Filmhandlung und Hintergrund

Komödie um einen griechischstämmigen Australier, die respektlos sämtliche nationale Klischees ausspielt, jedoch sozialkritische Untertöne beibehält.

Steve ist ein griechischstämmiger Australier und gehört damit zu den Wogs, den Einwanderern, die gerne als Sündenböcke für allerlei Probleme verantwortlich gemacht werden. Als der Sozialhilfeempfänger und Lebemann ausgerechnet mit der Arbeitsministerin in einen Unfall verwickelt wird, rächt sich diese, indem sie ihn aus wahltaktischen Gründen als Wohlfahrtsschmarotzer brandmarkt.

Als südeuropäischer Einwanderer - von den „Ur-„Australiern ohnehin abfällig als „Wog“ betitelt - bemüht sich Steve Karamatsis, geradezu zum Parade-Wog zu werden. Von der Stütze lebend, verbringt er seine Tage damit, den Nachbarn im Viertel zu helfen. Abends aber reißt er zusammen mit seinem italienischen Pizzabäcker-Freund Frank in der Disco Blondinen auf. Bis er eines Tages in einen Auffahrunfall mit der Arbeitsministerin verwickelt wird, die sich für eine überzogene Reparaturrechnung rächt und Steve im Fernsehen als Schmarotzer outet…

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Darsteller und Crew

  • Nick Giannopoulos
    Nick Giannopoulos
  • Lucy Bell
    Lucy Bell
  • Vince Colosimo
    Vince Colosimo
  • Geraldine Turner
    Geraldine Turner
  • Abi Tucker
    Abi Tucker
  • John Barresi
    John Barresi
  • Tony Nikolakopoulos
    Tony Nikolakopoulos
  • Stephen Curry
    Stephen Curry
  • Himself
    Himself
  • Hung Le
    Hung Le
  • Trent Huen
    Trent Huen
  • Kim Gyngell
    Kim Gyngell
  • Costas Kilias
    Costas Kilias
  • Charles 'Bud' Tingwell
    Charles 'Bud' Tingwell
  • Aleksi Vellis
    Aleksi Vellis
  • Chris Anastassiades
    Chris Anastassiades
  • John Brousek
    John Brousek
  • Roger Rothfield
    Roger Rothfield
  • Roger Lanser
    Roger Lanser
  • Suresh Ayyar
    Suresh Ayyar
  • Cezary Skubiszewski
    Cezary Skubiszewski

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • The Wog Boy - Der größte Zorbas von Down Under: Komödie um einen griechischstämmigen Australier, die respektlos sämtliche nationale Klischees ausspielt, jedoch sozialkritische Untertöne beibehält.

    Mit 2,3 Millionen Dollar Einspiel am Eröffnungswochenende gelang Regisseur Aleksi Vellis und seiner Aussi-Komödie down under der erfolgreichste Kinostart einer heimischen Produktion. Damit konnte sie den bisherigen Spitzenreiter „Crocodile Dundee 2“ (1988) ablösen. Maßgeblich verantwortlich für diesen Überraschungserfolg ist Hauptdarsteller und Koautor Nick Giannopoulos, der in seiner Heimat Australien dank den Bühnenproduktionen „Wogs Out of Work“ und „Wog-a-Rama“ sowie der überaus populären TV-Serie „Acropolis Now“ geradezu kultisch verehrt wird.

    Was den Österreichern ihre Tschuschen, den Deutschen ihre Kanaken sind den Australiern ihre Wogs, sprich naturalisierte Ausländer, die problemlos und gerne für alle Arten von Unbill verantwortlich gemacht werden können - von Arbeitslosigkeit über Verkehrsstaus bis hin zu Flutkatastrophen. So ein Parade-Wog ist auch der nette, stets hilfsbereite Steve Karamatsis - Nick Giannopoulos, der im amüsanten Vorspann auch gleich seine griechischen Eltern spielt -, der fröhlich in den Tag hinein lebt, den Lebensunterhalt von der Stütze bestreitet, abends mit seinem italienischen Pizzabäcker-Kumpel Frank (sympathischer Parade-Spagetti mit schwarzem Wuschelkopf: Vince Colosimo) durch die Discos zieht und nach dem Vorbild John Travoltas - dem „größten aller Wogs“ - nicht nur Samstag Nacht bevorzugt blonde Frauen aufreißt. Mit dem süßen Leben ist es allerdings vorerst vorbei, als Steve in einen Auffahrunfall mit der Arbeitsministerin Raelene Beagle-Thorpe (im Wortsinn Macht-geile Polit-Domina: Geraldine Turner) verwickelt wird. Als er ihr nämlich für den unbedeutenden, selbstverschuldeten Blechschaden an seinem geliebten Wagen eine überzogene Reparaturrechnung stellt, rächt sich die Politikerin damit, dass sie Steve im Fernsehen als typischen Wohlfahrts-Schmarotzer hinstellt…

    Das Spiel mit den Klischees und die Missachtung jeglicher political correctness machen den größten Teil des Witzes von „The Wog Boy“ aus. So tragen Griechen eine merkwürdige Landestracht, essen Schafskäse und Salami, haben Italiener eine unersättliche Libido, sind Jugoslawen, besonders die halb serbischer, halb kroatischer Abstammung, einfältige Gewaltmenschen mit Hang zu Fäkalsprüchen und Politiker stets korrupt. Giannopoulos ist, ähnlich wie Woody Allen in dessen frühen Filmen, nichts heilig - für einen deftigen Witz bleibt auch Mal der gute Geschmack auf der Strecke. Aber im Gegensatz zu den zur Zeit populären Komödien im Fahrwasser von „Verrückt nach Mary“ oder „American Pie“ liegt hier das Augenmerk weder auf dem Verdauungstrakt noch auf Sex - obwohl sich Steve natürlich in die hübsche Celia (etwas blass: Lucy Bell), die Assistentin der Ministerin, verliebt - sondern vielmehr auf (aktueller australischer) Politik, Vorurteilen und sozialen Ungerechtigkeiten.

    Getragen wird „Wog Boy“ von der Präsenz Nick Giannopoulos‘, der den Film quasi als One-Man-Show bestreitet, seinen Mitspielern aber dennoch ausreichend Platz zur Entfaltung einräumt. Vellis‘ Regie wie auch Roger Lansers Kameraarbeit sind unauffällig und ganz auf den Hauptdarsteller zugeschnitten. Im Wort zumeist witziger als im Bild wünscht man sich manchmal lediglich etwas mehr Geschichte und weniger (alte) Gags, mehr Film und weniger Nummern-Revue. Insgesamt dürfte dieser Spaß der Fox bei richtigem Marketing trotz fehlender Stars durchaus solide Zuschauerzahlen garantieren. Comedy ist schließlich in - und Australien sowieso. GeH.

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