Tatort: Kinderwunsch

Filmhandlung und Hintergrund

Sonderermittler Eisner muss den Mord an einer Enthüllungsjournalistin aufklären, die an einer brisanten Story über künstliche Befruchtungen recherchierte.

Eine für ihre unbequemen Artikel bekannte Journalistin ist ermordet worden. Offenbar hat jemand gründlich dafür gesorgt, dass ein Skandal unterm Teppich bleibt. Sonderermittler Eisner muss herauszufinden, woran die Reporterin zuletzt gearbeitet hat. Das ist gar nicht so einfach, weil sämtliche Aufzeichnungen verschwunden sind. Die Ermittlungen führen ihn zu einer Klinik für künstliche Befruchtung. Die Einrichtung hat eine sagenhafte Erfolgsquote.

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Kritikerrezensionen

  • Tatort: Kinderwunsch: Sonderermittler Eisner muss den Mord an einer Enthüllungsjournalistin aufklären, die an einer brisanten Story über künstliche Befruchtungen recherchierte.

    Auf den ersten Blick ist künstliche Befruchtung vor allem Stoff für ein Drama. Ungewollt kinderlose Eltern, zermürbend viele Fehlversuche, Beziehungsbelastung ohne Ende: Das gab’s in der Tat schon öfter. Für einen Krimi scheint das Thema zu komplex, zu sperrig und zu emotional. Andererseits liegt in genau diesen Einwände die Chance, den Spielraum des Genres zu erweitern; ganz abgesehen davon, dass sich der „Tatort“ ja gern in relevante Bereiche vorwagt. Thomas Braun (Buch) und Walter Bannert (Buch und Regie) enthalten sich allerdings derart konsequent jeder Botschaft, dass man eine Weile lang fürchtet, die Auflösung des Mordes laufe womöglich auf die übliche Beziehungstat hinaus.

    Der Film beginnt mit dem obligaten Fund einer Leiche. Auf der Donau bei Linz treibt eine tote Frau, und da es sich um eine für ihre unbequemen Artikel bekannte Journalistin handelt, liegt die Vermutung nahe: Hier hat jemand nachhaltig dafür gesorgt, dass ein Skandal hübsch unterm Teppich bleibt. Sonderermittler Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) aus Wien versucht daher herauszufinden, woran die Reporterin zuletzt gearbeitet hat; das ist gar nicht so einfach, weil sämtliche Aufzeichnungen verschwunden sind. Die Ermittlungen führen ihn in ein Fitness-Studio, das wiederum eng mit einer Klinik für künstliche Befruchtung zusammenarbeitet. Die Einrichtung hat eine sagenhafte Erfolgsquote, und schon hat Eisner sein Wespennest gefunden: Um die Befruchtungsbilanzen zu frisieren, sind den Müttern offenbar auch schon mal fremde Eizellen eingesetzt worden, die zuvor womöglich auch noch mit gleichfalls fremdem Samen befruchtet wurden; „Kuckuckseier“ gewissermaßen. Aber die Journalistin hat auf die Veröffentlichung ihrer Rechercheergebnisse verzichtet, um die betroffenen Familien nicht ins Unglück zu stürzen.

    Zum Glück nur ganz kurz lassen Braun und Bannert ihren Ermittler einen Mord aus Eifersucht erwägen: Die Frau war lesbisch und früher mit einer Kollegin liiert, hat diese zugunsten einer anderen verlassen und mit der neuen nun ein gemeinsames Kind; aber man hat das Gefühl, dass die Autoren selbst nicht so recht überzeugt von diesem Ablenkungsmanöver waren. Da birgt die Liaison zwischen Eisner und einer mysteriösen Musikerin (Dorka Gryllus) ungleich größeres Potenzial; mehr sogar, als dem Chefinspektor lieb ist. Am Ende wird aus dem zwar durchaus fesselnd, aber nicht übermäßig spannend inszenierten Krimi fast ein Action-Film: Erst wird Eisner niedergestochen, und im Verlauf des bleihaltigen Finales erwischt es auch noch seine beiden einheimischen Kollegen. Eine sorgfältige Bildgestaltung und der komplexe Erzählansatz, der am Rand der Handlung auch Raum für angedeutete Tragödien lässt, machen „Wunschkind“ zu einem sehenswerten „Tatort“. tpg.

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