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Teufelsmoor

  

Filmhandlung und Hintergrund

Das Drama mit Horror-Elementen erzählt im Stil vieler ZDF-Krimis von einer Jahrzehnte zurückliegenden Familientragödie. Der Handlungskern dieser Familientragödie ähnelt verschiedenen Krimidramen, die das ZDF in seinen Montagsfilmen erzählt hat: Der Tod eines nahen Angehörigen zwingt eine Frau dazu, nach vielen Jahren in ihr Heimatdorf zurückzukehren, wo sie mit den Erinnerungen an ein traumatisches Ereignis...

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Das Drama mit Horror-Elementen erzählt im Stil vieler ZDF-Krimis von einer Jahrzehnte zurückliegenden Familientragödie.

    Der Handlungskern dieser Familientragödie ähnelt verschiedenen Krimidramen, die das ZDF in seinen Montagsfilmen erzählt hat: Der Tod eines nahen Angehörigen zwingt eine Frau dazu, nach vielen Jahren in ihr Heimatdorf zurückzukehren, wo sie mit den Erinnerungen an ein traumatisches Ereignis aus ihrer Kindheit oder Jugend konfrontiert wird. „Teufelsmoor“ ist daher ein eher ungewöhnlicher Mittwochsfilm im „Ersten“, zumal sich Brigitte Maria Bertele bei ihrer Inszenierung wiederholt beim Horrorgenre bedient; mitunter erinnert ihre Arbeit an die teilweise durchaus sehenswerten Produktionen, mit denen ProSieben vor zwanzig Jahren seinem jungen Publikum das Gruseln lehren wollte. Ähnlich wie einst „Biikenbrennen“ (1999) orientiert sich das erste verfilmte Drehbuch von Corinna Vogelsang an alten norddeutschen Bräuchen: Einer Sage zufolge holt sich ein Moormann jedes Jahr in den winterlichen Raunächten eine Seele; um das zu verhindern, stellen die Dorfbewohner Laternen ins Fenster. Das letzte Opfer des Monsters stammte aus der Familie von Inga Hauck (Silke Bodenbender): Ihr kleiner Bruder ist vor dreißig Jahren im Moor verschwunden. Dieses Trauma hat die Frau nie bewältigt; sie sollte auf Magnus aufpassen. Als ihr Vater stirbt, kommt sie mit ihrem kleinen Sohn Max zurück. Wieder ist es Winter, wieder warnen die Einheimischen vor dem Ungeheuer aus dem Moor, und Adoptivschwester Anna (Bibiana Beglau) sorgt dafür, dass Inga wird von ihren Erinnerungen heimgesucht wird.

    Für Grimme-Preisträgerin Bertele („Grenzgang“) ist das ein eher ungewöhnlicher Stoff, schließlich hat sich die Regisseurin ihren ausgezeichneten Ruf vor allem durch Dramen erworben. „Teufelsmoor“ ist zwar kein Horrorfilm, aber Bertele zieht viele Register des Genres, um zu verdeutlichen, wie Inga mehr und mehr abdriftet. Da die Spannung der Geschichte vor allem aus den offenen Fragen resultiert, lässt sie ausgerechnet im letzten Drittel nach, als Inga die Antworten findet. Bis dahin ist das Drama dank des geschickten Einsatzes vieler kleiner Schockmomente durchaus fesselnd. Sehenswert sind vor allem die beiden Hauptdarstellerinnen. Schon die Kombination ist clever: hier die gern bodenständig besetzte blonde Bodenbender, dort die wildgelockte brünette Beglau, deren Figuren stets etwas speziell sind. Bertele inszeniert die beiden Frauen konsequent als Kontrast: die eine transparent und verletzlich, die andere undurchdringlich und düster. Herausragend ist auch die Bildgestaltung: Kameramann Sten Mende taucht die Landschaft in ein klirrend kaltes Winterlicht. Selbst die gelegentlichen Schmuckbilder von prachtvollen Sonnenuntergängen wirken schließlich sinister. tpg.
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