Filmhandlung und Hintergrund

Unterhaltend inszenierte Mischung aus Doku-Drama und -Komödie um die weltweite Übertragung der Mondlandung.

Juli 1969: Vier Wissenschafter in der Einöde Australiens sollen mit dem größten Radioteleskop der südlichen Hemisphäre die Signale der „Apollo 11“ empfangen und für die weltweite Übertragung von Neil Armstrongs Mondlandung sorgen. Nach technischen Pannen und einer Fast-Naturkatastrophe schaffen es die Helden in letzter Minute.

Juli 1969. Irgendwo im Nowhere Australiens steht die größte Teleskopantenne der südlichen Hemisphäre – „The Dish“ genannt – inmitten einer riesigen Schafweide. Mit der Beschaulichkeit ist es allerdings bald vorbei, denn die Schüssel soll die Signale der „Apollo 11“ empfangen und weltweit als Medienereignis senden. Vier Wissenschaftler geben ihr Bestes, um die Übertragung von Armstrongs Mondlandung zu sichern. Nach technischen Pannen und einer Fast-Naturkatastrophe schaffen es die Helden in buchstäblich letzter Minute.

Juli 1969: Irgendwo mitten in Australien sollen vier Wissenschaftler mit einer riesigen Teleskopantenne die Übertragung von Armstrongs Mondlandung ermöglichen. Charmant-skurrile Mischung aus Komödie und (Pseudo-) Dokumentation über die turbulente, weitgehend unbekannte Geschichte der damals von 600 Millionen Menschen gesehenen TV-Live-Übertragung.

Alle Bilder und Videos zu The Dish

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

So werten die User ø 0,0
(0)
5
 
0 Stimmen
4
 
0 Stimmen
3
 
0 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen
So werten die Kritiker (1 Stimme)
5
 
0 Stimmen
4
 
0 Stimmen
3
 
0 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • The Dish: Unterhaltend inszenierte Mischung aus Doku-Drama und -Komödie um die weltweite Übertragung der Mondlandung.

    Im Juli 1969 verfolgen 600 Millionen Menschen weltweit im Fernsehen die Schritte des ersten Menschen auf dem Mond. Die wenigsten wissen, dass die Übertragung durch eine australische Teleskopantenne fast schief gegangen wäre. Was hinter den Kulissen bei den Wissenschaftlern „down under“ passierte, erzählt Rob Sitch als unterhaltende Mischung aus Doku-Komödie und -Drama „based on a true story“.

    Irgendwo im Nowhere Australiens am Rande eines kleinen Kaffs namens Parkes steht die größte Teleskopantenne der südlichen Hemisphäre – genannt „The Dish“ – inmitten einer riesigen Schafweide. Mit der Beschaulichkeit ist es im Juli 1969 vorbei, denn die Schüssel von den Ausmaßen eines Fußballfeldes soll die Signale der „Apollo 11“ empfangen und weltweit als Medienereignis übertragen. Den drei australischen Wissenschaftlern wird der Nasa-Mitarbeiter Al Burnett vor die Nase gesetzt, was die widerspenstigen Aussies nicht gerade freut, fühlen sie sich doch wie unter kolonialem Kuratel. Nach einigen Disputen raufen sich der von einer Aura der Traurigkeit umwehte Team-Chef Cliff Buxton, der reizbare Mitch und der schüchterne Glenn mit dem Amerikaner zusammen, gemeinsam wollen sie das einzigartige Projekt stemmen. Durch ein Versehen von Mitch bricht der Kontakt zur Raumkapsel ab. Ohne das Raumfahrtzentrum Houston zu informieren, versucht das Quartett in einem Wettlauf mit der Zeit auf eigene Faust den Fehler zu beheben. Kurz vor der Mondlandung scheint alles wieder in Butter. Doch die Freude währt nicht lang, ein Riesensturm stellt die Übertragung in Frage.

    Diese unbekannte Hintergrundgeschichte inszeniert Rob Sitch als amüsanten Blick in die Vergangenheit, ein Großteil der Dreharbeiten fand in Parkes und um die Schüssel herum statt, der heute fast anachronistisch wirkende Kontrollraum wurde rekonstruiert und sogar mit einem Nasa-Original zum Empfang der Signale von damals dekoriert. Lokalkolorit und vor allem die Musik von Jesse Colin Youngs „Get Together“ bis „Good Morning Sunshine“ aus „Hair“ spiegeln den Zeitgeist wieder. Sehr genau zeichnet Sitch die persönlichen Konflikte zwischen den vier Männern, den Kampf gegen die unberechenbaren Naturkräfte und die wissenschaftlichen Kalamitäten. Liebevoll-ironisch die Beobachtung der schrulligen Einwohner, allen voran der schlitzohrige Bürgermeister. Die Honoratioren platzen fast vor Stolz und genießen die Bedeutung ihrer kleinen Stadt, laufen wie ein Haufen Hühner durcheinander, wenn Premierminister und amerikanischer Botschafter sich die Ehre geben und gemeinsam mit ihnen der Fernseh-Übertragung harren. Unverkennbar der subtile Angriff auf Autoritäten – wenn dem Botschafter statt amerikanischer Nationalhymne falsche Melodien entgegenschallen und er hilflos mit der Hand auf dem Herzen herum hantiert und seine Gesichtszüge entgleisen oder wenn er während der technischen Panne unbedingt Neil Armstrongs Stimme hören will und die gewitzten Wissenschaftler ihm vom Nebenraum aus per Funk die gewünschte Botschaft verklickern. In Australien stand „The Dish“ wochenlang an der Spitze, mauserte sich zum fünfterfolgreichsten Film in der Geschichte des Landes. Das wird hier zwar nicht der Fall sein, aber Anhänger australischen Humors und Eigenwilligkeit könnten diesen „Sleeper“ vielleicht wach küssen. mk.

Kommentare