Filmhandlung und Hintergrund

Feinsinniger, melancholischer Reigen um fünf Menschen und ihre Abhängigkeit von den fünf Sinnen.

Rachel folgt voyeuristisch einem Paar im Park. Da verschwindet die kleine Tochter der Massage-Kundin ihrer Mutter Ruth, auf die sie aufpassen sollte. Während Medien und Polizei eine Such-Aktion starten, bekommt Ruths Nachbarin Rona, eine Konditorin, Besuch von ihrem Urlaubs-Lover, Freund Robert sucht nach dem Geruch der Liebe. Augenarzt Richard verliert sein Gehör und will eine Bibliothek von Geräuschen aufbauen.

Das Verschwinden eines kleinen Mädchens wirbelt das Leben von fünf Menschen in Toronto durcheinander. Jede/r findet durch einen der fünf Sinne wieder zu sich selbst: Die Mutter des Kindes lässt sich massieren, während die voyeuristische Tochter der Masseuse auf das Mädchen aufzupassen vergisst. In der Nebenwohnung belauscht ein ertaubender Augenarzt die Vorgänge in der Massagepraxis. Und auch Rona, die exzentrische Konditorin, und ihr, nach dem Duft der Liebe fahndender bisexueller Kumpel werden in die Ereignisse verstrickt.

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Kritikerrezensionen

  • The Five Senses: Feinsinniger, melancholischer Reigen um fünf Menschen und ihre Abhängigkeit von den fünf Sinnen.

    Nach „Eclipse“ ein neuer Film des Kanadiers Jeremy Podeswa, der die Schicksale fünf unterschiedlicher Menschen feinsinnig zu einem melancholischen Reigen verwebt. Die Reise in seelische Untiefen ist kompliziert, zieht aber von Anfang bis Ende in Bann.

    Ausgangspunkt für die Konfrontation mit dem eigenen Ego ist das mysteriöse Verschwinden eines kleinen Mädchens in Toronto, mit dem fünf Bewohner eines Mietshauses in irgendeiner Weise verbunden sind. Die Mutter des Kindes lässt sich von der Physiotherapeutin Ruth massieren, deren pubertierende Tochter Rachel folgt im Park voyeuristisch einem Paar und vergisst dabei, auf die Kleine aufzupassen, die plötzlich wie vom Erdboden verschluckt ist. Während Medien und Polizei in Aktion treten, kriegt Ruths Nachbarin Rona, eine phantasievolle Edel-Konditorin, unerwarteten Besuch von ihrem italienischen Urlaubs-Lover, ihr bester Freund Robert, der bisexuelle Raumpfleger für die Reichen der Stadt, sucht unermüdlich nach dem Geruch der Liebe und trifft sich mit seinen männlichen und weiblichen Verflossenen, der Augenarzt Richard verliert langsam sein Gehör und versucht, aus dem Gedächtnis eine „Bibliothek“ an Geräuschen zu installieren. Erst die Begegnung mit einer befreundeten Prostituierten holt ihn aus der Einsamkeit.

    Die Protagonisten repräsentieren die fünf Sinne: Fühlen, Sehen, Schmecken, Riechen und Hören. Aber nicht in Art einer simplen Aufzählung, sondern die Beobachtung, wie die Einzelnen mit ihren Sinnen umgehen, leitet über zu ihren Schwächen, Stärken und Unsicherheiten. Alle durchleben eine Krise, stoßen an die Grenzen der Gefühle, sind auf sich selbst zurückgeworfen und einem schmerzhaften Selbsterkennungsprozess ausgeliefert – ohne Möglichkeit zur Flucht. Jeremy Podeswa jongliert souverän mit diversen Erzählsträngen und Ebenen, verknüpft sie zu einem fulminanten Ganzen. Es geht um Suche – nicht nur nach dem Mädchen, das nach drei Tagen putzmunter wieder auftaucht, sondern auch um die verzweifelte Suche nach Liebe und Sexualität, Anerkennung und Verständnis. Der manchmal leicht ironische, immer aber warmherzige Blick auf das Allzumenschliche, nimmt gefangen. Das Schauspiel-Ensemble, allen voran Mary Louise Parker als mit ihren Emotionen kämpfende junge Frau, überzeugt. Von einem erwachsenen Arthouse-Publikum sollte dieses Kleinod Zuspruch erhalten. mk.

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