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Kritikerrezensionen

    1. Loslassen, sich selbst finden und Abschied nehmen. Das sind zentrale Themen, die sich perfekt in dem Mikrokosmos Familie abhandeln lassen. Meikels Leben ist geprägt von seinem Pflichtbewusstsein seinem Vater gegenüber. Ihm zu liebe lässt er sich in die Rolle des Juniorpartners pressen, obwohl er eigentlich viel lieber Tierarzt geworden wäre. Doch dann lässt Meikel los, betrachtet den Trip auf die Malediven als Auszeit und findet sich selbst. Seine Familie ist es, die dann Abschied nehmen muss.

      Bis zum zentralen Wendepunkt wird die Geschichte aus Meikels Sicht erzählt, danach wechselt die Erzählperspektive häufig. Dialoge sind nahezu unnötig. Die Geschehnisse werden durch die starken Bilder vermittelt und der Hauptdarsteller Max Riemelt ist auch ohne viele Worte in der Lage, das Innenleben seiner Figur nach außen hin sichtbar zu machen.

      Die Bilder in Meikels Gegenwart sind kalt und ein wenig düster. Sie stehen damit in direktem Kontrast zu den hellen, sonnigen Bildern auf den Malediven und zu den warmen Bildern, in denen seine Erinnerungen an das gemeinsame Spielen mit Björn aus seinen Kindertagen erzählt werden.

      Leider ist bei diesem Drama nicht alles so gut gelungen, wie die Kameraarbeit: Zum einen ist es völlig unerklärlich, weshalb sich Meikels Mutter plötzlich ausgerechnet mit dem Tod von Lady Di beschäftigt. Es ist ärgerlich, dass in diesem Zusammenhang Sätze wie „Autounfälle gehören zum Leben. Sie geben den Menschen ihre Gefühle zurück!“ fallen, wobei die Dialoge sonst alles andere als sinnfrei sind, auch wenn es im ersten Moment so scheint. Und zum andern verliert eine der Ebenen, auf denen die Handlung erzählt wird, zu schnell den sinnigen Zusammenhang. Diese Tatsache fällt allerdings weniger ins Gewicht, da sich dort hervorragende Sequenzen abspielen. Beispielsweise wenn Meikel allein durch den menschenleeren Flughafen irrt und seinen jüngeren Bruder sucht.

      Nach dem Wendepunkt wagt sich Regisseur Luki Frieden in eine Welt vor, die niemand kennt und versucht, Bilder für sie zu finden. Die Insel auf den Malediven wird zum Paradies und Frieden zeigt den Tod als Übergang zu etwas sehr Schönem.

      Fazit: Eine Geschichte über Freundschaft und Familie. Ein Drama über loslassen müssen und festhalten wollen. Eine Phantasie über das Paradies, die sich sehen lassen kann.

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