Tod auf Raten

  

Short Term Memory Loss: Der Film ist ein voller Empathie erzähltes Drama mit Veronica Ferres als überforderte Ehefrau eines Mannes, der permanent sein Kurzzeitgedächtnis verliert. Ein Topstar, ein ungewöhnliches Thema, eine berührende Umsetzung - und doch zeigt das ZDF dieses einfühlsam erzählte Drama mit Veronica Ferres nicht etwa montags um 20.15 Uhr, sondern an einem Donnerstag um 22.30 Uhr: weil es sich nicht um eine Eigenproduktion...

Filmhandlung und Hintergrund

Der Film ist ein voller Empathie erzähltes Drama mit Veronica Ferres als überforderte Ehefrau eines Mannes, der permanent sein Kurzzeitgedächtnis verliert. Ein Topstar, ein ungewöhnliches Thema, eine berührende Umsetzung - und doch zeigt das ZDF dieses einfühlsam erzählte Drama mit Veronica Ferres nicht etwa montags um 20.15 Uhr, sondern an einem Donnerstag um 22.30 Uhr: weil es sich nicht um eine Eigenproduktion...

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der Film ist ein voller Empathie erzähltes Drama mit Veronica Ferres als überforderte Ehefrau eines Mannes, der permanent sein Kurzzeitgedächtnis verliert.

    Ein Topstar, ein ungewöhnliches Thema, eine berührende Umsetzung - und doch zeigt das ZDF dieses einfühlsam erzählte Drama mit Veronica Ferres nicht etwa montags um 20.15 Uhr, sondern an einem Donnerstag um 22.30 Uhr: weil es sich nicht um eine Eigenproduktion, sondern um einen Ankauf handelt. „Tod auf Raten“, damals noch unter dem Titel „Short Term Memory Loss“, sollte vor zwei Jahren im Kino laufen, aber dazu ist es nie gekommen. Die Machart des von Ferres‘ koproduzierten Dramas unterscheidet sich jedoch in keinerlei Hinsicht vom üblichen Fernsehfilm. Die Entscheidung für den späten Sendetermin ist umso bedauerlicher, als Andreas Arnstedt (Buch und Regie) für seine Geschichte über einen eklatanten Missstand einen interessanten Ansatz gefunden hat: Friseurin Annett (Ferres) hat keine ruhige Minute mehr, seit ihr Mann Ronald (Oliver Stokowski), ein Freizeitboxer, vor einigen Jahren durch einen Treffer sein Kurzzeitgedächtnis verloren hat. Er weiß zwar, wer er ist und wo er wohnt, aber die Zeit ist für ihn damals stehen geblieben. Alles, was er nun tut oder erlebt, ist nach wenigen Sekunden aus seinem Gedächtnis gelöscht, weshalb er rund um die Uhr Betreuung braucht. Weil das Krankheitsbild jedoch nicht ins amtliche Raster passt, bekommt er nur Pflegestufe eins; für Annett wird das Dasein mehr und mehr zur Tortur.

    Die große Stärke des Films liegt in seinem Realismus. Ausgerechnet bei Ferres trägt das Drama jedoch mitunter buchstäblich zu dick auf: Die tiefen Augenringe lassen Annett wie einen Zombie aussehen. Dass sie Bierflaschen grundsätzlich mit den Zähnen öffnet, wirkt genauso aufgesetzt wie ihre gelegentlichen vulgären Flüche. Davon abgesehen aber trifft Arnstedt stets den richtigen Ton. Das gilt vor allem für die sanfte Klaviermusik von Nicolette Richter, die weder allzu sentimental noch zu dramatisch ist. Vielleicht hat der späte Sendetermin auch mit dem Schluss des Films zu tun: Weil ein Heimaufenthalt Ronalds damit endet, dass er ruhiggestellt werden soll, ringt sich Annett zu einem scheinbar herzlosen Schritt durch. Nun beantwortet Arnstedt auch die Frage, warum sich die Stimme der Frau so unbeteiligt anhört, als sie am Anfang aus dem Off erklingt: „Gut, dass ich dich erreiche, ich bin in zehn Minuten da.“ Dahinter steckt eine höchst raffinierte Idee, die aber letztlich ähnlich grausam ist wie die vermeintlichen Bushaltestellen an Heimen für demente Menschen. Umso schöner, dass der Film trotzdem mit einem versöhnlichen Lächeln endet. tpg.

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