Filmhandlung und Hintergrund

Modernes Märchen über einen vom Leben enttäuschten Meteorologen, dessen zäher Kampf um die Liebe zu übernatürlichen Kräften führt.

Der Meteorologe Dato hat unschuldig eine langjährige Gefängnisstrafe abgesessen. Bei seiner Rückkehr in die Heimat muss er feststellen, dass seine Frau mit einem neuen Mann liiert ist und seine Kinder von ihm enttäuscht sind. Der verzweifelte Dato erhält einen Wink des Schicksals, als die lebensfrohe Pilotin Lia in sein Leben tritt, die sich prompt in ihn verliebt. Völlig selbstlos hilft sie Dato dabei, sich seiner Frau und seinen Kindern wieder anzunähern. Da entdeckt Dato auch noch, dass er übernatürliche Kräfte besitzt: Er kann wunderschöne Regenbogen erschaffen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • The Rainbowmaker: Modernes Märchen über einen vom Leben enttäuschten Meteorologen, dessen zäher Kampf um die Liebe zu übernatürlichen Kräften führt.

    Ein Familienvater kämpft in dieser fantasievollen Liebesgeschichte nach einem Gefängnisaufenthalt um die Zuneigung von Frau und Kindern.

    In Georgien gehen die Uhren noch anders. In zeitlosem Ambiente entwirft Nana Djordjadze („27 Missing Kisses“) eine Welt des magischen Realismus, die an Emir Kusturica und seine Filme erinnert. Das Personal ist ähnlich skurril, aber weniger mit erdverbundener Derbheit als mit schwereloser Leichtigkeit ausgestattet. Da ist der Tod kein gefürchteter Sensemann in schwarz, sondern eine Sensenfrau in hellem und fließendem Gewand, die mit denen, die sie ins Himmelreich führt, auf Teufel komm raus flirtet, der Opa ein begeisterter Märchenerzähler, der aus seinem im Gefängnis einsitzenden Sohn einen riesigen Helden im Geheimdienst macht und damit dessen Kinder begeistert, die Mutter Elena, ein nymphomanes Flittchen, das jedem Mann hinterher läuft und vom Himmel hoch jauchzend kommt gar eine Pilotin daher, die sich in den Vater Datho verliebt, gerade frisch in die lang vermisste Freiheit entlassen.

    Und die bekommt ihm erst einmal gar nicht gut: die Kids halten ihn für eine traurige „Flasche“, die so gar nicht ihren Vorstellungen vom überragenden Muskelmann entspricht, Elena vergnügt sich mit einem zwielichtigen Feuerschlucker, der ihr von London, Paris und New York vorschwärmt, und die Pilotin lobt ihn nach einer heißen Nacht als guten Liebhaber, aber sein Herz schlägt nur für die ungetreue Angetraute. Alles ändert sich, als ihn ein mysteriöser Kugelblitz durchfährt und der Meteorologe plötzlich wie ein Wettergott über Regen und Sonnenschein bestimmt, bunte Regenbogen zaubern und den Bösewicht in der Badewanne einfrieren lassen kann.

    Hier toben sich übersinnliche Kräfte beim Schnee im August aus, die tragischen, aber liebenswerten Figuren mäandern einsam durchs Leben und tun immer das Falsche, wenn sie das Richtige wollen. Ost-Folklore kommt nicht zu kurz, da wird melancholisch zur Ziehharmonika gesungen, heftig getanzt und vor allem gesoffen, in jeder Situation möglichst Hochprozentiges aus der Flasche. Nahe am Klischee inszeniert die Regisseurin das emotionale Chaos in opulenten Bildern und mit großem Gefühl, dramaturgische Schnitzer übersieht man bei dieser Mischung aus Märchen, Poesie und Wirklichkeit gerne. mk.

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