The Host

  1. Ø 3.5
   2006

The Host: Selbstironisches und politisch anspielungsreiches Monstermovie, in dem eine verquere Familie ums Überleben kämpft.

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Filmhandlung und Hintergrund

The Host: Selbstironisches und politisch anspielungsreiches Monstermovie, in dem eine verquere Familie ums Überleben kämpft.

Vor sechs Jahren verkappte ein rücksichtsloser US-Militär (Scott Wilson) tonnenweise hochgiftige Chemikalien, die den Fluss Han verseuchten, der durch die Hauptstadt Seoul fließt. Nun hüpft aus den trüben Fluten am hellichten Tag ein wohnwagengroßes Amphibienmonster mit gesundem Appetit auf Menschenfleisch. Schülerin Hyeon-seo (Ko A-sung), ihr faul-doofer Papi Gang-du (Song Kang-ho) und dessen Vater Park Heui-bong (Byun Hee-bong), dem eine Mischwarenbude gehört, werden Zeugen der Attacke.

Joon-ho Bong („Memories of Murder“) sprengte Südkoreas Boxoffice mit einem selbstironischen, cleveren Monsterschocker, bei dem auch Satire, Slapstick, Survival und politische Anspielungen ihren respektlosen Platz finden. Ein Blockbuster mit Herz und schrägen Typen.

Jahre nachdem ein US-Soldat Gift in den Abfluss gießt, stört eine kleinlastergroße Riesenkaulquappe die Sommeridylle am Fluss in Seoul, indem sie auf Menschenjagd geht. Ein Opfer ist die Enkelin von Hee-bong. Ihre in ein Quarantänelager gesperrte Familie bricht aus und sucht sie auf eigene Faust im Kanalsystem.

Dem Han-Fluss in Seoul entsteigt eines Tages ein amphibisches Monster. Grund: Rücksichtslose US-Militärs haben, ganz kostenbewusst, ihre giftigen Chemikalien einfach im Fluss entsorgt. Zu den zahlreichen Opfern der Riesenkaulquappe zählt die zwölfjährige Tochter eines schusseligen Kioskbesitzers, der daraufhin die restlichen chaotischen Familienmitglieder mobilisiert, um das kleine Mädchen zu retten. Mit Unterstützung der Behörden ist nicht zu rechnen, wollen die den „Unfall“ doch auf ihre ganz eigene Art und Weise lösen.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Nummer eins des All-Time-Box-Office Südkoreas ist ein selbstironisches und politisch anspielungsreiches Monstermovie, in dessen Zentrum eine verquere Familie steht, was Komik und Thrill gleichermaßen Vorschub leistet.

    Internationale Beachtung fand Bong Joon-ho mit dem preisgekrönten „Memories of Murder“. Das Kriminaldrama geriet zum erfolgreichsten Film Südkoreas 2003. Eine Aufwärmrunde für „The Host“, der letztes Jahr zum erfolgreichsten Film Südkoreas aller Zeiten mutierte. 13 Millionen Zuschauer lockte er ins Kino – bei gerade mal 48 Millionen Einwohnern. Dass dies nicht einem gewöhnlichen Horrorfilm gelingen kann, sondern auf ganz andere Qualitäten verweist, stellt sich rasch heraus, denn Bong gewinnt dem nicht sonderlich originellen Sujet sehr erfrischende Perspektiven ab.

    Zunächst zwingt ein rücksichtsloser US-Militär (Scott Wilson) seinen Mitarbeiter, kübelweise hochgiftiges Formaldehyd in den Abfluss zu gießen. Der führt ungeklärt in den Fluss Han, welcher durch die Hauptstadt Seoul fließt. Sechs Jahre darauf, ein schöner Sommertag und die Ufer voller Sommerfrischler, entsteigt den Fluten eine kleinlastergroße Riesenkaulquappe, die sich höchst agil auf Menschenjagd begibt. In der ausbrechenden Panik findet sich die Familie des alleinerziehenden Imbissbudenbesitzers Hee-bong wieder, dessen Enkelin Hyun-seo von dem Monster entführt wird. Ihr Vater Gang-du, sein Bruder und die Schwester, Bogenschützin im Nationalteam, werden in ein Quarantänelager gesperrt. Von dort ereilt sie ein Anruf Hyun-seos, die im Kanalsystem gefangen ist. Als man ihnen Hilfe verweigert, brechen sie aus und suchen Hyun-seo auf eigene Faust – bis sie in Abwasser-Katakomben wie aus „Formicula“ auf das von der Firma The Orphanage überzeugend digital kreierte Untier treffen.

    Zentrum bildet trotz tricktechnisch lupenreiner Auftritte nicht nur die sehenswerte Kreatur, sondern auch eine skurrile Patchwork-Familie, deren männliche Mitglieder allesamt Verlierer-Typen sind. Daraus entsteht Slapstick und Melodram, was Bong mit Action und Thrill mixt. Sein Werk schwankt zwischen creature feature im Stil der 50er-Jahre mit starken Horroranteilen und Satire auf die heutige Gesellschaft Südkoreas. Die Regierung, das zum Seuchenschutz berufene Militär und erst recht die Amerikaner vertuschen nach Kräften, eine menschenfeindliche Bürokratie quält die eingepferchten Überlebenden. Doch zuvorderst wird man fabelhaft unterhalten, weshalb es keinen Grund gibt, wieso „The Host“ nicht auch jenseits von Korea zum Phänomen werden sollte. tk.

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