The Salvation - Spur der Vergeltung

  1. Ø 4.4
   2014
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Filmhandlung und Hintergrund

The Salvation - Spur der Vergeltung: Harter Western mit Mads Mikkelsen und Eva Green über einen Siedler, der den Mörder seiner Familie richtet und nun von einer Bande Gesetzloser gejagt wird.

Sieben Jahre hat der ehemalige dänische Soldat John die Erde in seinem Fleckchen Land an der Frontier urbar gemacht, jetzt kann er endlich seine Frau und seinen Sohn in die Staaten holen. Unmittelbar nach deren Ankunft werden die beiden von zwei Outlaws umgebracht. John rächt sich schnell und gnadenlos – und ruft damit Gangsterbaron Deveraux auf den Plan, der die Bewohner des kleinen Städtchen Black Creek erpresst: Die Bürger sollen ihm den Killer seines Bruders liefern, sonst bringt er wahllos einen nach dem anderen der ihren um.

Ein dänischer Siedler richtet den Mörder seiner Familie und wird nun von einer Bande Gesetzloser gejagt. Harter dänischer Western mit Mads Mikkelsen und Eva Green, der geschickt mit den Versatzstücken des Genres spielt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Das Sterben ist eine dreckige Sache. Das macht der Western des dänischen Regisseurs Kristian Levring ("The Intended", "Wen du fürchtest") unmissverständlich klar, wenn Mads Mikkelsen ("James Bond 007 - Casino Royale", "Hannibal") mordend den Tod seiner Frau und seines Sohnes rächt. "The Salvation" ist ein reinrassiger Rachewestern mit einem überschaubaren, auf das Wesentliche reduzierten Plot. Ein typischer Vertreter des Spätwesterns, also jener Unterart des Genres, die in den 1960er Jahren entstand und zu der Filme wie Sam Peckinpahs "The Wild Bunch" zählen. Sie hören auf, den Wilden Westen zu glorifizieren, und zeigen eine entzauberte, dreckige Welt, in der die größte Gefahr für die Menschen nicht mehr von der Wildnis ausgeht, sondern von der Zivilisation, die sie selbst hierher gebracht haben. Dem dänische Einwanderer Jon widerfährt in "The Salvation" ein großes Unrecht, das er nur mittels Waffengewalt aus der Welt schaffen kann. Nicht nur wegen dem großartigen, stoisch-melancholischen Spiel von Mads Mikkelsen ist Levrings Film ein gelungener Vertreter seiner Art.

    Man merkt "The Salvation" deutlich an, dass Kristian Levring das Genre ganz offensichtlich liebt. Sicherlich wird die Handlung von Actionszenen im weitesten Sinne vorangetrieben, von Mord und Rache, Schießereien und Verfolgungsjagden. Aber Levring nimmt sich auch Zeit, die Landschaft gebührlich in Szene zu setzen, und er nimmt seine Figuren sehr ernst. Wenn Jon von den Bewohnern von Black Creek im Stich gelassen wird, ist das eine deutliche Parallele zu Fred Zinnemanns Klassiker "High Noon".

    "The Salvation" ist ein harter, stellenweise bedrückende Western. Die Figurenkonstellation ist klassisch: Es gibt den moralisch legitimierten Helden und den übermächtigen Antagonisten, gegen den der Held sich zur Wehr setzen muss. Rache und Gerechtigkeit liegen sehr nahe beisammen in diesem Film, allein das ist verstörend. Hinzu kommt, dass die Gewalt nie Spektakel ist, sondern dreckig und hässlich inszeniert.

    Mit Mads Mikkelsen, Eva Green ("James Bond 007 - Casino Royale", "Sin City 2: A Dame to Kill For") und Jonathan Pryce ("Brazil", "Fluch der Karibik") ist der Film hochkarätig besetzt, und obwohl er aus Dänemark kommt und in Südafrika gedreht wurde, wirkt er wie ein amerikanischer Western. Für Regisseur Kristian Levring eine Selbstverständlichkeit: "Die Geschichte des Wilden Westens ist auch unsere Geschichte", erklärt der Regisseur und weist damit auf eine Tatsache hin, die man oft vergisst: Auch die Cowboys, die amerikanischsten aller Archetypen, waren englische, irische oder eben dänische Einwanderer. Zwei von ihnen – die beiden von Mads Mikkelsen und Mikael Persbrandt gespielten Brüder Jon und Peter – bescheren uns jetzt wieder einen absolut sehenswerten Western, wie sie heute viel zu selten sind.

    Fazit: "The Salvation" ist ein atmosphärischer, stellenweise bedrückender Rachewestern mit einem großartigen Mads Mikkelsen in der Hauptrolle.
  • Als einer von vielen hat der frühere Soldat Jon (Mads Mikkelsen) einen Neuanfang in Amerika gesucht. Nach Jahren der Schufterei hat sich der dänische Auswanderer eine bescheidene Existenz im Grenzland des Wilden Westens aufgebaut und kann seine Familie nachholen. Doch der Traum vom friedlichen Leben als Siedler nimmt ein jähes Ende, gleich nach ihrer Ankunft werden Frau und Sohn brutal ermordet. Jon rächt sich an den Mördern und gerät dadurch ins Visier des mächtigen Bandenführers Delarue (Jeffrey Dean Morgan), dessen Bruder Paul er getötet hat. Delarue eröffnet die Jagd auf Jon und sieht seine Chance gekommen, sich Madelaine (Eva Green) zu nähern, der stummen, tödlich-attraktiven Witwe von Paul, auf die er schon lange ein Auge geworfen hat. Jon steht auf verlorenem Posten, denn keiner in dem kleinen Ort wagt es, sich mit dem Gangster anzulegen. Weder der korrupte Bürgermeister noch der feige Sheriff bieten ihm die Stirn … Einer kämpft für sich allein in der perfekt besetzten, klassischen Rachegeschichte, die Erinnerungen an Eastwood und Corbucci weckt, aber in moderner Optik daherkommt. So lebendig war der Western lange nicht!

    Fazit: Mads Mikkelsen zieht seine Spur der Vergeltung durch einen perfekt besetzten, packenden Western.
  • Hat es das schon einmal gegeben, ich meine filmisch. Einen Western aus Dänemark? Mir ist das nicht bekannt. Bis jetzt. Denn jetzt versucht ein dänischer Regisseur (Regie & Drehbuch KRISTIAN LEVRING) sich mit einem Spätwestern des Jahres 2014. Von 1903 bis in den 1970igern war es das Genre des amerikanischen Kinos. Und es wurde damit kräftig Geld verdient.
    „True Grit“ war der letzte erfolgreiche Spätwestern aus dem Jahr 2010. Regie führten Ethan und Joel Coen, die auch für das Drehbuch verantwortlich waren. Das wird dem dänischen Western an der Kinokasse nicht passieren. Erfolgreich. Dafür ist er zu eintönig und flach. Und er erzählt auch nichts Neues aus dem „Wilden Westen“.
    Amerika 1871. Sieben Jahre hat der dänische Auswanderer Jon (MADS MIKKELSEN) im Schweiße seines Angesichts geschuftet, um sich im Grenzland des Wilden Westens eine bescheidene, aber ehrliche Existenz aufzubauen. Endlich ist die Zeit gekommen, seine Frau Marie (NANNA ØLAND FABRICIUS) und seinen elfjährigen Sohn Kresten (TOKE LARS BJARKE) zu sich nach Amerika zu holen.
    Doch die Wiedersehensfreude währt nicht lange: Marie und Kresten werden unmittelbar nach ihrer Ankunft von Outlaws ermordet. Jon zögert keine Sekunde mit seiner Rache – und macht sich damit den grausamen Bandenanführer Delarue (JEFFREY DEAN MORGAN) und die stumme Witwe eines der beiden Killer (EVA GREEN) zum Feind: Als er auch noch von den Bewohnern seiner Stadt verraten wird, ist Jons Leben keinen Cent mehr Wert...

    So der „hochdramatische“ Inhalt. Da wurde doch kräftig abgekupfert aus 70 Jahre Westernfilm. Sieht aus wie „Spiel mir das Lied vom Tod“, hat aber leider nicht die Qualität. Und so könnte man noch etliche andere Vorgänger zitieren. Wäre aber schade um die Zeit, die man schon im Kino verplempert hat, auch noch hiermit zu verlängern. Wie gesagt, ein dänischer Versuch den wilden Westen im Kino wiederzubeleben.

    89 Minuten – ein gescheiterter Versuch.
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