Filmhandlung und Hintergrund

Die afroamerikanische Aktrice Halle Berry hat sich bisher auf kein Rollenstereotyp festlegen lassen. Ihre Nebenrollen umfassen Komödien wie „Flintstones“, Drama wie „Die andere Mutter“ und zuletzt Action wie „Einsame Entscheidung“. In dem leidlich originellen Kriminalthriller von Regisseurin und Drehbuchautorin Amy Holden Jones übernimmt sie nun die Rolle einer undurchsichtigen Mordverdächtigen. Wie der Titel impliziert...

Josie Potenza hat sich mal wieder mit ihrem Mann gestritten. Als sie der Zufallsbekanntschaft Cole eröffnet, daß sie wünsche, ihr Mann wäre tot, ist er es wenige Stunden später wirklich. Und der Verdacht fällt auf sie, denn ihr Mann war ein schwerreicher TV-Produzent. Auch bei ihrem Freund Jake findet sie keinen Trost: Er hatte Cole mit dem Mord beauftragt, doch nun hat er die Kontrolle über ihn verloren. Cole will nicht nur seinen Lohn, sondern auch Josie.

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Kritikerrezensionen

  • Die afroamerikanische Aktrice Halle Berry hat sich bisher auf kein Rollenstereotyp festlegen lassen. Ihre Nebenrollen umfassen Komödien wie „Flintstones“, Drama wie „Die andere Mutter“ und zuletzt Action wie „Einsame Entscheidung“. In dem leidlich originellen Kriminalthriller von Regisseurin und Drehbuchautorin Amy Holden Jones übernimmt sie nun die Rolle einer undurchsichtigen Mordverdächtigen.

    Wie der Titel impliziert, ist ihre Figur Josie Pontenza die Frau eines reichen Mannes. In ihrer Ehe zum alkoholkranken TV-Produzenten Tony (Christopher MacDonald) kriselt es. Als ein zur Versöhnung gedachter Kurzurlaub abrupt endet, läßt Josie sich hinreißen, der suspekten Barbekanntschaft Cole Wilson (Peter Greene aus „Pulp Fiction“ mimt gekonnt den perversen Psychopathen) anzuvertrauen, sie wünschte, ihr Mann wäre tot. Für diese herausgerutschte Vertraulichkeit bedankt er sich bei ihr mit einer versuchten Vergewaltigung und dem abscheulichen Abschlachten Tonys. Für Josie beginnt ein aufreibender Nervenkrieg, da der durchgeknallte Killer sie aufgrund ihrer „Komplizenschaft“ erpreßt und ihr mit Mord droht. Die Polizei ist keine Hilfe, sondern interessiert vielmehr für sie als Verdächtige.

    Erzählt wird aus Josies Flashback-Perspektive, die sich im Stil eines Film noir nach ihrer Verhaftung in Handschellen an die fatalen Ereignisse erinnert. Stück für Stück werden dem Zuschauer neue Hintergrundinformationen zugetragen: Josie hatte ein Verhältnis mit dem Restaurantbesitzer Jake (Clive Owen); Jake schuldet Tony eine große Summe; Jake und Cole stecken unter einer Decke. Alldieweil begeht Josie eine Dummheit nach der anderen: Sie hinterläßt ihre Fingerabdrücke auf der Mordwaffe oder trifft sich mit dem Killer an abgelegenen Orten. Regisseurin Holden Jones, die bereits das Skript für „Ein unmoralisches Angebot“ verfaßte, orientiert sich bei der Struktur ihrer „Die Schöne und das Biest“-Story stark an „Die üblichen Verdächtigen“, wobei es an dessen Raffinesse mangelt. Der unerwartete und unbefriedigende Schluß läßt hier keinen Raum für Spekulationen offen, da die Auflösung mit dem Ganzen nur zu vereinen ist, indem alle vorherigen Handlungsstränge für null und nichtig und zum Lügengebilde erklärt werden.

    Am Produktionsstandard und den schauspielerischen Leistungen gibt es nichts zu bemängeln, doch die einzelnen Bestandteile des Genrekonstrukts sind längst viel zu vertraut, um das Suspense-Moment aufrechterhalten zu können. Selbst einige effektvolle, angsteinflößende Momente können den Eindruck einer Routineübung nicht beseitigen. ara.

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