Tödliche Weihnachten

  1. Ø 5
   1996
Tödliche Weihnachten Poster

Filmhandlung und Hintergrund

Seit einer kompletten Amnesie vor acht Jahren lebt Samantha Caine ein glücklich-biederes Leben. Sie wird von ihrer Vergangenheit als staatlich subventionierte Superkillerin eingeholt, als diverse Feinde von der neue Existenz Samanthas erfahren. Nachdem sie dank der Hilfe des Privatdedektivs Mitch diversen Anschlägen entkommen kann, schickt sich sich an, ihre Vergangenheit zu entschlüsseln.

Samantha Caine leidet unter Gedächtnisverlust. Nach einem schweren Autounfall erinnert sie sich jedoch plötzlich wieder an Teile ihrer Vergangenheit. Gewißheit über ihre frühere Identität erlangt sie schließlich, als sie nur knapp einem Mordanschlag entgehen kann: Samantha war vor acht Jahren Profi-Killerin des CIA. Um Klarheit darüber zu bekommen, wie es zu der Amnesie gekommen ist, engagiert sie den Privatdetektiv Mitch Henessey. Eine gefährliche Odyssee durch die Welt der organisierten Kriminalität beginnt.

Die biedere Hausfrau Samantha wird zur knallharten Terminatrix, als sie sich stückchenweise an ihre Agenten-Vergangenheit erinnert. Mit Privatdetektiv Mitch wehrt sie die Angriffe der Agentenfeinde ab. Witziger und atemlos spannender Action-Express mit Samuel L. Jackson in Topform.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Nach dem Desaster „Die Piratenbraut“ besinnt sich Renny Harlin auf alte Qualitäten. In „The Long Kiss Goodnight“ schickt er seine Frau Geena Davis als weiblichen Terminator durch ein aufwendiges Action-Stahlfeuer aus Shootouts, Stunts und absurd überzogenen Tough-Guy-Dialogen aus der Feder von „Last Boy Scout“-Autor Shane Black. Markige Sprüche der Tarantino-Schule finden in dieser kaltblütigen Fantasmagorie über die kleinbürgerliche Hausfrau Samantha, die feststellt, daß sie vor einer Amnesie vor acht Jahren eine staatlich subventionierte Superkillerin war, mit ebenso großer Treffsicherheit ihr Ziel wie die großkalibrigen Geschosse der ultrataffen Heroine.

    Mehr noch als in Harlins Hits „Stirb langsam 2“ und „Cliffhanger“ gilt für diesen blutgetränkten Comicstrip aus der Fantasiehalbwelt der Agenten, Detektive, Hitmen und Killerkommandos die bewährte Devise, daß die Absenz von Logik, Intellekt und Charakterentwicklung längst kein Stolperstein mehr sein muß für flammendes Gonzo-Entertainment: Halsbrecherisches Tempo und das stetige Bestreben, jede einzelne der pausenlosen Actionsequenzen an schierem Wahnwitz noch zu toppen, reichen aus, um keine Sekunde Langeweile aufkommen zu lassen.

    New Line war bereits das Skript die Rekordsumme von vier Mio. Dollar wert. Der Stoff, in dem die Heldin nicht nur Gegenspieler und Dämonen aus der Vergangenheit bekämpfen muß, sondern sich auch im ständigen Clinch mit ihren zwei gegensätzlichen Persönlichkeiten befindet, ist jedoch nicht neu: Diese Charlene Baltimore, die redet, trinkt und wie ein Mann und schießt über die von der Kamera sorgfältig beäugte Figur eines Supermodels verfügt, ist eine Erfindung des Autors, abgesehen von den offensichtlichen Äußerlichkeiten ohne erkennbare weibliche Attribute skizziert, weniger Schwester der seelenverwandten, aber um Welten sensibleren „Nikita“ als vielmehr comichafte „Last Action Heroine“.

    Entsprechend darf Geena Davis eher mit physischer Präsenz als schauspielerischem Können aufwarten: Die Szenen, in denen sie von einem Wimpernschlag auf den anderen von Hausmütterchen auf Action-Mata-Hari schalten muß, grenzen ans Lächerliche. Wenn sie allerdings nach der Hälfte der Laufzeit endlich die albernen Kleider und die spießige Haartracht Samanthas hinter sich läßt und Wiedergeburt als blond gefärbte Amazone Charly feiert, um vom Opfer zur Jägerin zu mutieren, dann steht sie den männlichen Vorbildern von Sly bis Arnold in nichts nach. „The Long Kiss Goodnight“ wäre dennoch lediglich Stangenware, hätte man Samantha/Charly nicht den schwarzen, scharfzüngigen Detektiv Mitch Hennessy zur Seite gestellt. Von der braven Samantha engagiert, um über ihre Existenz vor dem Gedächtnisverlust zu recherchieren, ist er rechtzeitig zur Stelle, als sie von ihrer Vergangenheit eingeholt und zur Dauerflucht gezwungen wird. Daß er von Samuel L. Jackson mit dem gleichen Feuer gespielt wird wie bei dessen Galavorstellungen in „Pulp Fiction“ oder „Stirb langsam – Jetzt erst recht“, schadet nicht: Er verleiht dem eher technokratischen Geschehen mehr Herz und Seele, als man es dem Film angesichts der recht klischeehaften Bilder des winterlichen Kleinstadt-Amerika zu Beginn zugetraut hätte. Wenn Handwerker Harlin seine bei John Woo gelernten Lektionen in Form von wildem Geballere und Feuerbällen in der Enge kleiner Häuser und auf gefrorenen Seen präsentiert, dann steht man auf der Seite von Jackson, dem wahren Actionheld des kleinen Mannes. ts.

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