Filmhandlung und Hintergrund

Im zehnten gemeinsamen Fall von Moritz Eisner und Bibi Fellner lassen sich verarmte Senioren auf kriminelle Machenschaften ein...

Bibi Fellner kann es nicht fassen. Im Bankschließfach ihres verarmt in einem Altersheim verstorbenen Papas findet sie ein Bündel Geldscheine. Für die Majorin der Wiener Kriminalpolizei erscheint es unwahrscheinlich, dass der ehemalige Wirt, der zeitlebens nie etwas auf die Reihe bekommen hat, sich über 30.000 Euro vom Mund abgespart haben soll. Im Zuge der Nachforschungen, die sie mit Oberstleutnant Moritz Eisner in der steirermärkischen Provinz anstellt, findet sie heraus, dass ihr Vater allwöchentlich an dubiosen Kaffeefahrten nach Ungarn teilgenommen hat.

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  • Tatort: Paradies: Im zehnten gemeinsamen Fall von Moritz Eisner und Bibi Fellner lassen sich verarmte Senioren auf kriminelle Machenschaften ein...

    Bibi Fellner und ihr Kollege Moritz Eisner ermitteln in einem Grazer Altersheim – ihr entfremdeter, vermeintlich verarmter Vater hat ihr 30.000 Euro hinterlassen.

    Am Sehnsuchtsort Flughafen hebt der „Tatort “ diesmal ab. Bibi Fellner, Majorin bei der österreichischen Kripo, will ihren Urlaub antreten, findet ihren Flug aber auf der Anzeigetafel des Grazer Airports nicht. Ein freundlicher älterer Herr, in einem kurzen Auftritt wunderbar gespielt von Johannes Silberschneider, klärt sie auf, dass sie dazu in Wien umsteigen muss. „Sie fliegen wohl häufig?“ fragt sie. „Nein“, antwortet er, „das kann ich mir als Pensionist nicht leisten. Ich träum‘ nur gerne“.

    Womit Regisseur Harald Sicheritz und sein Autor Uli Brée sbeim Thema sind. Um Altersarmut geht es in „Paradies“, der zehnten Kooperation der populären Austro-Kommissare Eisner und Fellner, die für „Tatort – Angezählt“ mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet wurden. Wie vom zuständigen ORF-Redakteur Alexander Vedernjak postuliert, wird auch diesmal wieder ein brisantes zeitrelevantes Thema publikumswirksam abgehandelt – und entsprechend nah an der Realität ist das von Thomas Kiennast stimmungsvoll fotografierte Kriminaldrama um schwierige Familienbeziehungen und Missstände in einem Altersheim angesiedelt.

    Eine unerwartete Erbschaft führt die von Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser gewohnt überzeugend gespielten Ermittler in einen heruntergekommenen Seniorensitz. Bibis Vater, zu dem sie ein schlechtes Verhältnis und seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte, ist gestorben. Gewalttätig war er, Alkoholiker – und mit Geld konnte er nicht umgehen. Entsprechend überrascht ist sie, dass er ihr über 30.000 Euro hinterlassen hat. Die findet sie in einem Bankschließfach, das er sich mit einem nur zwei Wochen zuvor verstorbenen Mitbewohner geteilt hat. Zu viele Zufälle meinen die beiden Kriminaler und finden alsbald heraus, dass die wöchentlich vom Heim organisierten Busausflüge nach Ungarn wohl mehr als nur harmlose Kaffeefahrten sind.

    „Alte Leute sind gefährlich, sie haben nichts mehr zu verlieren“ heißt es einmal in diesem klug konstruierten Fall, bei dem die Generationen miteinander im Streit liegen. Immer wieder spiegelt er sich in Bibis persönlicher Geschichte, entsprechend sorgfältig wird auch das komplexe Verhältnis zu ihrem Polizistenpartner beleuchtet. Peter Weck, Grandseigneur des österreichischen Kinos, spielt einen erfolgreichen Ex-Unternehmer, der von seiner Tochter ausgebootet wurde. Er gehört zum Kreis der Verdächtigen wie auch Michael Ostrowski als zwielichtiger Pfleger, der den Senior harsch in die Realität zurückholt: „Wach‘ auf Oida, des wird nix mehr mit dem Paradies!“ geh.

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