Tatort: Tödliche Häppchen

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   2011
Tatort: Tödliche Häppchen Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Tatort: Tödliche Häppchen: Klassischer Krimi aus Ludwigshafen mit schwerverdaulichen Bildern.

Steffi Pietsch, Mitarbeiterin einer Fleischfabrik, hat sich das Leben genommen. Sie galt als notorische Verschwörungstheoretikerin und hat in ihrem Internet-Videotagebuch große Enthüllungen angekündigt. Ihr Psychotherapeut bescheinigt ihr Wahnvorstellungen. Doch dann stellt sich raus, dass die Frau schon vor dem Sturz von einer Brücke tot war. Die Kolleginnen haben ihr offenbar übel mitgespielt, aber auch ihr Ex-Mann und seine neue Freundin geraten ins Visier der Ermittler.

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Kritikerrezensionen

  • Lena Odenthal und Mario Kopper müssen diversen Spuren nachgehen, um den Tod der Mitarbeiterin einer Fleischfabrik aufzuklären – daraus entwickelt sich eine klassische Detektivgeschichte.

    Nach den Dreharbeiten zu diesem „Tatort“ aus Ludwigshafen hatten die Beteiligten eine Weile lang erst mal keine Lust mehr auf Fleisch, und als Zuschauer kann es einem durchaus ähnlich gehen. Das war nicht nur, aber sicherlich auch der Sinn der Sache: Die Handlung spielt sich zu einem großen Teil in einer Fleischfabrik ab, was auch den Ermittlern an die Nieren geht. Den Vorgang des Tötens und andere unappetitliche Bilder spart der Film naturgemäß aus, aber wer lieber nicht wissen will, wo sein Schnitzel herkommt, und überdies ein Herz für Tiere hat, wird wenig Freude an diesem „Tatort“ haben.

    Krimifreunde allerdings um so mehr, denn Frauke Hunfeld (Buch) und Josh Broecker (Buch und Regie) erzählen „Tödliche Häppchen“ als klassische Detektivgeschichte: Mühsam müssen Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) und Mario Kopper (Andres Hoppe) diversen Spuren nachgehen, um den Tod der Mitarbeiterin einer Fleischfabrik aufzuklären. Steffi Pietsch (Idil Üner) hat sich anscheinend durch einen Sprung von einer Brücke das Leben genommen. Sie galt als notorische Verschwörungstheoretikerin, die in ihrem Internet-Videotagebuch große Enthüllungen ankündigte. Ihr Psychotherapeut (Felix Vörtler) bescheinigt ihr Wahnvorstellungen, aber mit dem für TV-Pathologinnen typischen trockenen Humor stellt Gerichtsmedizinerin Römer (Brigitte Zeh) fest: „Sie war schon tot, als sie sich umgebracht hat.“ Die erste Spur führt in den Betrieb, wo Kolleginnen der Frau offenbar übel mitgespielt haben; allein Elke Schmitz (Bernadette Heerwagen) ist von der Todesnachricht sichtlich mitgenommen. Aber auch der Ex-Mann Richard (Kai Scheve) und seine neue Freundin Claudia Kröger (Kathrin Kühnel), eine Tanzlehrerin, geraten ins Visier der Ermittler.

    Natürlich kehrt das Ermittlerduo in die Fleischfabrik zurück, schließlich ist der Schauplatz der Geschichte mit seinen Schweinehälften und den nicht weiter verwertbaren Restbeständen das besondere Extra an diesem „Tatort“. Entscheidend für die Qualität des Films sind allerdings die innere Spannung der Handlung und die kleinen Geschichten am Rande. Die schönste zeigt Kopper bei einer besonders ungewöhnlichen Vernehmung. Weil er beim Polizeiball tänzerische Defizite offenbarte, kommandiert ihn die Kollegin kurzerhand in die Tanzschule ab; die Befragung Claudia Krögers findet während eines Tangos statt. Da die Dame zudem äußerst attraktiv ist, sieht sich Kopper gleich mit zwei Herausforderungen konfrontiert. Beide spielen das sehr schön; gerade Kathrin Kühnel macht nicht nur als Tanzpartnerin eine ausgezeichnete Figur. Hübsch sind auch die nicht minder doppeldeutigen Gespräche zwischen der Kommissarin und einem Tierarzt (Ole Puppe). Diese Dialoge sind das amüsante Gegengewicht zu fesselnden Szenen wie jener, als Lena Odenthal bei minus 8 Grad im nächtlichen Kühlraum eingeschlossen wird. Dass sich der Schlüssel zur Lösung in der Fleischfabrik befindet, ahnt man ohnehin, weil Johannes Zirner den Firmenchef als zwar launigen, aber doch auf unsympathische Weise selbstverliebten Zeitgenossen verkörpert. tpg.

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