Filmhandlung und Hintergrund

Um den Mord an einem Ingenieur aufzuklären, muss sich das Münsteraner Team intensiv mit dessen Familiengeschichte befassen.

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Kritikerrezensionen

  • Tatort: Sag nichts: Um den Mord an einem Ingenieur aufzuklären, muss sich das Münsteraner Team intensiv mit dessen Familiengeschichte befassen.

    Keine Frage, Kommissar Thiel und der Pathologe Boerne sind mit Abstand das witzigste „Tatort“-Team. Diesmal aber gibt’s nichts zu lachen. Autor Hans-Christian Laaber erzählt eine Geschichte, die nicht komisch ist. Zum Glück haben es sich Stephan Cantz und Jan Hinter, die Erfinder von Thiel und Boerne, bei ihrer Bearbeitung des Drehbuches verkniffen, den beiden noch ein paar komische Dialoge anzudichten.

    „Sag nichts“ heißt der vierte „Tatort“ aus Münster. Wenn man nur ein paar Vorzeichen änderte, würde der Stoff auch für ein Familiendrama taugen. Trotzdem ist der Film ein richtiger „Tatort“, der Fall steht im Vordergrund. Sieht man von der mitunter unnötig modischen Inszenierung durch Lars Kraume ab – ständig muss beispielsweise bei Gesprächen die Kamera in Bewegung sein -, sind Handlung und Inszenierung fast schon altmodisch.

    Das Drama nimmt seinen Lauf, als an einem See die Leiche eines erschlagenen Mannes entdeckt wird. Seine Identität ist rasch geklärt. Es ist bereits der zweite Schicksalsschlag, der den Vater Henner Baermann (Otto Mellies) binnen kurzem trifft: Gerade erst hat er seine zweite Frau begraben. Die erste ist ihm bereits vor Jahrzehnten davongelaufen, nach Amerika. Den Schock haben seine Kinder nie verwunden: Tochter Hanne (Jenny Schily) ist schon seit Jahren in psychiatrischer Behandlung, der Sohn litt seit je her unter Depressionen; nun ist er tot. Der Verdacht fällt auf seine Frau, die ein Verhältnis mit seinem besten Freund hat; ihr Alibi für die Tatzeit platzt.

    Doch die Lösung wäre zu einfach. Diesmal ist es Boerne, der die richtige Nase für das Rätsel hat. Es muss sich zumindest im übertragenen Sinne hinter der einzigen Tür verbergen, die es in einem selbst gebastelten Puppenhaus von Hanne gibt.

    Natürlich sind die Szenen mit Axel Prahl und Jan Josef Liefers, der diesmal auch die Musik komponierte, wieder die besten des Films. Doch die Beziehung zwischen Thiel und Boerne ist reifer geworden, sie brauchen nicht mehr um jeden Kalauer zu wetteifern. Um so schöner sind die kleinen Momente widerwilliger Freundschaft, etwa das gemeinsame Kochen (Boerne konsequent im Zweireiher). Anstelle der Wortgefechte zwischen dem Pathologen und seiner kleinwüchsigen Assistentin (ChrisTine Urspruch), hat nun die Staatsanwältin mit der rauchigen Stimme (Mechthild Großmann) größere Auftritte. tpg.

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