The Flying Scotsman (2006)

The Flying Scotsman Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

The Flying Scotsman: Spannender und aufschlussreicher Film über den schottischen Radsportler Graeme Obree.

1993 und 1994 stellte der schottische Radprofi Graeme Obree (Jonny Lee Miller) auf dem Gipfel seiner Karriere Stundenweltrekorde im Bahnradfahren auf. Doch mit fadenscheinigen Begründungen erkannte ihm der internationale Radsportverband UCI die Rekorde wieder ab. Für den suizidgefährdeten Sportler bricht eine Welt zusammen; wuchs er doch in ärmlichen Verhältnissen auf und erklomm die Spitze nur mit Hilfe seines Kumpels und späteren Managers Malky (Billy Boyd), dem Priester Baxter (Brian Cox) und Gattin Anne (Laura Fraser).

Bewegendes und vor allem ehrliches Porträt des Radsportlers Obree, bei dem Douglas Mackinnon ohne jegliche Verklärung das Innenleben eines psychisch kranken Menschen im Kampf mit sich selbst nach außen kehrt und die Mechanismen einer abgefeimten Sportwelt zeigt.

Der schottische Radfahrer Graeme Obree stellte 1993 und 1994 Stundenweltrekorde im Bahnradfahren auf und war somit auf dem Zenit seiner Karriere. Danach wurden allerdings durch den UCI die Regelments verändert, so dass ihm die Titel wieder aberkannt wurden. Der Film schildert in einfühlsamen Bildern und mit stimmiger Besetzung den Aufstieg und Fall einer nationalen Sportlegende und das Poträt eines schwierigen Charakters.

Graham Obree wächst in ärmlichen Verhältnissen auf, verliert aber nie den Glauben, einmal ein ganz Großer im internationalen Radsport zu werden. Nur sein Kumpel Malky, der Priester Baxter und seine Frau Anne unterstützen ihn. Als Obree schließlich mit einem selbst gebastelten Gebilde aus Alteisen tatsächlich 1993 Weltmeister in der Einer-Verfolgung und Stundenweltrekordler wird, ist er am Zenit seiner Karriere angelangt – doch dann ändern die Funktionäre das Reglement, und alles Erreichte löst sich in nichts auf.

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Kritikerrezensionen

  • Das bewegende Radsport-Drama des Schotten Douglas Mackinon ist keine verklärende Hommage, sondern ein ehrliches Porträt des Ex-Stundenweltrekordlers Graeme Obree.

    Angesichts der aktuellen Enthüllungen über Doping im Radsport mutet es geradezu lächerlich an, mit welchen Methoden man einen gestandenen schottischen Sportsmann in den neunziger Jahren um Ruhm und Ehre gebracht hat. Die Rede ist von Graeme Obree, der 1993 und 1994 Stundenweltrekorde im Bahnradfahren aufstellte. Doch weil der internationale Radsportverband UCI die Konstruktion seines Fahrrads sowie die Haltung, bei der er seinen Oberkörper weit vorne über den Lenker beugte, monierte, wurden ihm die Rekorde wieder aberkannt. Aus diesen wahren Ereignissen hat nun der versierte Fernsehregisseur Douglas Mackinnon, ein Landsmann Obrees, eine wunderschöne, tragische, typisch schottische (Anti-)Heldengeschichte gemacht. Gepaart mit dem Lokalkolorit aus “Local Hero” und der Außenseiter-Story des Oscar-gekrönten Sportler-Dramas “Die Stunde des Siegers” folgt er der wechselhaften Karriere von Obree (Idealbesetzung: Jonny Lee Miller aus “Trainspotting), der in ärmlichen Verhältnissen aufwuchs, aber immer an sich und daran glaubte, einmal ein ganz Großer im internationalen Radsport zu werden. Drei Personen sind daran maßgeblich beteiligt: sein Kumpel Malky (Billy Boyd, der Pippin aus “Herr der Ringe”), den er bei seinem Job als Radlkurier auf Glasgows Straßen kennen lernt und der zu seinem Manager aufsteigt. Der Priester Baxter (“X-Men 2″-Bösewicht Brian Cox), der ihm seine Werkstatt zur Verfügung stellt, und schließlich seine Frau Anne (Laura Fraser), die ihn moralisch unterstützt und seine schweren Depressionen, unter denen er zeitweise leidet, mitträgt. Als Obree schließlich mit einem selbstgebastelten Gebilde aus Alteisen und den Kugellagern einer Waschmaschine tatsächlich 1993 Weltmeister in der Einer-Verfolgung und Stundenweltrekordler wird, ist er am Zenit seiner Karriere angelangt – doch dann ändern die Funktionäre das Reglement und alles Erreichte löst sich in nichts auf.

    Das größte Kompliment, das man diesem Film machen kann, ist: Man merkt ihm nicht an, unter welch schwierigen Bedingungen, unter anderem musste die Produktionsfirma während des Drehs Insolvenz anmelden, er entstand. Das liegt zum einen am erdigen, ehrlichen Spiel des Hauptdarstellers und seiner exquisiten Nebenakteure, aber auch an Mackinnons Regie, der zum einen großartige choreographierte und geschnittene Sequenzen aus dem Velodrom präsentiert, zum anderen keine verklärende Hommage an einen Volkshelden inszeniert, sondern vielmehr auch das Innenleben dieses komplizierten, psychisch schwer kranken und suizidgefährdeten Menschen nach außen kehrt. Deshalb werden bei “The Flying Scotsman” nicht nur Radsport-Interessierte und Schottland-Fans auf ihre Kosten kommen, sondern auch Freunde von berührenden, emotional packenden Lebensgeschichten. Lasso.

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