Filmhandlung und Hintergrund

Skurrile Geschichte über einen jungen Fahrradkurier, der durch seinen Job in Schwierigkeiten gerät. In Clip-Ästhetik photographiert.

Der 18jährige Jojo verdient sein Geld als Fahrradkurier in den Straßen Wiens. Die zunächst eher eintönige Arbeit versüßt er sich durch aufregende Tagträume, die schließlich Wirklichkeit werden. So wird der Junge unwissentlich als Drogenkurier mißbraucht, schläft das erste Mal mit einer Frau und gerät in Konflikt mit der Polizei.

Skurrile Geschichte über einen jungen Fahrradkurier, der durch seinen Job in Schwierigkeiten gerät. In Clip-Ästhetik photographiert.

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Kritikerrezensionen

  • Tempo: Skurrile Geschichte über einen jungen Fahrradkurier, der durch seinen Job in Schwierigkeiten gerät. In Clip-Ästhetik photographiert.

    Nomen est Omen, denn bei „Tempo“ geht es um das Tempo, mit dem ein Fahrradkurier durch die Stadt rast, aber auch ums schnelle Leben, um Rave, die neue Jugendkultur als Hintergrund für eine Story um erste Liebe und Freundschaft. Der Debütfilm des Österreichers Stefan Ruzowitzky begeisterte das Publikum beim 18. Max-Ophüls-Preis in Saarbrücken und erhielt u.a. den Förderpreis der Jury.

    Der 34jährige Regisseur, der sich seine Sporen bei Werbespots und Musikvideos verdiente, spricht mit seinen schnellen Schnitten, der skurrilen Story und der Techno-Musik vor allem jugendliche MTV-Zuschauer an. Das Leben des 18jährigen Jojo (Xaver Hutter), der von zu Hause abgehauen ist, findet hauptsächlich auf den Straßen Wiens statt. Wenn er auf seinem Fahrrad Briefe, Blumen oder Videocassetten transportiert, geht oft die Fantasie mit ihm durch, da mutiert der Empfänger eines nur in seiner Vorstellung existierenden Pornovideos zum perversen Politiker und entpuppt sich in der Realität als gemütliche Oma, die sich über harmlose Kindstaufe-Bilder freut. Als er vom arroganten Yuppie Bernd (Dani Levy) mit Brief und Rose zur schönen Clarissa (Nicolette Krebitz) geschickt wird, beginnt ein Abenteuer, das ihn mit Haut und Haaren frißt. Nicht nur das erste Mal mit einer Frau bringt ihn ins Schwitzen, auch homoerotische Annäherungen, schlagkräftige Ganoven oder halbtote Mafiosi sorgen für Aufregung. Und auch mit der Polizei, die seinen Wohngenossen, einen liebenswerten Kleinkriminellen, auf dem Kieker hat, muß sich der Jungmann auseinandersetzen. Der Alltag wächst Jojo fast über den Kopf, zumal als er entdeckt, daß er als Drogenkurier mißbraucht wurde. Dennoch gewinnt er dem Ganzen am Ende etwas Positives ab: „Ich hab‘ mein erstes Geld verdient, meine erste eigene Wohnung gehabt und zum ersten Mal mit einer Frau geschlafen.“

    „Tempo“ handelt vom Lebensgefühl einer Generation, die im Hier und Jetzt genießen und das Glück nicht auf unbestimmte Zeit verschieben will. Ruzowitzky und sein junges Team aus Werbung, Musik- und Jugendmedien realisierten einen Teenie-Film in zeitgenössischer Ästhetik, einen riesigen Clip, bei dem die wichtigsten DJs der österreichischen Techno- und House-Szene zur Mitarbeit gewonnen werden konnten und ein „Großrave“ in einer bekannten Wiener Location authentische Atmosphäre vermittelt. Der coole Held mit Hang zur Schüchternheit steht für eine junge Generation, die erste Erfahrungen mit Sex, Liebe, Drogen und Musik macht und sich auf Raves Sehnsüchte aus dem Bauch tanzt. Die unter 25Jährigen kommen bei „Tempo“ voll auf ihre Kosten. Der Soundtrack, der von elektronischen Salsa-Rhythmen über Sphärenklänge bis zum klassischen Techno-Gewummer reicht, sollte selbst den müdesten Kids in die Beine fahren.mk.

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