Things We Lost in the Fire

   Kinostart: 29.05.2008
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Filmhandlung und Hintergrund

Einfühlsam inszeniertes Melodram, mit dem die renommierte dänische Regisseurin Susanne Bier ihr Hollywood-Debüt gibt.

Der Tod ihres Mannes reißt eine klaffende Lücke im Herzen von Audrey Burke (Halle Berry) auf. Der couragierte Versuch, einem Gewaltopfer beizustehen, kostete Brian (David Duchovny) das Leben. Ausgerechnet sein heroinabhängiger Freund Jerry Sunborne (Benicio Del Toro) will ihr und den beiden Kindern in dieser schweren Zeit nun beistehen. Der ehemalige Anwalt zieht bei ihr ein, womit sich beide gegenseitig einen gewissen Halt geben können.

Die dänische Meisterin des Melodrams, Susanne Bier - hochgeschätzt für Werke wie „Brothers“ und „Nach der Hochzeit“ -, gibt ihr emotional beeindruckendes US-Debüt. Das einfühlsame Charakterdrama ähnelt stilistisch „Babel“ und verzeichnet schauspielerische Glanzleistungen.

Audreys Mann Brian wird ermordet. Bei seiner Beerdigung taucht auch der schmuddelige und verdruckste Jerry auf. Er, ein Junkie, war der beste Freund des Verstorbenen, sehr zum Missfallen von Audrey. Doch in ihrer Trauer und Einsamkeit bittet sie ihn, bei sich und ihren zwei Kindern einzuziehen. Im Gegenzug versucht er, den Entzug durchzuziehen.

Als er einer Frau zu Hilfe eilt, wird der glücklich verheiratete, zweifache Familienvater Brian von deren Peiniger erschossen. Für seine Frau Audrey und die Kinder bricht eine Welt zusammen. Weil sie befürchtet, ihm Unrecht getan zu haben, lädt sie Brians einstmals besten Freund Jerry ein, bei sich zu wohnen. Jerry war einst ein erfolgreicher Anwalt, ist aber längst auf Heroin abgestürzt. Gemeinsam geben sich die beiden Fremden Halt, doch bei Beiden sitzen die Wunden zu tief, als dass ein einfacher Alltag möglich wäre.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Die dänische Regisseurin Susanne Bier hat sich wie auch schon in "Open Hearts" oder "After the Wedding" mit "Things We Lost in the Fire" ein weiteres Mal mit der Frage beschäftigt, was aus Menschen wird, wenn eine plötzlich hereinbrechende Veränderung ihr Leben gänzlich durcheinander bringt. In diesem Fall der Tod eines geliebten Menschen. Der Film erzählt aber weit mehr als nur eine Geschichte von Verlust und Trauer. Denn wie Audrey muss auch der drogensüchtige Jerry einen Weg zurück ins Leben finden, jeden Tag aufs Neue, wie er einmal zu verstehen gibt. Dass sie eine ähnliche Aufgabe zu bewältigen haben, macht sie zu Verbündeten, doch was ihre Beziehung angeht, bleibt Susanne Bier glücklicherweise der Realität verhaftet und fördert keine kitschige Liebesgeschichte zutage.

      Der Realität der Gefühle versucht Bier auch durch ihre Inszenierung Ausdruck zu verleihen. So setzt sich die Geschichte in der ersten Hälfte des Films nur stückweise zusammen. Audreys von Schock und Trauer geprägte Gedanken füllen sich immer wieder mit Erinnerungsfetzen, dazwischen liegen Bilder von erschöpfter Ruhe. Je weniger Audrey von ihren Erinnerungen heimgesucht wird, je mehr sie wieder so etwas wie Alltag in ihrem Leben zulässt, desto linearer wird auch der Film, bis die fragmentarischen Rückblenden ganz wegfallen.

      Doch nicht nur die dramaturgische Gestaltung, auch die Technik führt bei Bier ein gewisses Eigenleben. Vor allem in der Behandlung der beiden Hauptdarsteller sind die Unterschiede augenfällig. Jerry und Audrey erhalten einen je individuellen Soundtrack, eine eigene Lichtgestaltung und auch die Kamera nähert sich ihnen in ganz unterschiedlicher Weise. In diesen Details glaubt man die Handschrift Susanne Biers zu erkennen, auch wenn sie mit diesem Film erstmals offiziell einen "Hollywood-Film" gedreht hat. Als ein solcher lässt sich "Things We Lost in he Fire" durchaus verstehen.

      Im Gesamten betrachtet kommt Susanne Bier mit diesem Film nicht ganz an ihre vorherigen Leistungen heran. Halle Berry wirkt immer wieder wie eine blasse Kopie ihrer Leticia aus "Monster's Ball" und auch die Geschichte selbst ist stellenweise zu schwach geraten. Glücklicherweise gibt es aber noch Benicio Del Toro alias Jerry. Dass Del Toro ein großartiger Schauspieler ist, war – zumindest denen, die ihn kennen und mögen – vorher schon bekannt, aber wie überwältigend er sein kann, beweist er hier. Ohne ihn würde "Things We Lost in the Fire" wohl keinen großen Eindruck hinterlassen. So aber lässt sich sagen, dass es sich schon allein wegen ihm lohnt, sich diesen Film anzuschauen.

      Fazit: Wer Benicio Del Toro in Bestform erleben möchte, sollte sich Susanne Biers neuesten Film nicht entgehen lassen.
    2. Things We Lost in the Fire: Einfühlsam inszeniertes Melodram, mit dem die renommierte dänische Regisseurin Susanne Bier ihr Hollywood-Debüt gibt.

      Einfühlsam inszeniertes Melodram, mit dem die renommierte dänische Regisseurin Susanne Bier („Nach der Hochzeit“) ihr Hollywood-Debüt gibt.

      Augen gelten als Spiegel der Seele. Mit wiederholten (handgehaltenen) Großaufnahmen scheint Bier ihr hartnäckig auf den Grund gehen zu wollen. Für diese stoische Seelensezierung stehen der einstigen Dogma-Regisseurin die ausdrucksstarken Augenpaare der beiden Oscar-Gewinner Halle Berry („Monster’s Ball“) und Benicio Del Toro („Traffic - Die Macht des Kartells“) zur Verfügung. Nach den Vorgaben des Drehbuchs von Newcomer Allan Loeb mimen sie zwei von Trauer und Verzweiflung zerstörte Menschen, die nicht zuletzt durch ihre behutsame Annäherung neue Hoffung und einen Heilungsansatz finden. Die zentrale Tragödie wird durch die plötzliche Ermordung von Audreys Mann Brian (David Duchovny) ausgelöst. Ausgangspunkt ist seine Beerdigung, wo der schmuddelige und verdruckste Jerry fehl am Platz zu sein scheint. Doch war er der beste Freund des Verstorbenen (sehr zum Missfallen seiner Frau), auch als der ehemalige Anwalt heroinsüchtig in die Gosse abrutschte.

      Im Stil von „Babel“ werden die Ereignisse mit wechselnden Einstellungen der Gegenwart und der Vergangenheit fließend ineinander verwoben. Jerry wird vom Verlust Brians motiviert Entzug zu machen, woraufhin Audrey ihn unerwartet bittet, bei ihr und ihren zwei Kindern einzuziehen. Nach anfänglicher Zurückhaltung sehen sie in ihm eine Art Vaterersatz, und auch Audrey klammert sich emotional an Jerry, wenngleich sich zwischen ihnen keine romantische Beziehung entwickelt. Stattdessen durchlaufen sie parallel die verschiedenen Stationen von Trauer (Schock, Hilflosigkeit, Wut, Resignation und Akzeptanz) und Drogenentzug (körperliche Qualen, seelische Stumpfheit, Rückfall, rohe Emotionen, Neubeginn) und können sich gegenseitig einen gewissen Halt vermitteln.

      Unter Vermeidung von Kitsch und Klischees entwirft Bier ein präzise gezeichnetes Psychogramm der Protagonisten, wobei insbesondere Del Toro mit einer schauspielerischen Glanzleistung aufwartet. Nicht nur seine Vermittlung des Entzugshorrors ergreift, sondern vor allem auch seine subtile Darstellung eines Mannes, der jegliche Selbstachtung verloren hat. So gewährt das gefühlvolle Drama mit Dokustilansätzen einen Blick hinter die Fassade von zwei Menschen, die sich im emotionalen Ausnahmezustand befinden, und besticht dabei mit außergewöhnlicher Intensität und Intimität. ara.
    3. „Wertvoll”

        Dogma meetz Hollywood. Der Faszination dieses Melodrams kann man sich schwerlich entziehen, die Handlung bleibt spannend und unvor-hersehbar bis zum Schluss. Meisterhaft gespielt von Halle Barry und Benicio Del Toro zeigt der Film in berührender Weise zwei Menschen, die sich bei der Bewältigung ihrer Schicksale gegenseitig Halt geben; auch die Kinderdarsteller sind hervorragend besetzt. Die Intensität ihrer Emotionen wird von Regisseurin Susanne Bier auf wohltuende Weise in einfühlsamen, ausdrucksstarken Bildern inszeniert. Großes Kino ohne Kitsch und Klischees.

        Jurybegründung:

        Was kann es Schlimmeres geben, als den Menschen zu verlieren, den man liebt? Vielleicht die Angst, dass das Leben einfach weitergehen könnte, jemand anderes einen doch einzigartigen Menschen ersetzen könnte?

        In diesem Dilemma ist dieses beeindruckend gespielte Drama angesiedelt, getragen von einer Cast, die in allen Haupt- und Nebenrollen erstklassig besetzt ist. Eine intensive Kamera, die auf jeden oberflächlichen Effekt verzichtet, lässt den Zuschauer teilnehmen am Familienleben nach der Katastrophe, lässt die inneren Zweifel und Ängste der Beteiligten nachempfinden, ohne auf die Tränendrüse zu drücken.

        Alle Fäden werden sehr stimmig zusammengeführt, die musikalische Untermalung trägt den Film, lässt aber auch Pausen zu und unterscheidet sich wohltuend vom Geigeneinerlei anderer Hollywoodproduktionen.

        Things we lost in the fire ist Hollywood-Arthouse in Perfektion, ohne durch diesen Perfektionismus kalt und kalkuliert daher zu kommen.

        Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

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