Filmhandlung und Hintergrund

In diesem Fall müssen die Kölner Kommissare ein Dickicht aus Lügen, Eifersucht und finanziellen Abhängigkeiten lichten.

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    Kritikerrezensionen

    • Tatort: Schmale Schultern: In diesem Fall müssen die Kölner Kommissare ein Dickicht aus Lügen, Eifersucht und finanziellen Abhängigkeiten lichten.

      Gleich drei Familien- und Beziehungsdramen erzählt dieser „Tatort“ aus Köln. Und weil Kommissar Freddy Schenk (Dietmar Bär) ein weiteres künstlich konstruiert, bleibt für die eigentliche Krimihandlung kaum noch Platz.

      Dabei beginnt die Geschichte, wie es sich am Sonntagabend gehört, mit einer Leiche, die zudem ziemlich unappetitlich eingeführt wird: Eine Frau ist vom Balkon in einen Hinterhof gestürzt. Ein blutiger Eiffelturm beweist, dass sie ohnehin mindestens schon halb tot war, als sie in die Tiefe gestoßen wurde. Die Wohnung ist verwüstet, ein riesiges Sprühbild ziert (oder verunziert) eine ganze Wand.

      Bis zu diesem Zeitpunkt ist der Film mit dem Titel „Schmale Schultern“ ganz Krimi; aber diese wenigen Minuten sind bloß der Prolog eines Einführungsseminars über das Scheidungsgesetz. Es ist natürlich völlig in Ordnung, die Rechtsprechung als Basis für einen Krimi zu benutzen. Und selbstredend bleibt die Mördersuche oberstes Motiv der beiden Kölner Kommissare; aber man muss sich darüber im Klaren sein, dass der Fluss der Handlung immer wieder unterbrochen wird, weil die Figuren die Rechtslage erläutern müssen. Außerdem stehen sämtliche Beziehungen in dieser Geschichte unter einem denkbar schlechten Stern; kein Wunder, dass die Grundstimmung wenig positiv ist.

      Zentrum der Handlung ist die schon vor Jahren geschiedene Ehe zwischen Jens und Claudia Otten (Pierre Besson, Nina Petri). Das Paar hat zwei Kinder, die völlig aus der Spur sind; der neunjährige Sohn nässt sich regelmäßig ein, die 15 Jahre alte Tochter ist die personifizierte Renitenz. Vordergründige Erklärungen für dieses Verhalten bietet Autor Jürgen Werner nicht (sein Drehbuch basiert auf einer Vorlage von Ulrich Brandt und Stephan Wuschansky). Dass Vater eine neue Freundin hat und sie auch heiraten will, ist als Ursache ein bisschen dünn; dass er seiner Frau dann weniger Unterhalt zahlen muss, erklärt immerhin ihre Tablettensucht. Aber zumindest mittelfristig ist das Problem ohnehin gelöst, denn bei der Toten aus dem Hinterhof handelt es sich um Ottens Verlobte. Rasch wird die zornige und sehr eifersüchtige Tochter (Michelle Barthel) zur Hauptverdächtigen, zumal ihr Freund Patrick (Ben Unterkofler) Urheber des Sprühgemäldes in der Wohnung der Toten ist. Aber auch Patricks Vater (Thomas Sarbacher) findet sich plötzlich im Reigen der Verdächtigen wieder: Die Tote war schwanger; von ihm. Man kann sich lebhaft vorstellen, dass seine Frau nicht gerade begeistert auf diese Neuigkeit reagiert.

      Selbst das Privatleben der Kommissare wird vom Grundthema durchdrungen: Schenks Tochter Melanie (Karoline Schuch) hat im Urlaub einen neuen Freund gefunden. Der Kerl ist prompt bei ihr eingezogen, was Vater Schenk nicht so toll findet; also steuern auch diese beiden ein gerüttelt Maß an Beziehungsgesprächen bei. Da hilft es auch nicht mehr, dass Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) neuerdings auf eine sündhaft teure Kaffeesorte schwört; bis ihm Assistentin Franziska (Tessa Mittelstaedt) eröffnet, dass der Verdauungstrakt einer Katze ganz entscheidend am einzigartigen Geschmack dieses Kaffees beteiligt ist. Für einen Regisseur mit so viel Comedy-Erfahrung inszeniert Christoph Schnee („Ladykracher“, „Nikola“, „Alles Atze“) seinen ersten „Tatort“ ohnehin sehr zurückhaltend. Immerhin ist Dietmar Bär an der spektakulärsten Szene beteiligt, als Schenk den jungen Sprayer als Beifahrer auf einer Diesellok verfolgt. tpg.

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