The Mod Squad

  1. Ø 0
   1998
The Mod Squad Poster

Filmhandlung und Hintergrund

Drei jugendliche Delinquenten, die Drogenkriminelle Julie, der Brandstifter Lincoln und der Gelegenheitsdieb Pete, geraten an den sozial engagierten Detective Greer, der sie vor die Wahl stellt, entweder ihre Strafe abzusitzen oder als Undercoverspitzel für das L.A.P.D. zu arbeiten. Die Kids entscheiden sich für letzteres, nur um prompt in Mordverdacht zu geraten, als Greer bald darauf erschossen aufgefunden wird. Auf eigene Faust und ohne jede Hilfe nehmen sie die Ermittlungen auf und stoßen in ein Wespennest von Korruption.

Entweder ihre Strafe absitzen oder Spitzel für die Polizei spielen – vor dieser Wahl stehen drei jugendliche Straftäter. Als Spitzel haben sie aber bald eine Menge Ärger am Hals. Mittelmäßiger Teenie-Thriller, der unentschlossen zwischen Actionfilm und Slapstick schwankt.

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Zugegebenermaßen, "The Mod Squad" ist klischeehaft, altbacken und vorhersehbar. Zu nett und zaghaft, um zu überzeugen, zwar gut gefilmt, aber öfter mal mit der Wirkung eines Pilotfilms zu einer TV-Serie zu vergleichen. Nur seine drei Hauptdarsteller stechen da heraus. Claire Danes beherrscht wie immer das Feld, Giovanni Ribisi überzeugt als etwas linkischer Naivling, der von der Polizeiarbeit denkt, dass sie wie im Fernsehen ist, und Omar Epps bildet einen wirkungsvollen ruhigen Pol zwischen den beiden.

    Dadurch, dass die Drei wissen, wie man Charaktere zum Leben erwecken muss und dadurch, dass es einige, leider sehr kurze großartige Momente gibt, z.B. wenn Julie und Peter die Nacht "miteinander" verbringen, kann zumindest die Charakterisierung überzeugen und sich somit über die platte Story stellen. Insgesamt ein Muss für alle Fans der Darsteller, für alle anderen nur Durchschnitt.

    Fazit: Ein etwas altbackener und durchschnittlicher Film, dessen Hauptdarsteller aber überzeugen können.
  • Hollywood kann es nicht lassen, im schier unerschöpflichen Ideenpool von nostalgischen TV-Serien nach Inspiration zu angeln. Doch auf jeden großen Wurf wie „Mission: Impossible“ oder „Auf der Flucht“ kommmen stets wenigstens drei Flops vom Kaliber „Mit Schirm, Charme und Melone“ oder „Flipper“. Eher zweitgenannter Kategorie läßt sich auch die Filmadaption der Krimiserie „The Mod Squad“ zurechnen, die in den USA von 1968 bis 1973 ausgestrahlt wurde. Die drei als Undercovercops rekrutierten jugendlichen Misfits, die bei der Verbrechensbekämpfung keine Waffen tragen dürfen, werden zwar von den vielversprechenden Jungmimen Claire Danes („William Shakespeare’s Romeo & Julia“), Giovanni Ribisi („Der Soldat James Ryan“) und Omar Epps („Scream 2“) porträtiert, dennoch kann sich der altbackene Aufguß nicht einmal annähernd mit einer beliebigen Folge der ähnlich konzipierten 80er-Serie „21 Jump Street“ messen, die einst Johnny Depp als Karrieresprungbrett gereichte.

    Scott Silvers („Johns“) Inszenierung gleicht ein ums andere Mal einer fotogen präsentierten Levis-Werbung (die Firma brachte eine spezielle „Mod Squad“-Kollektion auf den Markt), doch weder Spannungsbogen noch Schauspielerführung zählen zu den ausgewiesenen Stärken des jungen Regisseurs. Abgesehen von der Besetzung des Protagonisten-Kleeblatts, einigen optischen Musikvideo-inspirierten Spielereien in punkto Schnitt und Ausleuchtung und einem Modern-Rock-Soundtrack wartet dieses kränkelnde Retro-Remake mit einer verschlafen vorgetragenen Story von Mord, Teenprostitution, Drogenhandel und Polizeikorruption auf. Auch die Anreicherung der oft albernen Dialoge mit den obligatorischen Profanitäten und bieder-angedeutete Sexszenen können nicht darüber hinwegdeuten, daß diese MGM-Veröffentlichung ihr Verfallsdatum längst überschritten hat. Selbst die schauspielerischen Leistungen sind nicht ohne Makel: Danes‘ schlagkräftige, ehemalige Junkiebraut Julie strahlt statt der angepeilten Coolheit eher arrogante Blasiertheit aus. Momente fragiler Gefühle (Josh Brolin als ihr Exfreund erweist sich als lausiger Zuhälter) haben wenig Tiefgang, so daß sich auch zwischen ihr und Ribisi nicht der kleinste Funken Emotionalität regen will. Ribisi als der auf die schiefe Bahn geratene Sohn aus reichem Haus bleibt hier seiner in „Ganz normal verliebt“ erprobten und reichlich nervtötenden Masche mit peinlichem Effekt treu. Lediglich Epps als afroamerikanischer Brandstifter versteht es, sich recht elegant durch das Geschehen zu manövrieren, das vom jugendlichen Zielpublikum in den USA mit kalter Schulter ignoriert wurde. ara.

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