Filmhandlung und Hintergrund

Lustiges, packendes und sogar ein bisschen lehrreiches Kinovergnügen. Der erste Leinwandauftritt der Wiener Kinderdetektive Biggi, Patrick und Luk aus Thomas C. Brezina Jugendbestseller-Reihe.

Als die Wiener Kinderdetektive Biggi, Patrick und Luk auf einen mysteriösen Schlüssel in Drachenform stoßen, ist ihre Neugier geweckt. Per Internet kommen sie einem chinesischen Mythos auf die Spur, der die drei bis ins ferne Peking führt. Dort müssen sie erkennen, dass auch die finstere Lady Q daran interessiert ist, den sagenumwobenen Mondscheinpalast zu öffnen. Darin wird ein Elixier vermutet, das ewige Jugend verspricht. Jetzt müssen die Tiger verhindern, dass Lady Q in den Besitz der unschätzbar wertvollen Flüssigkeit gelangt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Die Kinderbuchreihe Tiger Team des österreichischen Autoren Thomas C. Brezina ist ein weltweiter Erfolg. Die bisher 44 erschienen Fälle wurden bisher in 26 Sprachen übersetzt und haben sich weltweit mehr als 20 Millionen Mal verkauft. Eine Verfilmung war nur eine Frage der Zeit.

      Dabei ist es durchaus kein Zufall, dass der erste Kinofall des Tiger Teams ausgerechnet nach China führt. Brezinas Bücher sind dort erfolgreicher als Harry Potter und seit 2003 durchgängig auf den Bestsellerlisten vertreten.

      Es ist also kein leichtes Erbe, das die deutsch-schweizer-österreichische Kinoproduktion hier antritt. Doch dank der Drehbucharbeit von Brezina selbst, ist zumindest gewährleistet, dass die Adaption dem Original getreu bleibt. Regie führte Peter Gersina, der mit Mädchen, Mädchen 2 - Loft oder Liebe (2004) bereits Erfahrungen im Teenie Bereich sammelte.

      Trotz dieser optimalen Voraussetzungen bleibt der Film hinter den Erwartungen zurück. Die Geschichte ist zwar spannend und führt in atemberaubenen Tempo quer über den Globus. Doch leider finden sich etliche Unstimmigkeiten im Handlungsverlauf, der vielleicht nicht die kleinsten Zuschauer irritieren wird, doch zumindest ihre älteren Geschwister und eventuell auch die Eltern, die sich dem Kinobesuch nicht entziehen konnten.

      Die rasante Geschichte kann weder über diese kleinen Logik Probleme hinweg trösten, noch über die affektierte Schauspielerei von Iris Berben. In Interviews wird immer wieder erwähnt, dass man der Berben freie Hand lies, damit sie ihre böse Seite vollends entfalten kann. Doch hier stellen sich die Haaren nicht aus Angst auf, sondern weil man nicht glauben mag, dass die Schauspielikone so schlecht performt.

      Dahingegen fallen die Darsteller des eigentlichen Tiger Teams positiv auf. Helena Siegmund-Schultze, Bruno Schubert (Die Wilden Kerle 5) und Justus Kammerer (Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat) erfüllen ihre Rolle und man kann förmlich sehen wieviel Spaß sie bei der Arbeit hatten.

      Trotz der Kritikpunkte hat der Film durchaus seine Momente. Sei es, wenn Biggis asiatische Freundin auf einmal zur Martial Arts Künstlerin mutiert oder die drei Kids mit ihren cleveren Aktionen die Erwachsenen mehr als einmal aufs Korn führen. Das große Finale im Drachenpalast gehört zu den Highlights des Filmes und das Setdesign kann sich sehen lassen.

      Doch vergleicht man den Film mit anderen Jugendfilmen wie den Vorstadtkrokodilen, dann muss das Tiger Team deutlich in punkto Glaubwürdigkeit und Ambiente einpacken.

      Fazit: Spannendes Detektivdrama, das die kleinen logischen Lücken mit umso mehr Action füllt.
    2. Tiger-Team - Der Berg der 1000 Drachen: Lustiges, packendes und sogar ein bisschen lehrreiches Kinovergnügen. Der erste Leinwandauftritt der Wiener Kinderdetektive Biggi, Patrick und Luk aus Thomas C. Brezina Jugendbestseller-Reihe.

      Pittoreske Schauplätze, einen packenden Plot und einen diabolischen Bösewicht hat die erste Adaption nach den Kinderdetektivgeschichten von Thomas C. Brezina zu bieten.

      Weltweit 20 Millionen verkaufte Exemplare sprechen eine deutliche Sprache. Doch die Abenteuer des Tiger-Teams zu kennen, ist eine Sache, daraus einen spannenden, unterhaltsamen Kinofilm zu machen, eine andere. Dass Gersina so etwas kann, hat er schon mindestens zwei Mal bewiesen – so analysierte er 1998 als Drehbuchautor sehr pointiert „Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit“ und brachte 2004 frischen Wind in das Teen-Comedy-Sequel „Mädchen, Mädchen 2 -Loft oder Liebe“. Dass er noch nie einen Kinderfilm inszeniert hat, ist dabei sicherlich weniger relevant als die Tatsache, dass er wie Autor Brezina Österreicher ist.

      In der Hauptstadt unseres alpenländischen Nachbarlandes nimmt die Story der ersten „Tiger-Team“-Leinwand-Mission auch seinen Lauf: Als Biggi, Patrick und Luk per Zufall auf einen merkwürdigen Schlüssel in Drachenform stoßen, ist ihre detektivische Neugier geweckt. Per Internet kommen sie einem alten chinesischen Mythos auf die Spur, der die drei letztendlich bis ins ferne Peking führt. Dort müssen sie erkennen, dass auch noch ein Geheimbund, dem die finstere Lady Q (Iris Berben) vorsteht, daran interessiert ist, den sagenumwobenen Mondscheinpalast im Berg der 1000 Drachen zu öffnen. Denn darin vermutet man nicht nur unermessliche Schätze, sondern auch ein Elixier, das ewige Jugend verspricht. Jetzt müssen die Tiger beweisen, was sie als Detektive so alles drauf haben und verhindern, dass Lady Q, ihr hinterhältiger Sohn Munroe (Stipe Erceg) und deren Handlanger in den Besitz der unschätzbar wertvollen Flüssigkeit gelangen.

      Gersinas an Originalschauplätzen in Wien, Vietnam und China entstandenes Kinder-Abenteuer überzeugt auf ganzer Linie. Es bietet einen aufregenden Plot, der durch zahlreiche Flashbacks in die chinesische Vergangenheit, durch die der alte Mythos um einen Kindkaiser erklärt wird, zusätzlich an Tempo und Spannung gewinnt. Es nutzt geschickt seine exotischen Locations – zum einen für einen ökologisch durchaus wertvollen Exkurs auf eine Panda-Station (mit erstaunlichen Bildern eines an einen Nacktmull erinnernden drei Tage alten Bärenbabys), zum anderen für eine besonders gelungene, weil urkomische Slapstick-Szene auf der Chinesischen Mauer, wo die Tiger in ein Brautmoden-Shooting platzen. Und es besitzt etwas, was schon der gute alte Hitchcock stets beherzigte: einen verdammt guten Bösewicht. Wie eine Hexe geschminkt, mit grimmiger Mimik und diabolischen Absichten (so will sie etwa gegrillte Panda-Pfoten verspeisen) zieht Iris Berben vom Leder, dass es eine wahre Freude ist. Zudem sorgen Hängebrücken, Höhlensysteme und ein gigantisches Morgenstern-Pendel für „Indiana-Jones“-Feeling, während Gags wie der Fußtritt in die Weichteile des übermächtigen maskulinen Gegners oder die Pfanne auf dem Kopf des selbigen trotz ihres Bekanntheitsgrades zünden. Fazit: ein lustiges, packendes und sogar ein bisschen lehrreiches Kinovergnügen, das Lust auf mehr macht – und da hat Autor Brezina, der auch das Drehbruch verfasste, sicherlich noch einiges auf Lager. lasso.
    3. „Wertvoll”

        Fans der beliebten Buchreihe des österreichischen Autors Thomas Brezina kommen jetzt auch im Kino voll auf ihre Kosten. Die erste Kinderkrimi-Verfilmung führt das clevere Tiger Team – Luk, Biggi und Patrick – auf die Spur von mysteriösen Schlüsseln, die sie bis nach China und in den sagenhaften Mondscheinpalast führt. Doch auch die hartherzige Konzernchefin Q und ihr Sohn sind hinter dem Elixier des ewigen Lebens her, das dort versteckt sein soll. Dieses fantasiereiche Abenteuer bietet Spannung, Witz und Zitate aus Abenteuerkultfilmen à la Indiana Jones für coole Detektive und punktet mit einer wunderschönen und aufwändigen Ausstattung, dem spielerischen Umgang mit neuen technischen Mitteln sowie exotischen Originalschausplätzen u.a. auf der Chinesischen Mauer. Ein Glanzlicht der deutschen Kinderfilmunterhaltung – gegen Fernweh und Langeweile!

        Jurybegründung:

        Die erste Verfilmung aus der beliebten Jugendbestseller-Reihe von Thomas C. Brezina führt die cleveren Kinderdetektive Biggy, Patrick und Luk nach China. Im chinesischen Restaurant daheim in Wien sind sie auf das Geheimnis von mystischen Schlüsseln in Drachenform gestoßen, die das Tor zum sagenumwobenen Mondscheinpalast öffnen, wo ein Elixier gelagert wird, das ewige Jugend verspricht. Mit einem listig ausgeklügelten Plan gelingt es den Kindern, die Reise nach Peking anzutreten, um junge Pandabären für den Wiener Zoo abzuholen, aber vor allem, um mit Unterstützung chinesischer Freunde der geheimnisvollen Legende auf die Spur zu kommen. Doch auch die finstere Lady Q ist hinter dem Elixier her, das sie im Kampf um die Weltherrschaft unbesiegbar machen würde. Jetzt müssen die Tiger all ihre Cleverness und detektivischen Fähigkeiten beweisen, um zu verhindern, dass Lady Q, ihr hinterhältiger Sohn Munroe und deren Handlanger in den Besitz der unschätzbar wertvollen Flüssigkeit gelangen.

        „Kinder haben ein Recht auf Spannung und Abenteuer“, meint der dänische Regisseur Regisseur Søren Kragh-Jacobsen (MIFUNE), der in seiner Karriere auch viele Kinderfilme gedreht hat. In diesem sehr aufwändig gedrehten Film kommen sie voll auf ihre Kosten. TIGER TEAM bietet Action im Stil von James Bond und Indiana Jones auf kindgerechtem Niveau, angereichert durch Slapstick-Elemente und asiatische Kampfsporteinlagen. Auch der Tierschutzgedanke ist stimmig eingebaut, denn Lady Qs kulinarische Vorliebe für Pandapfoten bedroht auch die Pandastation und ihre Bemühungen zum Schutz der bedrohten Bären. Dabei ist die Geschichte stringent und temporeich erzählt und gut geschnitten. Die Filmmusik ist stimmig und mit passendem Lokalkolorit angereichert, und die Toneffekte unterstützen die Spannung.

        Die Handlung ist durchgängig kindgerecht gestaltet und in guten Dialogen klar und witzig erzählt. Die jungen Protagonisten sind pfiffig und sympathisch und geben starke Identifikationsfiguren für die Altersgruppe der 8 bis 12jährigen ab. Mit Computer- und Internetunterstützung, aber vor allem durch eigene Cleverness gelingt es ihnen immer wieder, diffizile Rätsel und Aufgaben zu lösen und ihre bösen Widersacher auszustechen. Damit können sie in einer modernen, globalisierten Welt bestehen und gleichermaßen die Legenden und Mythen der Vergangenheit entschlüsseln. Ganz nebenbei erfahren wir mit ihnen allerhand Wissenswertes über chinesische Geschichte und Kultur.

        Darüber hinaus zeigt der Film interessante Originalschauplätze in Wien, China und Vietnam, wobei der Kontrast und ständige Wechsel zwischen den hochmodernen Wolkenkratzerlandschaften und pittoresken alten Gassen Pekings, den bekannten Sehenswürdigkeiten wie der chinesischen Mauer und dem von Szenenbildner Christian Eisele und seinem Team fantasievoll ausgestalteten unterirdischen Mondscheinpalast auch für den erwachsenen Zuschauer von faszinierendem Reiz ist. Eine Entdeckung für alle Generationen ist Iris Berben als abgrundtief böse Lady Q, die sich mit Kostüm und Maske, aber vor allem mit viel Spielfreude und sichtbarer Lust am Schrillen wunderbar einfügt in die Reihe der großen Märchenhexen oder weiblichen Bond-Schurken.

        Alles in allem ein Glanzlicht moderner Kinderunterhaltung: spannend und fantasievoll, lustig und lehrreich – und gleichermaßen auch für erwachsene Begleitpersonen interessant.

        Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

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