Tatort: Und Tschüß

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   2007
Tatort: Und Tschüß Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Tatort: Und Tschüß: In seinem letzten Fall muss Casstorff nicht nur einen Mord aufklären, sondern auch die verschwundene Staatsanwältin finden...

Staatsanwältin Wanda Wilhelmi ist entführt worden. Sie war einer besonders raffinierten Form des illegalen Exports auf der Spur: Elektrogeräte werden nicht entsorgt, sondern in Entwicklungsländer transportiert. Es dauert eine Weile, bis Kommissar Casstorff klar wird, dass der Mord an einem Importeur fair gehandelter Produkte mit der Entführung zusammenhängt. Er verspricht zu kündigen, wenn seine Wanda heil aus der Sache rauskommt.

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Kritikerrezensionen

  • Sieben Jahre, 15 Fälle: Verglichen mit den „Tatort“-Karrieren von Lena Odenthal oder der Duos aus München und Köln wirft der Hamburger Jan Casstorff relativ früh das Handtuch. Man ist ohnehin nie recht warm geworden mit dem introvertierten Ermittler: Für die einen wird Robert Atzorn immer der freundliche Lehrer Dr. Specht bleiben, für die anderen war der sachliche Taktiker Casstorff stets zu unterkühlt.

    Als erst die Ex-Frau und dann auch noch Sohn Daniel eher sang- und klanglos aus den Geschichten verschwanden, wurde Casstorff noch stärker zum Einzelkämpfer, so sehr sich sein treuer Sancho Pansa Holicek (Tilo Prückner) und die in einem Krimi stets etwas deplatziert wirkende Assistentin Jenny (Julia Schmidt) auch um gefühlvollen Ausgleich bemühten. Erst ein immer innigeres Verhältnis mit einer Staatsanwältin, der irgendjemand den Comic-Namen Wanda Wilhelmi (Urula Karven) verpasst hat, holten Casstorff in die menschlichen Niederungen des Fernsehalltags zurück.

    Just jene Wanda ist nun auch indirekt Schuld an seinem Abschied: Als die unerschrockene Juristin entführt wird, schwört der Kriminalhauptkommissar, er werde den Job schmeißen, falls sie ungeschoren aus der Sache rauskomme. Das aber wird gar nicht so leicht, denn als Thomas Bohn (Buch und Regie) nach den genretypischen Ablenkungsmanövern endlich zur Sache kommt, ist Frau Wilhelmi bereits arg lädiert. Bohn, der neun von fünfzehn Casstorff-Krimis inszeniert und auf diese Weise so manchen Missstand zur Sprache gebracht hat, nutzt auch die Abschiedsausgabe für ein Anliegen: Seit Hersteller von Elektrogeräten ihre Produkte auf eigene Kosten zu entsorgen haben, wird der Müll anscheinend gern in die „Dritte Welt“ exportiert. Dort müssen Kinder die Geräte auseinander bauen, was immer wieder grausige Entstellungen zur Folge hat. Wanda Wilhelmi war dem illegalen Handel auf der Spur. Als sie entführt wird, übergibt Casstorff den aktuellen Fall an Holicek: Ein Unternehmer, dessen Firma mit fair eingekauften Produkten handelt, ist ermordet worden. Es dauert eine Weile, bis dem Duo klar wird, dass die beiden Fälle einer sind. Auch der Film verliert unnötige Zeit mit einem Nebenstrang, in dem eine 14-Jährige vom Vater unterdrückt wird. Rat hat sie beim Mordopfer gesucht, das sich in seiner Freizeit als Seelsorger betätigte, und weil ihr Erzeuger zuvor düstere Drohungen ausgestoßen hatte, ist sie überzeugt: Der Alte hat den väterlichen Freund umbringen lassen; ein allein deshalb amüsanter Exkurs, weil sich der tyrannische Familienvater (Frank Röth) später als Hamburger Innensenator entpuppt.

    Andere Momente sind dagegen ziemlich plump. Kurz vor ihrer Entführung muss Wilhelmi ihren Autoschlüssel fallen lassen, so dass man exakt vorausahnt, was fünf Minuten später passieren wird: Casstorff findet den Schlüssel beim Auto und ahnt nun, dass der Freundin etwas zugestoßen ist. Am Ende, als es dann wieder mal recht flott gehen muss, weil die Zeit davon gelaufen ist, weiß der intuitive Kommissar auch gleich, auf welchem Weg seine Wanda „entsorgt“ werden soll. Casstorffs Nachfolger Cenk Batu (Mehmet Kurtulus), der im Herbst seinen Dienst als erster türkischstämmiger „Tatort“-Kommissar antritt, wird mit einem hoffentlich handfesteren Ermittlungsstil aufwarten. tpg.

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