Tatort: Mördergrube

  1. Ø 5
   2000
Tatort: Mördergrube Poster

Filmhandlung und Hintergrund

Tatort: Mördergrube: Auf dem Campus der Kölner Uni wird am hellichten Tag eine Studentin erschossen. Als der vermeintliche Täter in U-Haft sitzt, stirbt Ballaufs Vater durch dieselbe Waffe...

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Schon „Die Frau im Zug“ war zuletzt ein starkes Stück; „Mördergrube“ ist fast noch besser. Die Kölner Krimis profitieren ganz entschieden davon, dass Freddy Schenk (Dietmar Bär) stärker ins Zentrum rückt. Erneut ist Schenk der Kommissar mit dem richtigen Riecher, zumal Kollege Ballauf (Klaus J. Behrendt) ganz andere Sorgen hat: Nach dreißig Jahren ist aus heiterem Himmel sein Vater (Peter Franke) wieder aufgetaucht, eine verkrachte Existenz, die ihr Leben versoffen und verspielt hat.

    Kein Wunder, dass Ballauf im jüngsten Mordfall kurzen Prozess machen will: Eine Jura-Studentin ist am hellichten Tag mitten auf dem Campus erschossen worden. Vieles deutet darauf hin, dass ihr Ex-Verlobter, ausgebildeter Nahkämpfer, den klassischen Mord aus Eifersucht begangen hat. Doch Schenk ist misstrauisch und wartet mit einer unerhörten Theorie auf: Der Mord könnte das Resultat einer tödlichen Mischung aus Arroganz, Machtbewusstsein und Intelligenz sein. Ein Mord ohne Motiv also, zumindest ohne Motiv, das in direktem Zusammenhang mit dem Opfer steht, denn der Mörder will nur eins beweisen: Er steht über dem Gesetz. Einen Verdächtigen hat Schenk auch schon: den ebenso brillanten wie aalglatten Studentenvertreter Grau (Florian Lukas), der allerdings Sohn eines Oberlandesrichters a.D. (Jürgen Hentsch) ist; das erschwert die Ermittlungen ganz erheblich. Schenk lässt nicht locker und lockt den Burschen mit Lust am sozialen Konflikt aus der Reserve; doch während er ihn verhört, gibt es ein weiteres Opfer – Ballaufs Vater.

    Die vergleichsweise junge Regisseurin Christiane Balthasar inszeniert den Krimi höchst routiniert. Da sie auf zwar komplexes, aber dennoch gradlinig erzähltes Drehbuch (Robert Schwentke) bauen konnte, kommt der Film ohne jede Effekthascherei aus. Die ausgefeilte Geschichte mit ihren diversen Rahmenhandlungen konzentriert sich voll und ganz auf die Figuren, zumal Dietmar Bär endlich nicht mehr bloß den polternden Proll mit Cowboy-Stiefeln und fettem Auto mimen braucht. Weil er trotzdem Sprücheklopfer bleiben darf, sind seine Dialoge, ob nun mit dem Freund und Kollegen Ballauf oder mit dem lustvoll zum Feindbild erkorenen Fakultätsleiter (Peter Rühring), einfach ein Genuss. tpg.

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