The Birdcage - Ein Paradies für schrille Vögel (1996)

Originaltitel: The Birdcage
The Birdcage - Ein Paradies für schrille Vögel Poster

Bilder

Filmhandlung und Hintergrund

The Birdcage - Ein Paradies für schrille Vögel: Elanvolles US-Remake des französischen Kultklassikers "Ein Käfig voller Narren" von Regisseur Mike Nichols.

Der homosexuelle Nachtclubbesitzer Armand und Drag Queen Albert sind seit 20 Jahren ein eingepieltes Paar. Als “ihr” Sohn von seinen Hochzeitsplänen kündet, ist der Teufel los. Seine Auserwählte ist ausgerechnet die Tochter eines ultrakonservativen Senators, der selbst gerade in einen Skandal verwickelt ist. Auf Biegen und Brechen versuchen die beiden Schwulen nun, den Eindruck einer ganz normalen Familie zu erwecken…

Armand und Albert sind ein glückliches Paar. Ihren Lebensunterhalt verdienen sie als Transvestiten-Künstler in dem Amüsierlokal “Birdcage”. Da taucht unvermittelt Armands verschollener Sohn Val auf und verkündet, daß er die Tochter des erzkonservativen Senators Keeley heiraten will. Doch damit nicht genug. Vals Schwiegereltern in spe sind bereits auf dem Weg, um ihre zukünftige Verwandtschaft kennenzulernen. Und nichts würde sie mehr schockieren, als ein schwules Liebesnest voller schriller Vögel…

Armands und Alberts traute Zweisamkeit wird gestört, als der Filius des einen die Tochter eines konservativen Politikers heiraten will, dem man ein akzeptables Familienleben vorspielen muß. US-Remake des französischen Travestie-Klassikers.

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Starkomiker Robin Williams (“Jumanji”) und der versierte Broadway-Schauspieler Nathan Lane begeistern als homosexuelles Paar in dem espritreichen US-Remake des französischen Kultklassikers “Ein Käfig voller Narren” (1978). Von Regisseur Mike Nichols (“Wolf – Das Tier im Manne”, “Silkwood”) im Stil einer spritzig-frechen Farce inszeniert, versuchen sie auf Biegen und Brechen den Eindruck einer ganz normalen Familie zu erwecken, als “ihr” Sohn sich anschickt, die Tochter eines erzkonservativen Senators zu heiraten.

    Der wichtigste Bestandteil dieser unfehlbaren Komödien-Erfolgsformel ist das wunderbare Zusammenspiel von Williams als zumeist unerschüttlich-ausgeglichener “Birdcage”-Nachtclubbesitzer Armand und Nathan Lane als allürenhafter Lebensgefährte Albert, der mit seiner Show als unnachahmbare Drag-Diva Starina für Furore sorgt. Die Tunten-Turbulenz des Originals wurde von der französischen Rivieria ins nicht minder pulsierend-freizügige South Beach in Miami verlegt. Schmissig eingeläutet wird der Gute-Laune-Spaß mit einer Transvestiten-Nummer zu Sister Sledges “We Are Family” (gleich welcher sexueller Präferenz), die die deutliche Botschaft des Films gleich auf den Punkt bringt. Doch bis der Song als Schlußnummer wiederholt werden kann, werden die Lachmuskeln der Zuschauer erst einmal schonungslos in Anspruch genommen.

    Als Armands Sohn Val (Dan Futterman) – Zeugnis eines einzigen heterosexuellen Fehltritts – seine Heiratspläne verkündet, ist der Teufel los. Ist seine Auserwählte Barbara (Calista Flockhart) doch ausgerechnet die Tochter von Senator Keeley (einfach klasse: Gene Hackman), der Mitgründer der Koalition zur moralischen Ordnung ist und selbst den möglichen republikanischen Präsidentschaftskandidaten Bob Dole für zu liberal befindet. Für das erste Zusammentreffen der “Familien” soll sich der allzu offensichtliche Albert verziehen. Von dieser Forderung zutiefst verletzt, bemüht er sich stattdessen in einer herrlich komischen Sequenz – schon ein Höhepunkt des Originals – so männlich wie John Wayne zu gebärden, um schließlich unerwartet als Vals Mutter beim Dinner aufzukreuzen. Mit ihren eigenwilligen Ansichten zu Reizthemen wie Abtreibung, Juden und Wirtschaftslage ist sie genau nach Keeleys Geschmack; Mutter Keeley (Diane Wiest) hingegen wird schon bald mißtrauisch. Und dann ist da noch Vals leibliche Mutter (Christine Baranski) bestelltermaßen auf dem Weg, um ihrem Sohn auszuhelfen und das Chaos komplett zu machen.

    Drehbuchautorin Elaine May (“Ishtar”) dienten das gleichnamige Bühnenstück und das Skript des Originalfilms als Vorlage. Sie injiziert der amüsanten Boulevardkomödie die rechte Dosis zeitgenössischen politisch und kulturell inspirierten Humor, wobei gerade allerlei gezielte Seitenhiebe auf reaktionäre Republikaner und scheinheilige Moralapostel voll ins Schwarze (sic!) treffen. Die technisch hervorragende Topproduktion wird von einem entspannten laissez-faire-Grundton beherrscht und versteht es mit schwungvollem Charme, wohl selbst beim etwas konventioneller gepolten Publikum Toleranz für “alternative” Familienformen aufkeimen zu lassen. Die heiter-unbeschwerte Atmosphäre wird optisch vom farbenfrohen Produktionsdesign und schmissigen Kostümen ergänzt, und der schwungvolle Disco/Latino-Score tut sein übriges, um diesen Käfig voller schräger Vögel einem umfangreichen Publikum ans Herz wachsen zu lassen. ara.

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