an die Grenzen ihrer Ausdrucksmöglichkeiten stößt. Dennoch ist es absolut lobenswert, dass sich deutschsprachige Filmemacher immer wieder neuen Herausforderungen stellen und sich auch in anderen Genres versuchen. Unter diesem Aspekt darf „Tödlicher Umweg“ also durchaus als gelungenes Experiment angesehen werden. lasso.

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