Tatort: Ruhe sanft

Filmhandlung und Hintergrund

Im elften Fall des Münsteraner Teams geht es um den Mord an einem Bestattungsunternehmer.

Als ein Bestatter ermordet wird, fällt der Verdacht sofort auf seinen Bruder: Der hatte ein Verhältnis mit seiner Schwägerin und Streit mit dem Toten, aber auch ein Alibi. Die jugendlichen „Gruftis“, die sich nachts auf Friedhöfen herumtreiben und im Internet an Leichenbildern ergötzen, hält Thiel jedoch für harmlos. Der Fall kommt erst wieder ins Rollen, als sich eine Rechtsmedizinerin ausgerechnet in Boernes Wohnung das Leben nehmen will.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Tatort: Ruhe sanft: Im elften Fall des Münsteraner Teams geht es um den Mord an einem Bestattungsunternehmer.

    Wer braucht schon Comedy, wenn es solche Filme gibt! Die erste Hälfte des elften „Tatort“-Krimis aus Münster ist mit seiner Situationskomik, den pointensicheren Dialogen, dem fast übermütigen Auftritt von Jan Josef Liefers und dem konsequent reduzierten Spiel von Axel Prahl ein Höhepunkt der Sonntagabendunterhaltung.

    Fast hat man den Eindruck, die Erfinder des schrägen Duos, Stefan Cantz und Jan Hinter, hätten sich in ihrem fünften gemeinsamen Münster-Drehbuch irgendwann dazu zwingen müssen, auch noch eine Krimigeschichte zu erzählen (Regie: Manfred Stelzer). Die verblasst prompt gegen den äußerst kurzweiligen Einstieg: Hauptkommissar Thiel (Prahl) muss zum Flughafen. Weil unterwegs das Taxi seines Vaters den Geist aufgibt, stoppt Boerne (Liefers) kurzerhand einen Leichenwagen, nicht ahnend, dass er Thiel, seine Lieblingszielscheibe für spitze Bemerkungen, in dem Bestattungsgefährt geradewegs auf dem nächsten Fall platziert. Thiel verpasst seinen Flug, und das ist auch gut so, denn kurz drauf wird der Bestatter ermordet. Verdächtiger Nummer eins ist sein Bruder (Michael Lott), ein unzuverlässiger Leichtfuß, der kurz zuvor Streit mit dem Toten hatte und außerdem ein Verhältnis mit seiner Schwägerin pflegt. Kaum ernsthaft in Verdacht geraten hingegen die jugendlichen „Gruftis“, die sich wie wandelnde Untote kostümieren und nachts auf Friedhöfen rumtreiben; außerdem ergötzen sie sich im Internet an den Bildern von Leichen, die sie im Bestattungsinstitut fotografiert haben.

    Die Geschichte ist also gar nicht schlecht, doch man hätte auch nichts dagegen gehabt, dem brummigen Thiel und dem blasierten Boerne weiter dabei zuzuschauen (und vor allem zuzuhören), wie sich mehr oder minder subtile Bosheiten an den Kopf werfen. Sogar Thiels immer ein bisschen untergebutterte Assistentin Nadeshda (Friederike Kempter) mischt munter mit. Thiel hat in dieser Geschichte ohnehin besonders wenig zu lachen, hat sich sein Vermieter doch bei ihm einquartiert, weil er das eigene Domizil einer Kollegin überlassen hat und dem armen Kommissar nun die Ohren vollschnarcht.

    In seinen besten Momenten erinnert der Film daher an Neil Simons Klassiker „Ein verrücktes Paar“. Klugerweise versuchen sich Liefers und Thiel nicht als Kopie von Jack Lemmon und Walther Matthau, sondern bleiben ihrem eigenen Stil treu. Das bewahrt sie nicht nur vor Übertreibung, sondern ermöglicht auch den sanften Übergang zum Krimi. Die entsprechende Routine („Wo waren Sie…“) bringt zwar einen unvermeidlichen Spannungsabfall mit sich, doch dafür nimmt die Geschichte eine unerwartete Wendung, als sich Boernes Untermieterin das Leben nehmen will und auf diese Weise unvermutet Licht in den Fall bringt. tpg.

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