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The Divide (2011) Film merken

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Filmhandlung und Hintergrund

An einem Tag, der wie jeder andere begann, explodiert eine Nuklearbombe in New York City. Ein bunt zusammen gewürfelter Haufen Leute rettet sich in einen Bunker unterhalb eines Wolkenkratzers, dann herrschen Stille und Verzweiflung. Zaghaft orientiert man sich, entdeckt eine zunächst beruhigende Menge an Vorräten, und lernt sich gegenseitig kennen und fürchten. Als Hilfe ausbleibt bzw. sich als wenig konstruktiv entpuppt, gewinnen atavistische Triebe die Oberhand, und das Schicksal nimmt seinen horriblen Lauf.

Nach einer Atomexplosion hockt eine Schicksalsgemeinschaft im Bunker und harrt des Wahnsinns, der da naht. Atmosphärisch dichter, klaustrophobischer Horrortrip, das US-Debüt von “Frontièr(s)”-Regisseur Xavier Gens.

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der dritte Kinofilm des französischen Regisseurs Xavier Gens ist ein Thriller der besonders fiesen Art und bereits der Vorspann beeindruckt visuell: Im Vordergrund werden wie üblich die Namen eingeblendet, vor dem dunklen Hintergrund allerdings tauchen immer wieder helle Umrisse auf – menschliche Silhouetten vielleicht oder doch einfach nur helle Muster? Schwer zu sagen, denn kaum, dass sie genauere Konturen angenommen haben, werden sie schon wieder ausgeblendet. Man sieht sich jedenfalls gezwungen, die Augen zusammenzukneifen, den Blick zu schärfen, um vielleicht doch deutlich etwas erkennen zu können. Dieses Bedürfnis wird sich im Laufe des Films allerdings grundlegend ändern!

    Zugegeben, im Prinzip ist ab dem Moment klar, worauf dieses postapokalyptische Szenario zusteuert, wenn die Kellertür ins Schloss fällt und verriegelt wird. Wann und wo immer mehrere Menschen aus welchen Gründen auch immer auf engstem Raum zusammengepfercht werden, gerät die Situation früher oder später (meistens früher) vollkommen außer Kontrolle. Hauptsächlich deshalb, weil die scheinbar zufällig zusammengetroffene Gruppe aus ganz bestimmten Stereotypen besteht: Da gibt es das männliche Alphatier – den „Leader“, den „Weisen“, der zu allem eine Meinung hat und über alles noch ein bisschen mehr weiß und vor allem die Dinge schneller durchschaut als die anderen Beteiligten. Das schwächste Glied in der Kette – das „Opfer“, wahlweise männlich oder weiblich, aber in jedem Fall wahnsinnig labil. Natürlich darf der „Good-Guy“ nicht fehlen – ein attraktiver Jüngling, der sich am Liebsten aus allem raushalten würde. Ihn erwischt es entweder durch einen dummen Zufall zuerst oder er geht am Ende mehr oder weniger ungewollt als Held hervor. Dann wäre da noch die „Schöne“, die manchmal herzensgut ist und trotzdem alle um den Verstand bringt und für die sich der „Good-Guy“ nur zu gerne opfert. Sie kann sich aber auch als „Femme fatale“ entpuppen und bewusst alle anderen ins Verderben stürzen. Und last but not least ist da natürlich noch der „Draufgänger“. In der Regel jünger als der „Leader“ und schnell von dessen Machtposition besessen, was unweigerlich zum Konflikt führt, der in den seltensten Fällen unblutig, geschweige denn gewaltlos abläuft. Erst recht nicht bei Gens, der als Mitbegründer der neuen französischen Härte gilt. Wer in „The Divide“ nun welchen Stereotypen verkörpert, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten, aber so viel sei gesagt, Gens und seine Autoren verstehen es durchaus, ein bisschen mit diesen Typen zu spielen.

    Gefangen in einem Keller – da liegt eigentlich ein kammerspielartiger Aufbau nahe und ein Großteil des Films kann durchaus so bezeichnet werden. Allerdings lässt Kameramann Laurent Barès sein Arbeitswerkzeug hin und wieder entfesselt durch die Gänge des bunkerartigen Kellers und sogar durch die Luftschächte und Schlüssellöcher sausen und verhindert so absichtlich, dass sich der Zuschauer einen genauen Überblick über den Aufbau des Kellers verschaffen kann. Was aber nicht heißt, dass auf diese Weise suggeriert würde, es gäbe dort viel Platz. Es ist viel eher so, dass diese rasanten Fahrten dem Zuschauer wenigstens einen kurzen Moment des Aufatmens ermöglichen von der ansonsten absolut klaustrophobischen Atmosphäre und den grausigen Bildern.

    Gens findet abscheulich schonungslose Bilder, und zwar nicht nur für die unausweichliche Eskalation und zwingt den Zuschauer ganz nah ran an den physischen wie psychischen Zerfall seiner Protagonisten. Horror hat immer mit etwas „Nicht-Menschlichem“ zu tun und wenn sich zwei der Protagonisten eine Glatze rasieren, auch sonst sämtliche Haare an ihren Körpern entfernen und nur noch fast nackt rumlaufen, ist auch nicht mehr viel Menschliches dran an ihnen. Das Verhalten der beiden tut dann sein Übriges.

    Ach ja, Serienfans aufgepasst: Milo Ventimiglia ist längst rausgewachsen aus der Lederjacke von Jess Mariano und auch die Tolle von Peter Petrelli passt nicht mehr zu ihm – in „The Divide“ zeigt er sich von einer ganz ganz anderen Seite.

    Fazit: Ein postapokalyptischer Schocker mit Thriller- und Horrorelementen – der Stoff, aus dem Albträume gestrickt sind.
  • Mit “Frontièr(s)” empfahl sich Xavier Gens als Vertreter des neuen französischen Horrors, und wie Kollege Aja ließ auch er sich nicht lang bitten, dem Rufe Hollywoods zu folgen. In diesem düsteren Horrorthriller ist sofort klar, wohin der Hase inhaltlich läuft, der Rest sind Panik, schleichender Wahnsinn und nackte Gewalt. Erstklassige Darsteller, darunter Michael Biehn und Rosanna Arquette, verleihen den Charakteren Farbe und Tiefe. Hartgesottene Genrefans sitzen hier richtig.

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