Tatort: Mutterliebe

Filmhandlung und Hintergrund

Eine Krankenschwester wird an einer Babyklappe ermordet, weil sich jemand mit Gewalt ein (oder sein?) Kind holen wollte. Doch das bleibt nicht der einzige Todesfall für die Kölner Kommissare...

In einer Klinik wurde eine Krankenschwester umgebracht und ein Neugeborenes ist aus der Babyklappe verschwunden. Ballauf und Schenk stoßen rasch auf Bernd Schiffer, Ex-Lover der Ermordeten, als möglichen Täter. Die junge Maria wird als Kindsmutter ausgemacht. Was aber fehlt, ist die Verbindung Schiffers zu dem Baby. Max und Freddy durchleuchten nun die Verhältnisse in der durchaus besser gestellten Familie Marias.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Tatort: Mutterliebe: Eine Krankenschwester wird an einer Babyklappe ermordet, weil sich jemand mit Gewalt ein (oder sein?) Kind holen wollte. Doch das bleibt nicht der einzige Todesfall für die Kölner Kommissare...

    Schon der Beginn ist ungewöhnlich: Wie beim Drama treten die handelnden Personen nacheinander aus dem Dunkel ins Licht der Kamera. Um ein Drama handelt es sich in der Tat bei diesem neuen „Tatort“ aus Köln. Im Zentrum steht die gutbürgerliche Familie Wagner mit glänzender Fassade, hinter der sich allerdings - ein beliebtes Sujet - Abgründe auftun: Sohn Andreas (Tonio Arango) leidet unter der fehlenden Anerkennung des Vaters, Schwiegertochter Maria (Claudia Michelsen) gelingt es, ihre Schwangerschaft vor der kompletten Verwandtschaft geheim zu halten, und der patriarchalische Vater (Manfred Zapatka) thront distanziert, emotionslos und kühl bis ans Herz über der Sippe.

    Am Anfang aber steht auch in diesem Familiendrama ein Mord: Eine Krankenschwester ist getötet worden. Sie arbeitete im Krankenhaus an der Babyklappe, wo Mütter in Not im Schutz der Anonymität ihre Neugeborenen abgeben können. Auch Maria hat ihren Säugling dort deponiert, und zwar wenige Minuten vor dem Mord; nun ist das Baby verschwunden. In Verdacht gerät allerdings erst mal der Freund der Toten (Erdal Yildiz), der für seine Eifersucht bekannt ist. Doch er hätte kein Motiv gehabt, das Baby zu entführen. Dann stirbt Andreas Wagner, und es sieht so aus, als habe sein Vater ihn regelrecht hingerichtet. Bei der Obduktion stellt sich heraus, dass Andreas gar keine Kinder bekommen kann.

    Das Drehbuch zu diesem „Tatort“ stammt von dem türkisch-stämmigen Regisseur Züli Aladag (er hat den Film auch inszeniert) und seiner Frau Feo; sie spielt Julia, Andreas‘ Schwester. Mitunter hat man den Eindruck, das Ehepaar habe vor allem einen Film über die Babyklappen drehen wollen. Prompt müssen die Kommissare die beiden möglichen Haltungen des Publikums repräsentieren: Single Ballauf (Klaus J. Behrendt) findet die Einrichtung prima, Familienvater Schenk (Dietmar Bär) hat kein Verständnis dafür, dass Mütter ihre Kinder weggeben. Ohnehin lässt die Geschichte die übliche Krimispannung kaum zu.

    Davon abgesehen stolpert man über einige Ungereimtheiten. Dass eine schlanke Frau selbst vor dem eigenen Ehemann bis zur Niederkunft ihre Schwangerschaft verheimlichen kann, stellt das Wohlwollen der Zuschauer auf eine ziemliche Probe. Und Erdal Yildiz, bekannt geworden als türkischer Mitarbeiter von Corinna Harfouch in „Eva Blond“, sieht nun wirklich nicht wie ein Eingeborener namens Bernd Schiffer aus. Ohnehin wirken die Geschichte äußerst konstruiert und die Familienszenen teilweise recht theatralisch; von Krimi keine Spur. tpg.

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