Tatort: Vermisst

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   2008
Tatort: Vermisst Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Tatort: Vermisst: 20-jähriges Dienstjubiläum für Lena Odenthal!

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Kritikerrezensionen

  • Die besten Filme der bald vierzigjährigen „Tatort“-Historie glänzten meist durch großartige Ensemble-Leistungen, ungewöhnliche Geschichten oder außergewöhnliche Inszenierungen. Für Ulrike Folkerts‘ Jubiläums-Krimi gelten diese Aspekte ebenfalls, doch das herausragende Merkmal ist die Geschichte.

    Vielleicht war es ganz gut, dass Autor Christoph Darnstädt zunächst gar nicht wusste, welchen besonderen Anlass sein Werk schmücken durfte: Mit diesem Film begeht der SWR das zwanzigjährige Dienstjubiläum von Lena Odenthal. Darnstädts Erzählung aber ist weit entfernt davon, ein Feierstück zu sein. Die Konzentration gilt allein dem Fall, und der ist einer der kniffligsten, mit denen es die Ludwigshafener Ermittlerin in ihrer bewegten Karriere zu tun hatte.

    Während die Kollegen mit Lena Geburtstag feiern wollen, steht die Hauptkommissarin schon neben einer weiblichen Leiche. Rätselhaft wird der Fund durch einen Anruf der Frau kurz vor ihrem Tod: Sie wolle eine Aussage zum Fall Ritterling machen. Der allerdings ist längst geklärt: Vor zwölf Jahren wurde besagter Ritterling (Thomas Sarbacher) trotz hartnäckigen Leugnens wegen des Mordes an seiner Frau verurteilt. Nun ist der frühere Sternekoch wieder frei, mit sich im Reinen und voller Pläne; außerdem kocht er sich geradewegs in Lenas Herz. Das hilft ihr bei den Ermittlungen zwar nicht weiter, aber immerhin scheint die Identität der Toten geklärt: Es handelt sich offenbar um eine Frau, die vor zwölf Jahren verschwunden ist; ihr Stiefvater identifiziert sie. Allerdings ist nicht ganz klar, welche Rolle der Immobilienmakler Seegmeister (Jeroen Willems) und seine undurchsichtige Gattin (Corinna Harfouch) bei der Sache spielen. Seegmeister hat der Frau eine Wohnung in Nizza besorgt. Kennen gelernt hat er sie angeblich in Paris, aber Lena vermutet, dass die Beziehung viel älter ist.

    Es gelingt Darnstädt und Regisseur Andreas Senn, das Puzzle dieser Geschichte so raffiniert zusammenzusetzen, das jede gefundene Antwort gleich wieder zu neuen Fragen führt. Wer vor Lena Odenthal auf die Lösung kommt, sollte unbedingt Kriminalist werden. Und selbst wenn die Geschichte nicht so herrlich verzwickt wäre: Schon allein die Schauspieler sind sehenswert. Corinna Harfouch als eiskalt kalkulierende Gattin, die ihren Mann wie eine Marionette steuert; Jeroen Willems als Getriebener seiner Gefühle; Thomas Sarbacher als in sich ruhender Freigeist: Sie alle bilden mit Ulrike Folkerts ein großartiges Ensemble, das durch Andreas Hoppe (Kopper), aber auch durch Annalena Schmidt (Frau Keller) und Peter Espeloer (Kriminaltechniker Becker) vortrefflich ergänzt wird. Selbst wenn einige Werke in der zwanzigjährigen Geschichte spektakulärer waren: Ein würdiger Jubiläumsfilm ist „Vermisst“ allemal. tpg.

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