The Jacket

  
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Filmhandlung und Hintergrund

Nicht ein schickes Jackett von Zegna (für den er einige Zeit warb), sondern eine schmutzige Zwangsjacke trägt Oscar-Gewinner Adrien Brody („Der Pianist“) in diesem vertrackten Psychoschocker. Inszeniert vom Indie-Avantgardisten John Maybury („Love Is The Devil“) spielt Brody einen gedächtniskranken Golfkriegs-Veteranen, der für einen Mord, an den er sich nicht erinnert, in einer Nervenheilanstalt landet. Ein mysteriöses...

1991 im I. Golfkrieg erhält Jack Stars einen Kopfschuss. Einem Totenschein zum Trotz überlebt er die Verletzung mit schwerer Amnesie. Zurück in den USA landet Jack, kurz nachdem er einem kleinen Mädchen seine Erkennungsmarke schenkte, wegen angeblichen Polizistenmordes in der forensischen Psychatrie des Neurologen Dr. Becker. Dessen obskure Menschenversuche haben bei Jack eine Nebenwirkung: Er kann ins Jahr 2007 reisen. Dort versucht er mit Hilfe jenes einst kleinen Mädchens seinen zweiten Tod im Jahr 1993 abzuwenden.

Aus der Psychiatrie heraus versucht Golfkriegsveteran Jack (Adrien Brody) die Vergangenheit zu ändern in diesem stargespickten Fantasy-Thriller.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Nicht ein schickes Jackett von Zegna (für den er einige Zeit warb), sondern eine schmutzige Zwangsjacke trägt Oscar-Gewinner Adrien Brody („Der Pianist“) in diesem vertrackten Psychoschocker. Inszeniert vom Indie-Avantgardisten John Maybury („Love Is The Devil“) spielt Brody einen gedächtniskranken Golfkriegs-Veteranen, der für einen Mord, an den er sich nicht erinnert, in einer Nervenheilanstalt landet. Ein mysteriöses Plotpuzzle um Psychoterror, Halluzinationen, Zeitreise, Liebe, Sterblichkeit, Realitätsmodifikation und Erlösung entfaltet sich.

    Eine in vielen Punkten ähnliche Prämisse kam in „Jacob’s Ladder“, „12 Monkeys“ und zuletzt in „Butterfly Effect“ zum Einsatz. Wie bei den beiden ersteren wird die Unmenschlichkeit des Krieges angeklagt. Dies beschränkt sich hier allerdings fast ausschließlich auf die packend-desorientierende Eröffnungs-Montage, in der ein US-Soldat 1991 von einem irakischen Jungen in den Kopf geschossen wird. Ein Jahr später kehrt derselbe Soldat namens Jack Starks scheinbar geheilt in die Heimat zurück. Unterwegs hilft er einer Mutter (Kelly Lynch) und ihrer kleinen Tochter bei einer Autopanne. Wenig später wacht er in einer Blutlache neben einem toten Cop auf. Dies führt zur Anstaltseinweisung des für unzurechnungsfähig befundenen Starks. Sein Arzt Dr. Becker (Kris Kristofferson als sadistischer Dr. Mengele-Verschnitt) setzt ihn einer grausamen Isolationstherapie aus, bei der Starks in eine Zwangsjacke gesteckt, mit halluzinogenen Drogen vollgepumpt in ein winziges Leichenaufbewahrungs-Kompartement eingesperrt wird. Seine Höllentrips in die eigene Psyche werden dabei immer plastisch-realistischer und schließlich landet er im Jahr 2007. Dort lernt er das inzwischen erwachsene gewordene Mädchen mit der Autopanne kennen und lieben. „King Arthur“-Amazone Keira Knightley mimt sie etwas over-the-top als asoziale Quenglerin, die ihren Kummer mit Alk und Kettenrauchen therapiert. Gemeinsam versuchen sie Jacks im Jahr 1993 bevorstehenden Tod zu verhindern.

    Brody vermittelt versiert den Terror und die Konfusion eines Mannes, für den die Grenzen von Realität und Zeit verschwimmen, kann jedoch nicht über eine gewisse Oberflächlichkeit der Charakterzeichnung hinwegtäuschen. Das Skript von Massey Tadjedin („Leo“) strickt eine recht interessante, aber nicht sonderlich originelle Story. Zudem fällt das menschlich-dramatische Element zu leicht aus, um den Zuschauer emotional ein zu binden. Dabei gelingt es Regisseur Maybury durchaus packende Momente von Klaustrophobie und Hysterie mit starken Bildern zu inszenieren, doch insgesamt überwiegt der visuelle Stil zu Lasten der erzählerischen Substanz. ara.

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