Tatort: Wegwerfmädchen

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   2012
Tatort: Wegwerfmädchen Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Tatort: Wegwerfmädchen: Erster Teil einer "Tatort"-Doppelfolge mit Maria Furtwängler als Kommissarin Charlotte Lindholm.

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Kritikerrezensionen

  • Nach der Kooperation zwischen WDR und MDR darf der NDR mit dem Zweiteiler über Zwangsprostitution als erster ARD-Sender zwei Sonntage im Alleingang gestalten.

    Das Zusammenspiel der Kommissare aus Köln und Leipzig („Kinderland“/Ihr Kinderlein kommet“) war ein Höhepunkt der „Tatort“-Geschichte. Der NDR-Zweiteiler wird für ähnliches Aufsehen sorgen. Wie „Kinderland“, so beginnt auch „Wegwerfmädchen“ mit dem Mord an einer jungen Frau. Auch wenn Regisseurin Franziska Meletzky und Kamerafrau Eeva Fleig die Grausamkeit der Ereignisse optisch entschärfen: Die Bilder verfehlen ihre Wirkung nicht. Seinen Titel verdankt Teil eins einem tatsächlichen Ereignis: Wie das Filmopfer war eine Frau im Müll entsorgt worden. Doch in Dähnerts Drehbuch gibt es eine Überlebende, und dank deren Schilderungen kann sich Lindholm schließlich einen Tathergang zusammenreimen, der ungeheuerlich erscheint: Mit Hilfe eines stadtbekannten Zuhälters (Robert Gallinowski) haben die Honoratioren von Hannover einen heiteren Abend gefeiert. Zum Dessert gab’s zwangsprostituierte Mädchen aus Weißrussland, die anschließend zum Schweigen gebracht wurden. Als Dähnert seine erste Drehbuchfassung fertig hatte, wurde die Budapester Sexparty der Versicherungsgruppe Ergo bekannt; nun tragen auch die Mädchen im Film verschiedenfarbige Armbänder.

    Als Zeugin der Anklage soll jene junge Frau fungieren, die ihre Entsorgung wie durch ein Wunder überlebt hat. Für Emilia Schüle ist dies nach „Isenhart“ (ProSieben) und der Titelrolle in „Die letzte Spur – Alexandra, 17 Jahre“ (Sat.1) ein weiterer Schritt, um „Freche Mädchen“ hinter sich zu lassen, zumal die junge Schauspielerin eine ganz neue Qualität offenbaren darf: Ihre Eltern sind Russlanddeutsche, sie spricht fließend russisch. Davon abgesehen nutzt sie das Spektrum der Rolle weidlich aus und macht ihre Sache neben Maria Furtwängler ausgezeichnet. Trotzdem steht außer Frage, wer der Star der beiden Filme ist, zumal Lindholms Gegner mächtig sind. Furtwänglers Anteil an der Gestaltung ihrer Figur war so groß, dass sie nach Dähnerts Ansicht als Koautorin genannt werden sollte. Gerade die spannenden Szenen verdanken ihr hohes Maß an Intensität allerdings nicht nur der Hauptdarstellerin, sondern auch einem bestechenden Zusammenspiel von Bildgestaltung und Tonmischung. tpg.

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