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Testamento

Kinostart: 27.11.2003

Filmhandlung und Hintergrund

Spannende Doku über den Che-Guevara-Vertrauten und Revolutionär Alfonso Bauer Paíz und die Geschichte seines Heimatlandes Guatemala.

Der 83-jährige Alfonso Bauer Paíz ist Sozialist, Rechtsanwalt und Freimaurer. Seit mehr als einem halben Jahrhundert kämpft er für soziale Gerechtigkeit und gegen die Ausbeutung durch Militärregime und verschiedene multinationale Konzerne in seinem Heimatland Guatemala und auf dem gesamten lateinamerikanischen Subkontinent. Sein mitunter bewaffneter Kampf machte ihn zum Weggefährten Che Guevaras und brachte in an die Brennpunkte der Revolutionen in Chile, Kuba und Nicaragua.

Ein halbes Dutzend Revolutionen und mehr als ein halbes Jahrhundert lateinamerikanischer Historie spiegeln sich in Paiz‘ Lebenserinnerungen und damit auch in Uli Stelzners und Thomas Walters spannendem Dokumentarfilm.

Als Freimaurer und Freund Che Gueveras war Alfonso Bauer Paíz an zahlreichen revolutionären Bewegungen innerhalb seines Heimatlandes und des Kontinents beteiligt. Heute besetzt Paíz als einer der wenigen linken Abgeordneten einen Sitz im Parlament. Das filmische Portrait zeichnet zugleich die tragische Geschichte Guatemalas und Lateinamerikas nach.

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Darsteller und Crew

  • Uli Stelzner
    Uli Stelzner
  • Thomas Walther
    Thomas Walther
  • Tito Medina
    Tito Medina
  • Paul Alvarado
    Paul Alvarado

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Testamento: Spannende Doku über den Che-Guevara-Vertrauten und Revolutionär Alfonso Bauer Paíz und die Geschichte seines Heimatlandes Guatemala.

    Dokumentarisches Porträt des inzwischen 85-jährigen Alfonso Bauer Paíz, der in seiner Heimat Guatemala und in den Jahren im Exil als Anwalt, Abgeordneter, im Untergrund, als Rechtsberater, Hochschullehrer, Freimaurer und Opfer von Attentaten immer den aufrechten Gang des seine Überzeugungen und Ideale vertretenden Kämpfers ging. „Poncho“ glaubt nach wie vor an „das große Projekt des Sozialismus“ und an die Möglichkeit, „die Welt zu verändern“, auch wenn gerade in Guatemala „die Demokratie noch nicht funktioniert.“

    Der erfolgreichste Dokumentarfilm Guatemalas, von deutschen Regisseuren als Projekt der auf Lateinamerika spezialisierten Mediengruppe ISKA realisiert, lässt Bauer Paíz, seine noch lebenden Kinder und Verwandten sowie Freunde und Weggefährten zu Worte kommen. Er geht streng chronologisch vor, so dass sich samt seltenem Archivmaterial eine Geschichte des Landes und der internationalen Verflechtungen ergibt, speziell in Teilen, die sich mit Bauer Paíz‘ Engagement gegen US-Konzerne und seine Jahre im Exil in Mexiko, Chile und Kuba befassen.

    Über die politische Ebene hinaus wird deutlich, mit welchen Entbehrungen auf privater Seite Bauer Paíz‘ Arbeit verbunden war. Seine auf Pflichterfüllung gründende Lebenseinstellung -„zuerst die Politik, dann die Familie“ - und die frühen Tode seiner Frauen und Töchter brachte der Familie des so ruhelosen wie „beständigen Menschen“ Schmerzen, sie zahlte einen hohen Preis. Für alle an Lateinamerika Interessierte ein fesselndes Dokument. ger.

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