Tatort: Totentanz

Filmhandlung und Hintergrund

Mord in einer Münchner Disco: die letzte Ecstasy-Tablette war wohl schlecht...deshalb müssen Batic und Leitmayr die Club-Szene ein bisschen aufmischen und die Türsteher ärgern.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Tatort: Totentanz: Mord in einer Münchner Disco: die letzte Ecstasy-Tablette war wohl schlecht...deshalb müssen Batic und Leitmayr die Club-Szene ein bisschen aufmischen und die Türsteher ärgern.

    Gerade noch tanzte sie für den DJ („Ärzte“-Sänger Bela B. Felsenheimer) verzückt zu den hämmernden Techno-Beats, kurz darauf windet sie sich unter schrecklichen Schmerzen: Tod auf der Tanzfläche. Die Obduktion ergibt eine Zyankali-Vergiftung. Selbstmord dürfte damit ausscheiden, denn solch ein qualvolles Ende wird sich niemand freiwillig selbst zufügen. Außerdem galt Jenny (Mona Juric) als lebensfrohe junge Frau. Bei ihren Ermittlungen stoßen die Münchener Kommissare Batic (Miro Nemec) und Leitmayr (Udo Wachtveitl) auf einen Kulturkampf der etwas anderen Art: Die Chefs der beiden angesagtesten Clubs der Stadt konkurrieren um ein neues Kulturzentrum. Sollte der eine dem anderen mit Zyankali versetzte Ecstasy-Pillen untergejubelt haben, um den Club in Misskredit zu bringen? Andererseits: Gift, lehren die Kriminalstatistiken, ist die bevorzugte Mordwaffe einer Frau. Und als angehende Ärztin hat Jennys beste Freundin (Denise Zich) Zugang zu Zyankali. Aber hat sie auch ein Motiv?

    Mit 280 „beats per minute“ legt der neue „Tatort“ aus München ein ziemliches Tempo vor; zumindest akustisch. Getreu der Maxime, die Kommissare immer wieder in neue Milieus zu schicken, geht es in „Totentanz“ in die Glitzerwelt der Technoszene. Zum entspannenden Ausgleich lassen es die Ermittler, wie stets unterstützt durch Assistent Carlo (Michael Fitz mit radikal neuer Frisur), etwas ruhiger angehen. Müssen sie auch, denn ihre Recherche in der Kunstszene konfrontiert sie nicht nur mit diversen skurrilen Gestalten, sondern auch mit einem Abgrund aus Habgier, Neid und Eifersucht.

    Obschon wie gewohnt auch ein Krimi in bewährter Qualität, ist diese „Tatort“-Folge immer dann am schönsten, wenn Batic und Leitmayr miteinander granteln und sich etwa darüber auslassen, in welcher Reihenfolge sie zum Einsatz gerufen werden. Das liegt sicherlich auch am mutwillig komplizierten Drehbuch von Klaus Bädekerl, der es mitunter mit den Ablenkungsmanövern etwas übertreibt; im Grunde genommen erzählt „Totentanz“ die Geschichte gescheiterter Jugendträume. Hübsche Gastrollen haben Jockel Tschiersch (als schräger Clubbesitzer) und Wolfgang Fierek (als schräger Trödelhändler), die Inszenierung besorgte Thomas Freundner. Der Hintergrund des „Tatorts“ ist übrigens authentisch: Der Film wurde zu großen Teilen im Kunstpark Ost gedreht, Münchens größter Partyzone, die in absehbarer Zeit einem modernen Gewerbegebiet weichen wird. tpg.

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