Filmhandlung und Hintergrund

So finster und außerdem bitter kalt erschien Los Angeles noch in keinem Film. Verblüffen kann das nicht, denn immerhin ist es Michael Tolkin, der als Autor und Regisseur mit einem beißenden Kommentar auf Zeiten und Sitten der Welt der Schönen und Reichen auf den Zahn fühlt. Und wo Tolkin mit spitzer Feder und scharfem Verstand hobelt, da fallen Späne. Fans von Robert Altmans „The Player“ wissen die Sezierungskünste...

Peter und Katherine führen eine typische Yuppie-Ehe: sie sind reich, wohnen in L.A. und leben total aneinander vorbei. Als beide ihre Jobs verlieren, wendet sich das Blatt. Katherine hat genug von Peters Seitensprüngen und sucht sich selbst einen Lover, und auch Peter verdingt sich anderweitig. Um eine Scheidung durchziehen zu können, eröffnen sie mit dem letzten Geld eine exklusive Boutique. Während das Projekt den Bach runtergeht, entdecken beide langsam wieder ihre Gefühle füreinander.

Die Ehe des Yuppie-Paars Peter und Katherine ist am Ende. Um eine Scheidung durchziehen zu können, eröffnen sie mit dem letzten Geld eine Boutique. Während das Projekt den Bach runtergeht, entdecken beide langsam wieder ihre Gefühle füreinander. Bitterböse Yuppie-Komödie, die den neureichen Lebensstil auf die Schippe nimmt.

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Kritikerrezensionen

  • So finster und außerdem bitter kalt erschien Los Angeles noch in keinem Film. Verblüffen kann das nicht, denn immerhin ist es Michael Tolkin, der als Autor und Regisseur mit einem beißenden Kommentar auf Zeiten und Sitten der Welt der Schönen und Reichen auf den Zahn fühlt. Und wo Tolkin mit spitzer Feder und scharfem Verstand hobelt, da fallen Späne. Fans von Robert Altmans „The Player“ wissen die Sezierungskünste des Amerikaners zu schätzen. Denn auch für die ätzende Hollywood-Satire verfaßte er das Buch. In „The New Age“ geht er noch radikaler ans Werk. Kein gutes Haar läßt er am Jetset von L.A., der sich auf Cocktailparties mit „Wie steht’s um Ihre Moral heute nacht“ begrüßt und auch sonst dem alten Rom in Sachen Dekadenz kaum nachsteht. Von der subversiven Systemkritik zeigten sich in den USA sowohl Verleih als auch Publikum überfordert. Hierzulande kann man dieses spröde Werk jetzt auf dem Münchner Filmfest erleben, bevor die Verbannung auf Video droht. Nach dem moralischen Bankrott droht dem ultra-chicen Yuppiepaar Peter und Katherine, von Peter Weller und Judy Davis mit bewundernswertem Zynismus gespielt, finanziell das selbe Schicksal. Ihre letzte Rettung ist ein eigener Laden auf Hollywoods Trendmeile, der Melrose Avenue. Dort will das Paar der reichen Kundschaft all die teuren Dinge andrehen, die den beiden selbst gefallen würden, die man aber sicherlich nicht braucht. Als sich Plan und Laden als Reinfall erweisen, wenden sich die beiden in ihrer zunehmend absurder werdenden Odyssee nach Sinn und Zweck des Daseins der Religion, New-Age-Spiritualismus und sexuellen Untiefen zu. Schließlich scheint der Suizid das letzte probate Mittel zur Rettung zu sein, aber so leicht läßt Tolkin seine Antihelden nicht von der Angel. Tolkins Präzision und Gnadenlosigkeit in der Analyse zweier suchender Seelen im Kreuzfeuer von Konsumrausch und New-Age-Trends erschwert den Zugang zu dem Stoff. Aber „The New Age“ entwickelt eine Faszination, der man sich kaum entziehen kann, zumal die Leistungen vor und hinter der Kamera gestochen scharf sind. ts.

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