The Singing Detective

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   2003
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Filmhandlung und Hintergrund

The Singing Detective: Leinwandversion der gleichnamigen Musical-Comedy-TV-Serie um einen neurotischen Schriftsteller, der sich im Fieberwahn für den Helden seines ersten Krimis hält.

Im Fieberwahn glaubt Romanautor Dan Dark (Robert Downey), er sei der zynische Privatdetektiv aus seinem eigenen Krimi und müsse im L.A. der 50er Jahre den Mord an einer Prostituierten aufklären. Autobiographische Fragmente treffen auf literarische Fantasie, wenn das Opfer im Traum eindeutig Züge von Dans Ehefrau Nicola (Robin Wright Penn) trägt und ihr Mörder wie deren Liebhaber (Jeremy Northam) aussieht. Unterdessen versucht Psychologe Dr. Gibbon (Mel Gibson), Ordnung in Dans verwirrte Psyche zu bringen.

Als Mischung aus Krimi, Comedy und Musical präsentiert Regisseur und Produzent Keith Gordon („Waking the Dead„) seine hochkarätig besetzte Leinwandadaption einer TV-Serie.

Während eines Krankenhausaufenthalts entwickelt der neurotische Romanautor Dan Dark sein erstes Buch in seinem Kopf. Fiebernd und paranoid verstrickt sich der Schriftsteller mit seinem Protagonisten, einem zynischen Privatdetektiv, in eine Intrige um einen Mord an einer Prostituierten im Los Angeles der fünfziger Jahre.

Ein von Schuppenflechte entstelltes Gesicht, die Fratze eines Mannes, der sich vor Schmerzen windet. Dan Dark heißt der Kranke, ein erfolgloser Krimi-Autor, der seine Wut, seine Hilflosigkeit in die Welt hinausschreit. Mit Krankenhauspersonal und Doktoren streitet er, verweigert strikt die Einnahme von Medikamenten. So vermengen sich fiebernd Realität und Fiktion, während Freunde und Bekannte seine (Alb-)Träume bevölkern und er selbst als zynischer, singender Detektiv versucht, den Mord an einer Prostituierten aufzuklären.

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Kritikerrezensionen

  • Der Titel ist Versprechen und Bedrohung zugleich. Die 1986 erstmals ausgestrahlte, sechsteilige BBC-Mini-Serie, eine verwegene Mischung aus Film Noir und Musical, gilt unter Kennern als TV-Meilenstein, als Juwel des Mediums. Aber das Werk war keinesfalls unumstritten. Unverständlich, lautete ein häufiger Vorwurf, geschmacklos und unappetitlich. Selten hat eine Fernsehproduktion so polarisiert. Mutig, wer da ein Kino-Remake wagt. In diesem Fall Independent-Regisseur Keith Gordon – wohl nicht zuletzt deshalb, weil sein verqueres, intelligentes Drehbuch noch vom brillanten Verfasser des Originals, des 1994 verstorbenen Multitalents Dennis Potter, stammt. Ein Arthouse-Produkt reinsten Wassers, trotz Starpotenzials in Form von Robert Downey Jr., Robin Wright Penn und Mel Gibson, der auch als Produzent firmiert.

    Regennasse Straßen, maulfaule Schläger im dicken Straßenkreuzer, blinkende Neonreklamen. Eine mysteriöse femme fatale, eine Tote die von zwei Cops mit langen Haken aus dem Wasser gezogen wird. Ein fieser Schönling und ein Kette-rauchender Detektiv, tief in die Stirn gezogener Humphrey-Bogart-Hut inklusive. Die Zeichen stehen auf film noir. Doch dann, leinwandfüllend ein von Schuppenflechte entstelltes Gesicht. Die Fratze eines Mannes, der sich vor Schmerzen windet. Dan Dark (!) heißt der Kranke, ein erfolgloser Krimi-Autor, der seine ganze Wut, seine Hilflosigkeit in die Welt hinausschreit. Mit Personal und Doktoren streitet er, verweigert strikt die Einnahme von Medikamenten. So vermengen sich fiebernd Realität und Fiktion, verwandeln Krankenhausangestellte die endlosen Flure zur Showtreppe, singen lippensynchron 50er-Jahre Rock’n’Roll-Hits, während Freunde und Bekannte seine (Alp-)Träume zahlreich bevölkern und er selbst im Part des zynischen Titelhelden versucht, den Mord an einer Prostituierten aufzuklären.

    Mag der Plot nicht ganz schlüssig sein und fügen sich die verschieden Erzählebenen nicht immer perfekt zusammen, macht es doch Laune, diesem absurden, flüssig inszenierten (streckenweise optisch schwer erträglichem) Genre-Mix zuzusehen. Regisseur Gordon („Waking the Dead“) geht spielerisch mit den Versatzstücken diverser Gattungen um, reduziert die Ausstattung mal schnell auf ein Minimum, landet so beim (Bühnen-)Musical, nur um wenige Momente später mittels eines typisch trockenen Off-Kommentars wieder zum Hard-Boiled-Krimi zurückzukehren. Dabei lässt „Marnie“ ebenso grüßen – Darks Mutter war wahllos in der Auswahl der Liebhaber und nahm aufs Seelenleben ihres Sohnes keinerlei Rücksicht – wie James M. Cains „Postmann“, werden vage Erinnerungen an den „englischen Patienten“ ebenso wach wie an die vermeintlich billige pulp fiction eines Dashiell Hammett. Dass all das so gut funktioniert, liegt, neben der soliden Kameraarbeit (Tom Richmond) und dem versierten Schnitt (Jeff Wishengrad), vor allem an den großartig aufspielenden Darstellern. An Robin Wright Penn als gepeinigte Gattin mit Riesenherz, an dem dank merkwürdigen Haarteils und dicker Brille kaum zu erkennenden Mel Gibson als überaus fähigen Psychiater, an den Hitmen Adrien Brody und Jon Polito sowie vor allem Robert Downey Jr., der mutig die ätzende, wandelnde Eiterbeule gibt, während sein Charisma das entstellende „Pizza-Gesicht“ mühelos überstrahlt. geh.

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