Tatort: Todesstrafe

  1. Ø 1
   2008
Tatort: Todesstrafe Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Tatort: Todesstrafe: Erster Fall für das neue Leipziger Team mit Simone Thomalla und Martin Wuttke und zugleich die 700. ARD-Tatort-Folge.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der Einstieg des neuen „Tatort“-Teams aus Leipzig gelingt fast noch besser als das Debüt der Stuttgarter Kollegen vor einigen Wochen. Erneut wurde ein Duo zusammengestellt, das auf den ersten Blick eigentlich kaum zusammen passt.

    Andreas Keppler ist der Analytiker, der ein Verbrechen auf sich wirken lässt und dann intuitive Schlüsse zieht; seine Kollegin Eva Saalfeld ist eher fürs Handeln. Mit anderen Worten: Er denkt, sie lenkt. Der Weg mag nicht immer der gleiche sein, aber am Ziel treffen sie gemeinsam ein. Der Clou an dieser Paarung ist jedoch ein anderer: Die beiden waren bis vor zehn Jahren miteinander verheiratet. Keppler (Martin Wuttke) ist kaum aus dem Zug gestiegen, da muss er schon zum Schauplatz seines ersten Mordes: Ein Mann ist erstochen worden; auf ein Boot, das er restauriert hat, wurde das Wort „Todesstrafe“ geschmiert. Erste Adresse für die beiden Ermittler ist daher ein Verein, der die Todesstrafe für Kinderschänder fordert. Tatsächlich ist der Tote von seiner Frau beschuldigt worden, die gemeinsame kleine Tochter missbraucht zu haben. Der Anwalt der Frau entpuppt sich als früherer Mitschüler von Eva Saalfeld (Simone Thomalla); und als Geliebter der Witwe.

    Der Fall mag nicht sonderlich spektakulär sein, aber Patrick Winczewski („Soko Leipzig“) inszeniert den Film für Leipziger Verhältnisse ungewöhnlich forsch und mit viel Großstadt-Ambiente. Die rockige Musik, die auch mal melancholische Momente hat, gibt dabei das Tempo vor. Entscheidender aber ist natürlich, wie gut das neue Team funktioniert; und das tut es ausgezeichnet. Während Thomalla (übrigens gebürtige Leipzigerin) ähnlich agiert wie an der Seite Walter Sittlers in der Sat.1-Filmreihe „En Fall für den Fuchs“, ist ihr Partner die eigentliche Überraschung. Theatermann Wuttke ist ja alles andere als ein Fernsehgesicht und entsprechend gewöhnungsbedürftig, aber eine ausgezeichnete Besetzung für den mitunter fast autistisch wirkenden Keppler, in dessen Orbit Nebensachen wie etwa Alltagshöflichkeit keinen Platz haben.

    Mario Giordano und Andreas Schlüter, gemeinsam Autoren einiger Kika-Krimis, aber auch der „Tatort“-Filme „Racheengel“ (Leipzig) und „Fettkiller“ (Ludwigshafen), haben Keppler mit hochinteressanten Details ausgestattet. Der Hauptkommissar ist zwar nicht gerade seherisch veranlagt, aber seine Fähigkeit, einen Tatort oder die gesammelten Fakten in sich aufzunehmen und dann scheinbar unmotiviert zielstrebig einen bestimmten Punkt anzusteuern, hebt ihn aus dem Kreis der Sonntagsermittler heraus. Gleiches gilt natürlich für seine beinahe Monk-mäßige Introvertiertheit. Mindestens ebenso gut ist der Einfall, ausgerechnet ein Ex-Ehepaar zu einem Team zu kombinieren: Für die beiden ist das eine völlig neue Herausforderung, aber natürlich verstehen sie sich, ohne große Worte machen zu müssen. tpg.

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