Filmhandlung und Hintergrund

Die Bremer Kommissarin Inga Lürsen sucht einen Mörder an Bord eines Containerschiffs...

Auf der Suche nach dem Mörder eines Seemanns ermittelt Kommissarin Lürsen auf einem Container-Frachter. Sie findet raus, dass die MS Karina mit doppelter Ladung fährt: Die Ballasttanks wurden geleert. Aus dem gleichen Grund ist ein Schwesterschiff gesunken, als es in einen Sturm geriet: Die Tanks verhindern das Kentern bei rauer See. Das Schiff steuert nicht nur geradewegs in ein Sturmtief hinein: Ein Verräter an Bord trachtet Lürsen nach dem Leben.

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Kritikerrezensionen

  • Tatort: Schiffe versenken: Die Bremer Kommissarin Inga Lürsen sucht einen Mörder an Bord eines Containerschiffs...

    Der ARD-Minisender Radio Bremen hat nicht viele Chancen, sich im Programm des „Ersten“ zu profilieren. Eine davon ist der „Tatort“. Weil Kommissarin Inga Lürsen (Sabine Postel) aber bei Weitem nicht so populär ist wie ihre Kolleginnen Charlotte Lindholm (Niedersachsen) oder Lena Odenthal (Ludwigshafen), setzen die Bremer gern auf einen gewissen Knalleffekt. Auf der Suche nach den Hintergründen für die Ermordung eines Seemanns entert die Kommissarin diesmal daher einen Container-Frachter.

    Als das Schiff die Zwölf-Meilen-Zone verlässt und sich in internationalem Gewässer befindet, ist sie der Willkür des trinkfreudigen Kapitäns (Michael Gwisdek) ausgeliefert. Der lässt sie prompt entwaffnen und einsperren. Frauen an Bord bringen Unglück, wie jeder Seefahrer weiß; erst recht, wenn sie unbequeme Fragen stellen. Die Ermittlerin lässt sich allerdings nicht unterkriegen und findet raus, dass die MS Karina mit doppelter Ladung fährt: Die Ballasttanks wurden geleert. Aus dem gleichen Grund ist ein Schwesterschiff gesunken, als es in einen Sturm geriet: Die Tanks verhindern das Kentern bei stürmischer See. Und die Karina steuert nicht nur geradewegs in ein Sturmtief hinein, es gibt auch einen Verräter an Bord, der Lürsen nach dem Leben trachtet.

    „Schiffe versenken“ ist gleich in mehrfacher Hinsicht eine Premiere: Erstmals geht ein „Tatort“ auf hohe See, wo in jeder Hinsicht andere Gesetze gelten. Außerdem schrieb der für seine Dokumentationen mehrfach mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnete Journalist Wilfried Huismann gemeinsam mit dem Amerikaner Philip LaZebnik sein erstes Drehbuch für einen Spielfilm. Keine „Tatort“-Premiere feiert hingegen der Regisseur: Florian Baxmeyer, für seinen Kurzfilm „Die rote Jacke“ 2003 mit einem Studenten-„Oscar“ ausgezeichnet, hat erst kürzlich in einem fesselnden Hamburg-„Tatort“ („Häuserkampf“) beweisen, dass er der ehrwürdigen Krimireihe erfolgreich neue Impulse geben kann. Auch die Bremer Seereise ist weniger die übliche Mördersuche, sondern ein Film mit Anleihen beim Thriller: Lürsen begegnet auf dem Schiff einer geballten Feindseligkeit, entgeht nur knapp einem Mordversuch und findet schließlich einen unerwarteten Verbündeten.

    Der reizvolle Schauplatz und die spannende Inszenierung wiegen letztlich auch stärker als diverse Kritikpunkte. Hauptdarstellerin Postel ist als TV-Ermittlerin nach wie vor unglaubwürdig und würde besser in eine Familienserie passen. Dass Inga Lürsen auf dem Schiff ermittelt, obwohl sie sich wegen eines Bandscheibenvorfalls kaum bewegen kann, trägt auch nicht gerade zu einem professionell wirkenden Auftritt der Kommissarin bei. Der Tote, der in ein Fischernetz geraten ist, sieht aus wie eine Schaufensterpuppe. Als der griesgrämige Kapitän die Polizistin den Zutritt zu ihrer Kabine verschweißen lässt, wird Lürsen plötzlich vom grimmigen Maschinisten (Gustav-Peter Wöhler) heimgesucht, obwohl die Tür immer noch dicht ist. Und dass man draußen auf dem offenen Meer noch Empfang für sein mobiles Telefon hat, darf bezweifelt werden. tpg.

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